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Bratwerk – Currywurst vom Sternekoch


Samstag, Oktober 24, 2009

Bratwerk

Mario Kotaska auf erweiterten Wegen. Der Sternekoch und  ehemalige Kochprofi bei RTL 2, aktuell mit den bekannten Kollegen als einer der Küchenchefs bei VOX zu betrachten, hat sich hier in Köln ein weiteres kulinarisches Standbein geschaffen:

Lange nicht mehr gehabt… und doch vermisst??? … Currywurst, Bratwurst, Krakauer und Schaschlik… habt Ihr vergessen, wie geil das schmecken kann???…

dazu frische, knusprige Brötchen, geile Pommes, Zwiebelringe oder mehr? Imbissklassiker in Top-Qualität mit Saucen und Gewürzen von Sternekoch Mario Kotaska! Und was dazu?… Cola, Limo, Kölsch oder doch „Fump“?… oder auch nen Schampus??? Bei uns kein Problem! Jeder wie er‘s mag… oder`s eben grad mal braucht!… kurz ums Eck?… Kippen holen war gestern!… lasst Euch unterhalten und genießt bei uns zusätzlich Fußball, Formel 1, Eishockey, Basketball u.v.m… alles live auf Premiere!… und Handball gibt‘s natürlich auch von den Öffentlichen … ja, ja, ja … ab 25. Oktober natürlich auch Die Küchenchefs…
🙂 Musik, Spaß und (fast) alles was Ihr sonst noch wollt…

…eben Imbiss-Spaß für alle im bratwerk!

LightLife macht bei der Rezession nicht mit…


Freitag, Dezember 26, 2008

Natürlich wäre es eine leicht „blauäugige“ Einschätzung, wenn wir die Ereignisse in der Welt einfach ignorieren, und uns der Meinung hingeben, dass uns dies in Köln alles nichts angehen würde. Aber man kann sich die Welt auch schlecht reden…

Wo bitte sind die positiv eingestellten Menschen, die dazu beitragen etwas Optimismus zu verbreiten? In den Nachrichten finden sich oft nur die Finanzstrategen, also der Teil der Bevölkerung der mit seiner weitreichenden Kompetenz dazu beigetragen hat, dass wir uns nun nach der anfänglichen Finanzkrise mit einer prognostizierten Weltwirtschaftskrise rumschlagen sollen. Da machen wir doch gar nicht erst mit…

Leider hat der Drang nach der Anhäufung von Geld unangenehme Formen angenommen. Die Sozialkompetenz bleibt weltweit stellenweise wirklich auf der Strecke. In Köln gibt es die Lebensweisheit: „Man muss och gönne könne“, was soviel bedeutet wie, dass man nicht immer nur das eigene Wohl anstreben, sondern auch verteilen sollte wenn man die Möglichkeit dazu hat. Am sympatischsten hat diese Aussage der Inhaber des kleinen türkischen Imbisses auf der Venloer Strasse demonstriert, den wir so gerne besuchen und bei dem in den Abendstunden immer mehr Menschen auflaufen und nach Essbarem fragen, was er nicht verkaufen konnte.

Während des normalen Tagesgeschäftes kam spontan jemand rein und schilderte etwas beschämt und zurückhaltend, dass er Hunger habe, aber kein Geld. Ohne große Worte gab es einen kostenlosen Dönerteller mit Reis und Salat. Als der Gast sichtlich erfreut und gesättigt den Imbiss wieder verlies, und ich den Inhaber anerkennend auf die Situation ansprach erklärte er: „Weist Du! Man kann nicht immer nur in Tasche stecken. Irgendwann stehst Du vor liebe Gott, und fragt Dich dann, was Du gemacht hast in Leben“. Wegen solchen Menschen lieben wir Köln.

Innerhalb der LightLife haben wir den Eindruck, dass es weder unseren Kunden noch uns bisher schlechter geht. Genau genommen gibt es ein einziges Bauvorhaben, welches um ein Jahr verschoben wurde. Also noch kein Grund zum Trauern. Und nüchtern betrachtet, mussten wir auch in diesem Jahr wegen Mangel an freien Kapazitäten einige spannende Anfragen verneinen. Sollten wir also im kommenden Jahr weniger absagen müssen, kann uns dies in der Summe auch wieder egal sein.

Deutschland verfügt hervorragende Technologien und gut ausgebildete Menschen. Egal wo man in dieser Welt unterwegs ist, hört man von den Menschen vor Ort immer wieder respektable Worte zu deutschen Produkten und deren Qualität. Was soll also diese permanente Jammerei? Gut, ich gebe zu wir bauen in der LightLife keine Autos, aber diese blödsinnige Idee herkömmliche Glühbirnen weltweit zu verbieten könnte uns wirklich mal hart treffen.

Was die Hersteller von Kraftfahrzeugen betrifft frage ich mich, ob die Krise nicht eher eine Chance darstellt. Mal angenommen das Ford, Chrysler und General Motors wirklich die Produktion einstellt, weil diese 12-Zylinder-Umweltvernichtungsmaschinen alles andere als zeitgemäß sind. In diesem Falle wird der durchschnittliche Amerikaner bestimmt nicht dem Auto entsagen. Wäre auch wirklich zu viel verlangt. Jeder der schon einmal Amerika außerhalb von New York besucht hat, der weis das nicht nur die Strassen deutlich breiter sind, sondern auch der Weg zum Nachbarn weitaus großzügiger ausfällt als in unseren Landen. Und mit dem öffentlichen Nahverkehr sieht es auch nicht so prickelnd aus. Und sollten die drei genannten Hersteller der Produktion von Kraftfahrzeugen tatsächlich entsagen müssen, so stehen die Türen für Produzenten vom kleinen Smart bis zur komfortablen Oberklasse doch weit offen. Ich würde den Amerikanern zwar wirklich gerne eine „Generation Golf“ ersparen, aber wenn es der deutschen Wirtschaft helfen würde, könnte ich auch damit leben.

Viel tragischer ist die Entwicklung hinsichtlich der konventionellen Glühbirnen. Begleitet von großer Medienunterstützung laufen die Menschen jetzt doch wirklich durch die Gegend und glauben tatsächlich, das der Kauf und die Nutzung einer sogenannten „Energiesparlampe“ etwas sinnvolles wäre. Wirklich erstaunlich wie leichtgläubig die Menschen, und wie überzeugend die Medien sind. Da wandern nun unter dem Deckmäntelchen der Energieeinsparung jedes Jahr nicht nur mehrere hundert Kilogramm reinstes Quecksilber in den Hausmüll. Eure Kinder werden es Euch mal sehr danken.  Über die Lichtqualität möchte ich mich hier gar nicht auslassen. Am deutlichsten hat es Ingo Maurer  in der Süddeutschen Zeitung beschrieben: „Ein Boom für Psychiater“. Ihr Menschen könnt ja testweise mal Eure Weihnachtsbäume mit diesen Energiesparwundern bestücken. Die „besinnlichen“ Tage sind ja eh in Kürze vorbei, dann habt Ihr schon einmal eine Vorahnung wie es werden könnte. Hätten uns die Herren und Damen der Politik doch zeitgleich mit dieser „emotionslosen“ Gesetzgebung wenigstens eine Pfandregelung für diesen Leuchtmitteltyp verordnet, wäre es ja halb so schlimm. Aber so ist das Verbot ziemlich unsinnig und wenig ausgereift. Wir sehen derzeit noch keine alternative zur herkömmlichen Glühbirne und werden uns mächtig etwas auf Lager legen. Ähnlich einfühlsam gehen wir mit den Rezessionsandrohungen um. In diesem Jahr zumindest konnten wir im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten unserer soziales Engagement (Hannah-Stiftung und Kronos e.V.) noch finanzieren, und derzeit sieht es für das nächste Jahr nicht schlechter aus. Und natürlich gönnen wir uns am Jahresende auch immer eine schöne Weihnachtsfeier.

Mario Kotaska

Mario Kotaska

Wie ich es von meinem alten Meister (Wer gut arbeitet muss auch gut Essen!) übernommen habe, waren wir dieses Jahr traditionell im La Societe (Für Nichtkölner: Wenn man in Köln etwas zum zweiten Mal macht = Tradition) und haben uns von den Küchenchefs Mario Kotaska und Dominic Jeske kulinarisch verwöhnen lassen. Besonder Dank noch einmal an Restaurantleiter des Abends Sascha Bauer, sowie das komplette Team für einen mehr als gelungenen Abend, bei perfektem Service. Wer seinen Kollegen und sich mal etwas richtig gutes gönnen möchte, dem sei folgendes Menue ans Herz gelegt:

Amuse gueule

~

Garnele So und So mit Schweinecrossie,

Topinambur und grünem Apfelchutney

~

Kabeljau im Lardo gebraten

auf geräuchertem Kartoffelrisotto und Estragon

~

Fruchtiges Intermezzo

~

Brust und Keule von der Oldenburger Ente

mit Ingwer-Rotkraut und Petersilienpurée

~

Lauwarmes Schokoladentörtchen mit Bratapfel-Rahmeis

und Cassis-Zabaglione

Also liebe Rezession, abschließend hoffen wir das Du uns auch zukünftig erspart bleibst. Und wenn Du uns besuchst, dann haben wir vorher wenigstens verdammt gut gegessen. Und mit gefülltem Bäuchlein werden wir schon mit Dir fertig. In diesem Sinne auf ein ereignisreiches 2009!

Für Nichtkölner gibt es die kulinarischen Köstlichkeiten auch in gedruckter Variante. Leider mit dem Nachteil das dieses Druckwerk vom Leser eine gewisse Aktivität verlangt, bevor man sich an gefüllten Tellern erfreuen darf.