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Und wieder Hong Kong…


Sonntag, Februar 7, 2010

In aller Regel versuche ich ja Flüge zu vermeiden. Aber hier und da geht es gerade nicht anders. Also letzte Woche ein erneuter kurzer Ausflug nach Hong Kong. Aus der Schneewüste Köln mit dem ICE (der natürlich wetterbedingt Verspätung hatte…) zum Frankfurter Flughafen. Dann mit Cathay Pazifik schlanke elf Stunden Flugzeit bis Hong Kong. Zwei Tage Aufenthalt, und wieder zurück nach Köln, wo man dann erneut wieder im Schnee steht und friert.

Der Hinflug war bis auf die neuen Sitze recht angenehm. Neuerdings lassen sich die Rückenlehnen nicht mehr verstellen. Dafür rutscht nun die Sitzfläche nach vorn. Wirklich völlig unerträglich, und ein wirkliches Argument vielleicht doch einmal Business Class zu fliegen. Da habe ich nur das Problem, dass ich mir in Sekundenschnelle ausrechne, wie viele Steaks man für den Aufpreis essen könnte, und buche dann doch die Holzklasse.

Kurz nach dem Start und gerade über den Wolken, gesellt sich wie bei jedem Abflug, erst einmal Reinhard Mey zu mir.  Dieser Ohrwurm aus dem Jahr 1974 ist wirklich unverzichtbares Kulturgut.

1974? Das ist wirklich ein paar Tage her. Was ich da wohl gerade gemacht? Hier die Lösung:

Das eigentlich erstaunliche an dem Titel ist aber, dass wenn man intensiv dem Text lauscht, bemerkt das er den gerade abfliegenden Flugzeugen nur zuschaut anstatt sich selbst in die Ferne zu bewegen.

Kurz nach dem Start durfte ich mich erneut an den zierlichen Stewardessen von Cathay Pazifik erfreuen.

Das sind wirklich die einzigen Flüge bei denen man beobachten kann, dass während der Ausgabe der kulinarischen Köstlichkeiten, die Damen die handbreite Lücke zwischen Sitzreihen und Schiebecontainer problemlos zur Passage nutzen können.

Am Flughafen Hong Kong angekommen schaute ich zu meiner ersten Verwunderung in zwei auffällig positionierte Kameras. Beim passieren erkannte ich das es sich um Wärmebildkameras handelte, was ganz gut zu der „Swine flu“-Broschüre passte die man mir bereits beim Ausstieg überreichte.

Im Gegensatz zu unseren Landen, nimmt man dort die diversen Erkrankungen deutlich ernster. Neben vielen Menschen mit Gesichtsmaske finden sich hier vor manchen Aufzügen Geräte mit denen man sich die Hände desinfizieren kann. Im Inneren des Aufzugs waren dann alle Tasten mit größeren Folien überklebt, begleitetet von dem Hinweis das diese stündlich desinfiziert werden.

Der Aufenthalt war diesmal sehr angenehm. 21 Grad und Sonnenschein, keine Schwallluft. Am Flughafen bieten diverse Hotels Ihre Dienste an. So auch das Hyatt-Hotel in dem ich residieren sollte. Eigentlich wollte ich an dem Schalter nach dem schnellsten Weg ins Hotel fragen, aber ehe ich mich versah, leitete mich ein netter Herr zu einem Linienbus der mich umgehend vor mein Hotel chauffierte.

Etwas irritiert war ich ja schon als ich bemerkte das ich der einzige Fahrgast war, aber es gibt unangenehmere Situationen im Leben.

Im Hyatt eingetroffen konnte ich mich neben dem Ausblick aus meinem Fenster gleich noch an der Architektur des Hotelzimmers erfreuen.

Da hat wirklich mal jemand nachgedacht. Wo sonst eine massive Wand das Bad und die Dusche vom Zimmer trennt, hatte man hier ein große Glasscheibe integriert.

Durch diese Konstruktion konnte man vom Bett ins Bad schauen und aus der Badewanne immer noch die Nachrichten auf CNN verfolgen. Mal ganz abgesehen vom angenehmen Tageslichteinfall, während ich das ersehnte Duschbad genoss.

Sehr angenehm alles, viel gutes Essen, angenehme Menschen und beeindruckende Bauten. Schon eine andere Wohnlandschaft im direkten Vergleich zu Brühl. Mal so im Kopf überschlagen, passen sämtliche Einwohner von Brühl ganz entspannt in zwei dieser dort üblichen Wohnhäuser.

Und noch ein persönliches Highlight. Nachdem das Arbeitspensum absolviert war knurrte wieder der Magen, so dass schleungst ein Restaurant aufgesucht werden mußte. Den Weg dorthin bewältigten wir an diesem Abend mit mehreren Fahrzeugen.

Ein Kollege, der inzwischen nicht nur vor Ort wohnhaft ist, sondern auch über seinen eigenen PKW verfügt karrte mich bei Dunkelheit mit seinem Porsche durch Hong Kong. Und ich muss wirklich eingestehen, dass hatte etwas, was was mir sehr zusagte…

Antonius erneut in Hong Kong


Montag, Juni 30, 2008

Hong Kong
Der letzte Besuch in dieser Stadt liegt gute zehn Jahre zurück. Seinerzeit war es eine Zwischenstation auf dem Wege zu einer Probebeleuchtung in nach Kaohsiung/Taiwan. Eigentlich hatte ich wenig Motivation Hong Kong erneut aufzusuchen. Nicht nur, dass man mich mit langen Flugreisen inzwischen wenig begeistern kann, auch meine Erinnerungen an die Stadt sind nicht die besten. Schließlich dauerte der damalige Besuch knapp 14 statt der geplanten vier Tage. Begonnen hatte das Drama schon mit einer abenteuerlichen Landung auf dem alten Flughafen Kai Tak. Da ist der direkte Vergleich mit schwindelerregenden Attraktionen eines Freizeitparks wirklich angebracht. Bei unserem Kunden in Taipei stellte sich dann heraus, dass meine Scheinwerfer auf dem Versandwege aus einem unerklärlichen Grunde in Kuala Lumpur verschwunden waren. Mein Freund und Kollege Andy Pivec aus Wien setzte damals alles in Bewegung um mir neue Geräte zukommen zu lassen. Die Wartezeit in Taipei wurde mir dann auch gleich mit einem ersten Taifun versüßt. Bei der Gelegenheit lernte ich dann auch gleich das ein Taifun ein recht großes, dafür aber beinah windstilles Loch in der Mitte hat, und man besser nicht Einkaufen geht weil man der Meinung ist, dass Gewitter sei vorbei. Nun ja, um die Geschichte nicht zu sehr ausschweifen zulassen hier noch in aller Kürze die weiteren Ereignisse. Die neuen Scheinwerfer erreichten mich schließlich mit Transportschaden, und das Probeleuchten verlief mit weiteren Taifunausläufern auch wenig erfreulich. Endlich wieder am Flughafen Hong Kong funktionierte dann wenigstens wieder mein Telefon. In einem der ersten Telefonate mit der vertrauten Heimat teilte mir meine damalige Frau dann auch direkt mit, dass Ihr das Eheleben mit mir auf Dauer echt zu anstrengend sei. Nun ja, kürzlich erreichte mich dann eine Einladung der Firma Traxon Lighting Technologies, die mich mit weiteren 30 Lichtdesignern zu einem VIP-Event einlud. Neben der Vorstellung von äußerst spannenden neuen LED-Produkten lockte man mit der Möglichkeit, persönliche Bekanntschaft mit populären Lichtdesignern aus über 20 Ländern zu machen. Darüber hinaus drohte man mit mehrmaligem gutem Essen, sowie Projektbesichtigungen in Macao. Da fiel die Entscheidung Teilnehmer der Veranstaltung zu sein wirklich nicht schwer, auch wenn es wieder Hong Kong war. Traxon möchte in den nächsten Jahren der führende Hersteller von LED-Technik bei Architekturanwendungen sein. Über das bisherige Produktportfolio des Herstellers kann man ja schon nicht jammern. Die Strategie, sich die Meinung und Wünsche von Lichtdesignern einzuholen, kannte ich in dieser intensiven Form aber bisher nicht. Einladungen, neue Produkte und Essen gibt es ja häufiger. Bei dieser Veranstaltung gewann ich aber den Eindruck, dass die Meinungen der Lichtdesigner und Lichtplaner in aktuelle und zukünftige Produktlinien einfließen werden. Welche Innovationen uns dort vorgeführt worden sind, beschreibe ich in einem separaten Beitrag noch ausführlicher.
Das Leben in Hong Kong ist nicht nur wegen der eigentlich schwalligen Luft nicht immer ganz angenehm. Im direkten Vergleich mit Köln wo sich ca. 2450 Einwohner einen Quadratkilometer teilen, sind es in Hong Kong bereits 6350 Einwohner je Quadratkilometer, aber bei insgesamt sieben Millionen Menschen in der Stadt. Die Wohnviertel sehen in etwas so aus als würde man das Kölner Uni-Center etwas höher bauen und ca. 20 mal nebeneinander aus dem Boden schießen. Hier noch schnell ein paar Visuelle Eindrücke… Hatte ich schon erwähnt das es auch wieder einen Taifun gab? Das Wetter in Hong Kong ist nicht immer so Wolkenbeladen wie auf dem oberen Bild, es handelt sich um die Ausläufer von Fengshen.

Taifunwarnung im Restaurant

Wohnen in Hong Kong 1

Wohnen in Hong Kong 2