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Wirklich Schade Herr zu Guttenberg


Montag, Juni 1, 2009

Jetzt also ist Opel Chefsache. Wenn Logik und Vernunft zu einer anderen Aussage kommen, dann entscheidet die Kanzlerin Angela Merkel über Ihren Kopf hinweg?  Welche Kompetenz hat man als Bundesminister eigentlich?

Sie helfen nun kraft Ihres Amtes 1,5 Milliarden Euro (verständlicher dargestellt: 1500 Millionen Euro) bei Opel zu versenken, obwohl Sie bereits jetzt absehen können, dass dieses Vorhaben floppt und den Steuerzahler noch viele weitere Millionen kosten wird?

Sie haben kein verbindlichen und unterzeichneten Vertrag, nur drei DIN A4-Seiten Absichtserklärungen und Ministerpräsidenten wie Koch und Rüttgers, die rumlaufen und erzählen sie hätten Opel gerettet. Selbst Peter Zwegat würde Sie für diesen Fehlschlag vermutlich sehr unfreundlich ansprechen…

In Ihrer Position hätte ich stilvoll den Rücktritt eingereicht und dem aktuellen Obama-Imitator, Arbeiterführer, Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Herrn Steinmeier das Feld überlassen. Aber nicht verzweifeln. Auch Kirchhoff und Merz haben sich mit sachlich richtigen Konzepten nicht durchsetzen können.

Ist das deutsche Wahlvieh wirklich so blöd? Ich bezweifle das ja immer noch. Bisher hatte ich ja wirklich noch Hoffnung, hinsichtlich Ihrer Person und der von Herrn Steinbrück. Sachlich sinnvolle Entscheidungen, wenig Wahlkampf war mein Eindruck. Aber gegen die Entscheidung vom „Chef“ kann man halt nichts machen…

Dabei weiß jeder Bürger, dass zum Beispiel ein attraktives Ladenlokal in der Innenstadt nicht lange leer steht. Nur Läden in schlechter Lage oder mit wenig spannenden Artikeln suchen verzweifelt Nachmieter und neue Konzepte, wie Opel oder Hertie eben. Nur halt etwas spät…

Noch ein greifbares Beispiel: Wenn mein Kaffeebohnen-Lieferant nun plötzlich sein eigenes Café eröffnet, dann suche ich mir als erstens einen neuen Lieferanten. Ich vermute aber,  darüber hat man bei Magna schon nachgedacht.

Noch eine Frage an die Politiker, welche so sehr für die Managerhaftung plädieren. Ist auch so etwas wie eine Politikerhaftung angedacht? Also für jene Politiker, die wegen eines möglichen Wahlergebnisses, wissentlich wirtschaftlich falsche Entscheidungen treffen.

Ich wähle jetzt mal FDP und Herrn Westerwelle, und direkt bei der Europawahl fange ich mit Koch-Mehrin an. Westerwelle hält sich wenigstens bisher an seine eigenen Ankündigungen. Und trotz meiner Sympathien für die Grünen sieht mir Reinhard Bütikofer doch gerade etwas zu gemütlich aus.

Trauerfall Opel


Montag, März 2, 2009

Die Bundestagswahlen im September diesen Jahres werfen bereits jetzt große Schatten. Die älteren unter uns erinnern sich sicherlich noch an unseren Außenminister Franz Walter Steinmeier.

Obwohl er diese Tätigkeit ja eigentlich noch bekleidet, gewinnt man beim Betrachten der Nachrichten eher den Eindruck das unser Land um einen weiteren Arbeiterführer reicher ist. Auch die Untertitel weisen ihn nicht mehr als Außenminister aus, sondern als Kanzlerkandidat.

Hatten wir nicht mal einen Kanzlerkandidat namens Kurt Beck? Und hat man diesen Mann nicht ziemlich übel aus dem Amt geschubst? Und wer hat sich dann erbarmt, und sich freiwillig zur Verfügung gestellt um das Land zu retten? Wieder unser Außenminister, bzw. Kanzlerkanidat.

Und schon sind wir bei Opel, wo man Öffentlichkeitswirksam noch ein paar Milliarden Steuergelder versenken könnte. Macht aus kaufmännischer und wirtschaftspolitischer Perspektive vielleicht wenig Sinn, aber wenn es Stimmen bringt scheint dies egal zu sein.

Da wundert man sich schon etwas, wenn auf der einen Seite über die bösen und raffgierigen Manager hergezogen wird, die augenscheinlich das Land beherrschen, und anderseits auf höchster politischer Ebene genau die individuellen Vorteile verfolgt werden, die man bei den anderen kritisiert.

Das viele Bewohner dieses Landes nicht besonders politisch interessiert oder aktiv sind, kann man den Menschen wegen der ewigen Parteiquerelen nicht einmal übel nehmen. Aber die Leute sind kein dummes Wahlvolk, was sich vermutlich in den Ergebnissen der Wahlen im September reflektieren wird.

Diese Tatsache konnte man meines Erachtens schon in den Gesichtern der Zuhörer lesen, die an der Kundgebung in Rüsselsheim teilnahmen bei der sich Frank Walter Steinmeier für Opel stark gemacht hat.

Dort waren eine Menge desinteressierte Gesichter zu sehen, in denen man als Zuschauer glaubte das Wort „Schwätzer“ lesen zu können. Wenn man aber bei Opel beschäftigt ist, denkt man sich vermutlich seinen Teil und hofft das die Arbeitsplätze irgendwie erhalten bleiben.

Und anstelle nun überparteilich die real existieren Probleme anzugehen, neigen viele Parteien leider dazu die „wahren“ Probleme im September zu bekämpfen.

Und das mit mächtig Steuergeldern, und dem Staat als Unternehmer. Hätten wenigstens die Landesbanken, also die, die  unter staatlicher Führung Milliarden versenkt haben einen guten Job gemacht könnte man sich ja noch überzeugen lassen. Aber so wie sich die Situation gerade darstellt, könnten die Nachrichten zu 20 jährigen Mauerfall, die vom NDR und der Sendung Extra 3 als Satire gedacht waren, bittere Realsatire werden.

http://www.youtube.com/watch?v=t1yZFXVoLrw