Skip to Content Skip to Search Go to Top Navigation Go to Side Menu


Das Bratwerk in Brühl


Montag, Februar 15, 2010

Das Leben ist zeitweise sehr gemein. Genau genommen heute und die letzten Tage. Die Menschheit außerhalb von Köln wird nicht nachvollziehen können, wie man sich fühlt wenn man an Karneval aus beruflichen Gründen kein Kölsch trinken kann.

Genau genommen muss man in diesen Tagen die Öffentlichkeit meiden, und sich im Büro einschließen um nicht unangenehm aufzufallen, so wie ich heute und die letzten Tage die Sachlage auch gemeistert habe.

Ziemlich hungrig auf dem Rückweg in die heimische Provinz erblickte ich dann aber kurz hinter dem Eisenwerk ein mir bekanntes Logo. Ob ich mich versehen habe?

Wenden, und zur Sicherheit noch einmal schauen. Nein, da steht es wirklich – Das Bratwerk!

Wenn das keine Belohnung für die Enthaltsamkeit ist. Wie im richtigen Leben. Wenn ich es nicht zum Bratwerk schaffe, dann kommt das Bratwerk halt zu mir. Das Jungendkulturhaus CULTRA verweigerte sich nicht dem Karnevalssonntag, der Tag an dem in Brühl immer der “D`r Zoch kütt!”, und feierte diesen Tag mit reichlich Kaltgetränken.

Also raus aus dem Auto und ran an die Currywurst. Von Mario war nichts zu sehen, aber die Currywurst eine echte Belohnung. Noch nicht ganz aufgesessen, kam Dominic um die Ecke, mit der Frage wo genau wir hier denn wären? Mario saß  im Taxi, konnte dem Fahrer aber in Ermangelung des Straßennamens nicht genau erklären, was das finale Ziel der Fahrt sein sollte…

Jetzt musste ich aber echt aufpassen, dass dieser Abend nicht doch noch  spaßig werden würde. Also besser schnell weg… Zwei Meisterköche in einer Bratwurstbude – am äußersten Rande von  Brühl. Das Leben ist doch voller Überraschungen.

Da gönne ich mir zum Abschluss des Tages jetzt doch noch ein Glas Rotwein, um dann bei einer dieser Kronzucker-Dokumentationen auf N24 sanft zu entschlafen. Schließlich geht dieses Martyrium noch bis Mittwoch. Erst nach Aschermittwoch kehrt rund um Köln wieder so etwas wie Normalität ein, oder das was man in und um Köln dafür hält.

Share

Das hat aber ein “Geschmäckle” Commerzbank…


Samstag, Februar 14, 2009

Wenn man von einer Bank Geld bekommen kann, dann stehe ich wirklich gerne in der ersten Reihe. Im Gegensatz zu meiner Oma, betrachte ich Banken nicht als Institutionen, sondern als Dienstleister.

Als die Commerzbank vor knapp drei Monaten das Angebot offerierte, Neukunden € 50,- zu zahlen wenn man ein Einkommen von monatlich mindesten € 1.500,- vorweisen kann und sein Gehaltskonto zur Commerzbank verlagert, konnte ich nicht widerstehen. Da € 50,- immerhin DM 100,- entsprechen, für die man sich nicht weiter anstrengen muss, greift man da doch gerne zu. Bei der Filiale Brühl lud auch gleich eine Schrifttafel in der Fußgängerzone zu Beratungsgespräch ein. Leider klappte das mit der persönlichen Beratung nicht spontan, so dass ich mich im Internet näher informierte und die entsprechenden Papiere vorbereite.  Dann schnell wieder zur Commerzbank, inklusive Kopien von drei Gehaltsbescheinigungen für den Dispositionskredit, und der Vorgang schien erledigt. Nach knapp sechs Wochen fand ich auch die versprochene Gutschrift in Höhe von € 50,-. Vielen Dank an dieser Stelle.

Was mich dann etwas verärgerte war, dass gleich die erste Abbuchung des Hausgeldes für meine neue Wohnung platzte. Wie peinlich ist das denn bitte? Man kauft eine Wohnung, und kann dann gleich das Hausgeld nicht zahlen, weil das Girokonto dann um ca. € 100,- überzogen wäre.  Also wieder in die Brühler Filiale der  Commerzbank und mal Nachfragen, weswegen genau ich Kopien von meinen Gehaltsbescheinigungen eingereicht habe. Der Kundenberater war recht freundlich und korrigierte den Vorgang umgehend zu meiner Zufriedenheit. Noch einmal vielen Dank.

Als ich dann letzte Woche meine Kontoauszüge studierte, wunderte ich mich erneut. Da fand sich eine Abbuchung in Höhe von € 5,- mit dem sinngemäßen Hinweis: “Nicht eingelöste Lastschrift mangels ausreichender Deckung”.

Das konnte ich mir aber nicht erklären, da der Bundesgerichtshof (BGH) bereits im Jahr 1997 (also vor zwölf Jahren) entschieden hat, dass derartige Gebühren nicht erhoben werden dürfen. Kann man auch heute noch überall im Internet nachlesen. Zum Beispiel hier, auf den Veröffentlichungen von Spiegel Online.

Also umgehend erneut beim Kundenberater der Commerzbank via Mail nachgefragt, wie genau der Betrag den Zustande kommt? Eine Antwort auf meine Anfrage hat mich bisher nicht erreicht, aber nach zwei Tagen waren die € 5,- wieder auf meinem Konto.

Sicherlich hat Euch die Bankenkrise hart erwischt, aber eine Kompensation auf diesem Wege halte ich nicht für geeignet. Wie den Medien zu entnehmen ist, liegt eine der wesentlichen Ursachen im Vertrauensverlust. Und wenn Ihr Euren Kunden ungerechtfertigte Gebühren abbucht, und die Beträge erst erstattet wen sich jemand beschwert, dann ist Eure Praxis die hoffentlich ein erneut “ein Versehen” war, keine Investition in das so dringend benötigte Kundenvertrauen.

Share

Die Deutsche Bank beeindruckt nachhaltig…


Samstag, Februar 14, 2009

Das ich mich hoffentlich bald an diversen neuen Tapetendekoren erfreuen kann, habe ich hier ja schon ausreichend kundgetan. Meine schöne Altbauwohnung von 1901  habe ich inzwischen verlassen, und Herr Düster hat mir auch bereits mein “Kautionssparbuch”, welches nun knapp sieben Jahre in seiner Obhut verweilte, wieder ausgehändigt.

Nicht das ich dem Gedanken an enormen finanziellen Zugewinn verfallen wäre, aber spannend fand ich es schon zu erfahren, was meine Mietkaution in Höhe von € 770,- in den letzten sieben Jahren den so an Zinsen “erarbeitet” hat. Also auf  zur Deutschen Bank in Brühl, und den Kautionsbetrag nebst Zinsen und Zinseszinsen auf mein Girokonto überweisen lassen. Trotz der dreimonatigen Kündigungsfrist konnte das Sparbuch ohne jegliche Gebühren sofort aufgelöst werden. Soweit die positive Beurteilung meinerseits…

Mit Kaution und Zinsberechnung erfreute ich mich dann über eine Gutschrift von Insgesamt € 795,58. Berücksichtigt man, dass ich vor sieben Jahren € 770,- eingezahlt habe, dann habe ich jetzt die gewaltige Summe von € 25,58 ohne jegliches Zutun erwirtschaftet. Nein wirklich Deutschen Bank Brühl, ich bin zutiefst beeindruckt. Besser, oder gar ertragreicher kann man Geld nun wirklich nicht anlegen.

Aber gut, ich möchte mal nicht jammern, immerhin dürfte der Betrag reichen um meinen Praktikanten bei unserem Lieblingstürken auf der Venloer Strasse kulinarisch verwöhnen zu können.

Was mich aber wirklich interessieren würde, und was ich zugleich jetzt gar nicht Wissen möchte weil mir dann die Lammkottlets nicht mehr schmecken würden, ist was es mich Kosten würde den Betrag von € 770,- für sieben Jahre bei Euch zu leihen…

Share