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LightLife veröffentlicht Mag01


Montag, Juli 21, 2008

titel_lightlife_mag01Der Grundstein ist gelegt… Angedacht war das Thema ja seit einigen Jahren. Immer wenn sich Menschen für unsere Tätigkeiten interessierten, blieb nur der Griff nach Photos, Kurzfilmen auf der Festplatte, oder wir präsentierten Zeitungsartikel zu realisierten Projekten. Eigentlich ein erfreulicher Zustand, wenn ein Betrieb zwölf Jahre existiert, ohne das man den ganzen Tag Newsletter versendet und Werbeanzeigen schaltet. Auf der anderen Seite aber auch ärgerlich, weil sich mit einem Druckwerk viele Dinge publizieren lassen, die man sonst wiederholt am Telefon oder per Mail erläutern müsste. Ganz davon abgesehen, dass schon ein gewisser Neid in mir Aufstieg, wenn ich einen gut gemachten Katalog in den Händen hielt. Und schließlich ist man nicht gezwungen nur über Produktneuheiten zu berichten, sondern kann zusätzlich Gedanken und Meinungen veröffentlichen, die ein Fachmagazin vermutlich nicht drucken würde. Aus dieser Überlegung reifte nun der finale Entschluss, mich jetzt wirklich mal vier Tage einzuschließen und einen Entwurf zu fertigen. Mit hilfreicher Unterstützung von Kristina Dautzenberg und Simone Sander ist aus dem Entwurf auch ganz schnell ein gedrucktes Erstlingswerk, mit immerhin 28 Seiten entstanden. Und Spaß gemacht hat das Ganze auch noch, nur der Versand von gut 1000 Exemplaren war etwas aufwändiger als vermutet. Wie die Titelseite schon vermuten lässt, findet sich ein Beitrag zum „Großen Handelssaal“ der Börse Frankfurt Auch mit einer Erläuterung zur Kündigung unserer Mitgliedschaft im PLDA konnte ich nicht Innehalten. Die Doppelseite zur Hannah-Stiftung ist, zugegeben kein Standard einer Firmenpublikation. Aber wenn man sich in der LightLife entschlossen hat soziales Engagement zu zeigen, dann auch in ähnlicher Präsenz wie andere Beiträge. Schließlich soll etwas bewegt werden. Was von Herstellern wie e:cue und Traxon in Kürze an spannenden Produkten zu erwarten ist, kommt natürlich auch nicht zu kurz.

LightLife Mag01 als PDF (ca. 1 MB)

Gratulation Helmut Bien!


Donnerstag, Juli 3, 2008

Luminale 08Da müssen Sie mit Ihrer Luminale wirklich etwas bewegt haben Herr Bien, wenn selbst der führende Meinungsbildner der Lichtdesignbranche, einen mit seinem Photo verzierten Beitrag über die Luminale 08 veröffentlicht. Und dies gleich als Print- und Onlineversion. Argumentativ kann ich Joachim Ritter, Chefredakteur der PLD, leider nicht ganz folgen. Als erstes führt er an, dass es sich bei der Veranstaltung um eine gewaltige Energieverschwendung handelt und verweist zeitgleich auf das Lichtfestival in Lyon. Energie ist sicherlich ein „trendiges“ Thema welches auch zahlreich im Rahmen der light+building Frankfurt aufgegriffen wurde – aber der Zusammenhang mit der Luminale wird nicht näher dargestellt. Da hätte er näher recherchieren sollen, um dann fundiert Kritik oder Lob bei Einzelprojekten herausstellen zu können. Aber um mal kurz seine Meinung und Position zu publizieren, reicht eben auch wenig Hintergrundwissen.
Aber grundsätzlich Herr Ritter: Bei einem „Event“ handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Darbietung. Diese kann von guter oder schlechter Designqualität sein. Auch die Anzahl der Veranstaltungen hat keinen Einfluss auf die Qualität von Einzelveranstaltungen. Letztlich entscheiden hier die Betrachter, mit hohen oder eben verschwindend geringen Besucherzahlen. Dies alles hat aber recht wenig mit einer von Ihnen angeführten „Nachhaltigkeit“ zu tun. Wenn man Ihre Ausführungen so liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es sich aus Ihrer Perspektive bei den Besuchern der Luminale lediglich um ahnungsloses Betrachtervieh handelt – welches wegen fehlender Fachkompetenz nicht einmal Zutritt zum Messegelände erhält.
Hinsichtlich der Designqualität äußern Sie sich leider auch nicht deutlich und bemängeln gar das dort Studenten Ihr Unwesen treiben dürfen. Das Sie hier keine klare Aussage treffen ist schade und verständlich zugleich. Schließlich sind Sie gemäß eigenen Schilderungen kein Lichtplaner oder Lichtdesigner. Sicherlich meinen Sie, dass nur ELDA, oder jetzt PLDA-Mitglieder die von Ihnen gewünschte Qualität liefern können. Da ich diesem edlen Kreise von etablierten Menschen bis zu meiner Kündigung im Frühjahr dieses Jahres angehörte, darf ich hier vielleicht noch etwas anmerken: Im Rahmen meiner praktischen Tätigkeit bei der LightLife gab es in den vergangen Jahren Kontakte unter anderem zu Studenten der Hochschule Coburg, der Hochschule Wismar und natürlich zu unseren Studenten der Hochschule Köln. Über die normalen Kontakte heraus ergaben sich auch Projektarbeiten, ähnlich den ELDA- (jetzt PLDA) Workshops, wo ich in Ihrem Auftrag auch schon einmal eine Gruppe von interessierten Lichtplanern anleiten durfte. Mit diesem Überblick kann ich Ihnen bestätigen das die Studenten (und vermutlich einige zukünftige Lichtplaner oder Lichtdesigner…) nicht nur über gute lichttechnische Kenntnisse verfügen, sondern auch gestalterisch Lösungen erarbeiten können, die Qualitativ deutlich über so manchem im Rahmen eines ELDA-Workshops illuminierten Wald- oder Mauerreststückes liegen. Vielleicht nehmen Sie sich 2010 mal Zeit für einen Rundgang über die Luminale?

Was die Organisation der Luminale betrifft sind Ihre Ausführungen ebenfalls nicht ganz zutreffend. Gemäß meinen Kenntnissen bewerben sich Bauherren nicht so häufig bei der organisierenden Agentur. Helmut Bien spricht im Auftrag der Messe Frankfurt und der Unterstützung von Dr. Michael Peters Bauherren oder Eigentümer an, um die mögliche Verfügbarkeit der einzelnen Veranstaltungsorte zu klären. Dies ist im laufe der Jahre mit steigender Publikums- und Presseresonanz sicherlich einfacher geworden, aber wie man mir mitteilte, noch lange kein Selbstläufer. Hier bietet sich aus meiner Sicht doch die Möglichkeit für Sie Herr Ritter, und eventuell gar die PLDA, sich konstruktiv und gestalterisch einzubringen. Bisher haben Sie sich trotz mehrfacher Nachfrage zu diversen Veranstaltungen ja immer zurückhaltend gezeigt. Nun gut, ich gebe zu das die Veranstalter der Luminale keine finanziellen Interessen verfolgen, aber wenn Ihnen die angeblich fehlende Qualität so am Herzen liegt sollten Sie eingreifen. Und im Vorfeld einer Veranstaltung lässt sich doch viel mehr bewegen, als seinen Unmut verspätet in irgendwelchen Editorials zu publizieren, oder? Dabei können Sie doch schnell reagieren. Als ich die lightsquare07 absagen musste, wenn auch aus anderen Gründen als von Ihnen publiziert, haben Sie keine zwei Tage benötigt um den weiteren Veranstaltern unterschwellig Ihre Kompetenz anzudienen. Oder versuchen Sie doch einmal selbst mal etwas zu kreieren. Die Messe Köln hat mit Gerald Böse gerade einen neuen Geschäftsführer, und das Thema „Lichtplanung und Lichtdesign“ ist eventuell immer noch ein „Highlight“ im Rahmen der Kölner Möbelmesse? Ich laufe Ihnen auch mit Sicherheit nicht über den Weg, mein Interesse an der Organisation einer neuen „Lichtmesse“ ist wirklich noch nicht wieder erwacht. Freundlicher Herr Ritter, wenn Sie sich jetzt fragen warum ich mich erst zu diesem späten Zeitpunkt zu Wort melde, dann liegt das daran, dass ich erst kürzlich die Qualität eines solchen Weblogs entdeckt habe in dem ich als Geschäftsführer eines wirklich „unabhängigen“ Lichtplanungsbüros meine Meinung kundtun kann. Aber die Ausgabe der PLD in der Sie Ihren Text veröffentlicht haben, ist vermutlich auch zur Freude aller Anzeigenkunden, erst zwei Wochen nach der light+building versandt worden. Vielleicht nehmen Sie in Gütersloh aber auch nur den Aspekt des Energiesparens sehr ernst? Wie ließe sich sonst erklären, dass selbst die Website der PLD jetzt Anfang Juni immer noch den Titel der März/April-Ausgabe zeigt?

Zur Originalartikel von Joachim Ritter in der Professional Lighting Design, Ausgabe März/April 08