Skip to Content Skip to Search Go to Top Navigation Go to Side Menu


KLEE – „Aus lauter Liebe“


Montag, August 29, 2011

Wirklich nicht ganz einfach das neue Album von Klee am Erstverkaufstag auf konventionelle Art zu erwerben, sprich es einfach im Fachhandel zu kaufen.

Der erste Versuch im Brühler Promarkt scheiterte daran, dass laut Lieferschein ein Exemplar (in Zahlen: 1 Stück) der normalen CD an Lager sein sollte, dieses sich aber als unauffindbar erwies. Nicht so tragisch, da ich mich ohnehin bereits für die Deluxe-Variante, inklusive einer DVD mit Bewegtbildern entschieden hatte. Danach noch schnell einen Versuch im Saturn im etwas großzügigeren Rhein-Center in Köln Weiden. Und, wer sagt es denn…

Mein Blick fällt auf einen kleinen Stapel mit ca. 10 Alben, alles andere wäre ja auch erstaunlich bei einer Kölner Band. Aber weit und breit wieder keine Deluxe-Ausgabe. Der wirklich hilfsbereite Mann am Counter prüfte dann für mich auch gleich wieder den Wareneingang und versicherte mir, dass zwei Deluxe-Alben eingetroffen sind. Die Vorfreude wuchs und man ging gemeinsam auf die Suche. Zielstrebig zeigte ich ihm den Stapel mit den normalen Alben, worauf er gekonnt unter den Stapel griff und mir die gewünschte Deluxe-Edition in die Hand drückte. Danke noch mal der Herr…

Nach so langer Pause war das Interesse am kompletten Werk doch mächtig gewachsen. Nicht nur weil es jede Woche auf der Bandwebsite eine Hörprobe eines neuen Titel gab, nein als offizieller Eigentümer des Albums gibt es sogar etwas zu Essen…

Da lag nun das Album auf meinem Schreibtisch. Köln, Freitag 15:30 Uhr, die Frisur sitzt, gute Laune im Büro. Zusätzlich eine äußerst günstige Personalsituation um die noch Anwesenden zu fragen, ob ich vielleicht kurz einmal die neue Klee-CD einlegen dürfte. Mit einem weiteren Herrn und drei gefühlvollen Damen erschien mir die Wahrscheinlichkeit recht hoch ein OK zu erhalten, was mir bei Simply Red grundsätzlich verwehrt bleibt.

Nach den ersten Tönen ereilte mich von gegenüber ein „Das ist aber einschläfernd“, eine Anmerkung die ja noch einen gewissen Interpretationsspielraum lässt. Als dann aber eine der Elfen aüßerte „Das klingt aber verdammt nach ich + ich“ fühlte ich mich persönlich angegriffen. Die anderen beiden sagten dann lieber nichts, was ja manchmal auch viel sagt.

Tja, was soll ich sagen… Leider haben die Damen nicht unrecht, dass Album ist bis auf wenige Ausnahmen eine völlige Enttäuschung. Statt „Aus lauter Liebe“ hatte man das gepresste Ergebnis besser „Abschied“, „Trennungsschmerz“ oder „Heul doch“ genannt.

Es fehlt diesmal wirklich an Optimismus und Freude. Die Texte bei einigen Titeln eine vertonte  Jammerei, bis hin zu frustriertem verbalem Kitsch. Da erzähl mir doch noch einmal jemand, dass auffällige äußere Veränderungen einfach nur schick seinen, und keinerlei Veränderung signalisieren.

Das Beste am neuen Deluxe-Album ist die beigefügte DVD, die einen Konzertmitschnitt in schönen schwarz/weiss-Bildern, sowie Titel aus älteren Alben beinhaltet.

Obwohl stimmt nicht ganz… Klee hat sich für seine Fans noch etwas Originelles einfallen lassen, was hier nicht unerwähnt bleiben sollte.  Am Freitag, den 02.09., veranstaltet die Band im Gebäude 9 ein „KLEE-Record-Release-Sommerfest“. Das Album gilt hier als Eintrittskarte. Klee wird laut Ankündigung ihrer Website „live einige alte und neue Lieder spielen, aus dem Studio-„Nähkästchen“ plaudern, mit euch grillen, Weinchen oder Bierchen trinken und was immer sonst der Abend bringt.“

Respekt, dass ist echt mal ein Angebot. Aber bei genauerer Überlegung komme ich zu der Überzeugung, den nächsten Freitag irgendwie anders zu gestalten.

Die Vorstellung eventuell auf eine Gruppe selbstmitleidiger Menschen zu treffen, die statt Kölsch lieber grünen Tee konsumieren, und sich von zu Hause ein paar leckere Grünkernbratlinge mitgebracht haben, erscheint mir nicht abwegig. Da bestelle ich mir bei Stefanie im Gregor´s doch lieber gleich ein ordentliches Steak. Eine Enttäuschung reicht ja erst mal…

Das Leben ist schön! …und voller Überraschungen!


Sonntag, August 8, 2010

Welch Freude!  KLEE hat offensichtlich das neue Album fertig. Ein richtig gutes Stück Elektropop, oder wie immer man das heute auch genau kategorisiert. Doch auf der Website lässt sich keine Information über eine neue CD finden… Also schnell ein Blick in die WDR2-Playlist…

Nena – Geheimnis? Ist ja ein Ding… Das ich mich für Nena begeistern konnte, muss gute 25 Jahre her sein. Respekt, dann gönne mir doch noch einmal eine Nena-CD…

Die beste Tonqualität, der ab dem 03.09.2010 erhältlichen Single findet sich derzeit bei Youtube auf dem Selfmade-Video von zwei jungen Elfen:

http://www.youtube.com/watch?v=p4kTGF7TPF8

Zum aktuellen Zeitpunkt dann eben doch noch kein neues KLEE-Album… Die Band-Website verweist via Twitter aber auf einen KLEE-Konzertmittschnitt vom CSD in Berlin. Und welch Überraschung…  Sängerin Suzie Kerstgens hat wieder längere Haare!

Die Freude war jedoch nicht von langer Dauer, denn am gleichen Tag wurde noch ein Interview mit 1Live für die Sendung EinsWeiter ausgestrahlt – wieder mit Scheidungsfrisur…  Irgendwie passt da etwas nicht zusammen…  Und es wächst die Erkenntnis, dass man als Kerl und Augenmensch doch immer schnell zu täuschen ist.

Die größte Überraschung lieferte aber erneut der Konzertmittschnitt aus Berlin, in dem nach Klee, Hard Ton die musikalische Unterhaltung des Publikums übernahm.

Die Herren, deren Sänger gut der Bruder von Beth Ditto sein könnte, sind optisch und akustisch ein absoluter Oberbrüller. Kreativ, variantenreich und originell:

Das ist doch mal eine Show… Auf das die Herren bald auf DVD erhältlich sind…

Kölner KLEE und Jasminblumen in Zhongxian


Sonntag, Juni 28, 2009

Die Frisur von Suzie Kerstgens wird nicht besser, und macht mir wirklich immer noch zu schaffen. Aber die Band und Ihre Aktivitäten bzw. deren Darbietungen sind überzeugend. Neben den Erläuterungen auf der offiziellen KLEE-Website, findet sich in einem Portal der WAZ eine Art Tourtagebuch der ereignisreichen Reise.

Als interessierter Leser kann man dort individuelle Details dieser China-Tournee nachlesen. Und das lesen macht richtig Spaß. Zum einen, weil die ausführlichen Reiseberichte und Erlebnisse für Leser attraktiv geschrieben sind, und zum anderen weil bei Menschen die  schon einmal nach China gereist sind, sicherlich zahlreiche Erinnerungen wach werden.

Besonders erkennbar werden in den Beschreibungen nicht nur, die aus Kölner Sicht teilweise absurd hohen Zuschauerzahlen und Plakatformate, es wird auch deutlich das der „Deutsche“ im Ausland oft ganz anders wahrgenommen wird als wir uns das manchmal so vorstellen. Und man kann, wache Augen vorausgesetzt, auf Reisen eine Menge über fremde Kulturen und Verhaltensweisen lernen.

Mit der Lektüre der Reiseberichte wird weiterhin verständlich, wie wohl die Interpreten von KLEE an Ausgangsmaterial für ihre intensiven und vielfach  emotionalen Texte kommen. Die Dame und die Herren scheinen offensichtlich interessiert an Kulturen,  Themen und Ereignissen, die dann freudig uns ausführlich geschildert werden.

Und der Wunsch etwas von den fremden Welten aufzunehmen, und zeitgleich etwas zu schenken, sowie zu begeistern, wird durch die Interpretation eines chinesischen Kinderliedes  mehr als deutlich.

Klasse KLEE!