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Grünstrom in Brühl


Mittwoch, Februar 29, 2012

Offiziell ist Brühl und seine Einwohner hinsichtlich der Energieversorgung ganz weit vorn. Das nicht alle Bürger dieser Meinung sind zeigt ein informativer Beitrag der Sendung „Da wird mir übel“ auf ZDF Neo.

http://www.youtube.com/watch?v=qXN-VXz1tak

 

 

Original-Pressemitteilung der Stadtwerke Brühl GmbH
vom 25. März 2011

Informationen für die Presse
„Ab 1. April 100% Ökostrom für alle Brühler Stromkunden“

Ab dem 1. April 2011 werden alle Haushalts- und Gewerbekunden mit Ökostrom beliefert. Damit gehört die Stadtwerke Brühl GmbH zu einem der wenigen Versorgungsunternehmen in Deutschland, die ihre Kunden ausschließlich mit grünem Strom beliefert. Die Umstellung auf den Ökostrom erfolgt automatisch und ohne Aufpreis für alle Stromkunden.
Alle Produkte der Stadtwerke Brühl GmbH basieren ab dem 01. April 2011 auf RECS (Renewable Energy Certificate System). Diese Zertifikate dienen international als Nachweis über eine umweltfreundliche Stromproduktion und beinhalten neben dem Nachweis über die Erzeugung zusätzlich die Verpflichtung zur Investition in den Bereich Erneuerbare Energien. Konkret investieren die Betreiber der Wasserkraftwerke aus deren Produktion wir die Zertifikate beziehen, über eine Beteiligung in neue Wasserkraftwerke. Eine Investitionsverpflichtung der Kraftwerksbetreiber ist der entscheidende Grund, warum sich die Stadtwerke Brühl GmbH für dieses Produkt entschieden hat.

 

Entstehung bei der Stromerzeugung Bundesdurchschnitt Produkte der Stadtwerke Brühl GmbH
100 % Ökostrom
CO2-Emissionen 508 g/kWh 0 g/kWh
radioaktiver Abfall 0,0007 g/kWh 0,0000 g/kWh

(Stromkennzeichnung ab 01.04.2011)

Die Stadtwerke Brühl GmbH trägt bereits seit längerem zum Umweltschutz bei und hat am 01.01.2011 die zweite Brühler BürgerSolaranlage in Betrieb genommen. Brühler Bürgerinnen und Bürger haben zum zweiten Mal in eine zukunftsträchtige Photovoltaikanlage investiert. Auch die zweite Bürgersolaranlage liefert umweltfreundliche Energie und bietet gleichzeitig eine renditestarke Kapitalanlage für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Brühl, die gleichzeitig Stromkunden der Stadtwerke Brühl GmbH sind. Das lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Investoren.
Bereits Anfang 2010 hat die Stadtwerke Brühl GmbH die Aktion „Jetzt die Zukunft testen“ ins Leben gerufen. Hierbei können Kundinnen und Kunden Elektroroller oder Elektrofahrräder für maximal 14 Tage testen. Ende 2010 wurde auch die erste Stromladesäule im Parkhaus am Krankenhaus installiert, wo Sie bequem und kostenfrei Elektromobile aufladen können. Bis Mitte 2011 sollen noch zwei weitere Stromladesäulen im öffentlichen Sektor eröffnet werden. Außerdem werden zukünftig zu dem bereits vorhandenen Elektronutzfahrzeug vier Elektro-PKW von Renault in den Fuhrpark integriert.
Die Umstellung auf Ökostrom, die Investition in regenerative Anlagen und Elektromobilität sind wieder ein Beitrag der Stadtwerke Brühl GmbH zum Klimaschutz und dem nachhaltigen Umgang mit Energie. Damit kommt man dem Ziel NULL CO2 für Brühl wieder ein Stück näher.

Ende der Pressemitteilung

Surrealer 3. Advent in Brühl


Sonntag, Dezember 12, 2010

Als mich gestern, am frühen Abend ein gewitterähnliches Geräusch kurz irritierte und vom Studium einer Fachzeitschrift ablenkte, vermutete ich noch nichts Böses.

Auch als  Minuten später die Sirenen erklangen, drängte sich eher der Gedanke auf das der FC gewonnen haben könnte, als die Idee das in Brühl etwas außergewöhnliches passiert sein könnte.

Erst als der Nachrichtenticker auf N24 von einer Hausexplosion in Brühl berichtete, wurde meine Aufmerksamkeit mehr als geweckt. Pingsdorfer Straße? Das ist doch direkt um die Ecke…

Abends, dann fußläufig auf dem Weg ins Oslo, kamen mir auf der Pingsdorfer Straße dann Mengen von Menschen entgegen. Ein ähnlicher Betrieb herrscht dort eigentlich nur wenn das Phantasialand ein mal im Jahr mit freiem Eintritt für alle Brühler Bürger lockt.

Kurz vor dem Oslo wurde ich beinah noch von einem WDR-Fahrzeug mit SAT-Schüssel auf dem Dach  überfahren, dass ganze zusätzlich begleitet von dem Lärm eines Hubschraubers, der die ganze Zeit über der Unglücksstelle kreiste, wohl um entsprechende Aufnahmen zu machen.

Im Oslo gab es statt der leidigen und nervigen Fußballübertragungen (Die Herren haben sich Sky aufschwatzen lassen…) heute n-tv live und andere Nachrichtensender, genauer deren Newsticker oder Bildschirmtext.

Brühl im Zentrum der Medien, dass gab es seit dem Zugunglück am Bahnhof, bzw. seit dem Achterbahnbrand im Phantasialand schon lange nicht mehr. Aber diesmal eine unwirkliche Situation. Man steht dort mit seinem Kölsch, und freut sich gemeinsam über die Nachricht das die Retter ein paar hundert Meter die Straße rauf, einen der im Gebäude vermuteten Menschen beinah unverletzt retten konnten.

Dann nach Hause und schlafen, während die Brühler Feuerwehr die ganze Nacht versucht weitere Menschen lebend zu befreien.  Nach dem Aufwachen am heutigen Sonntagmorgen direkt den Fernseher angeschaltet, um zu erfahren, dass die Situation unverändert ist.  Auch der stets gut informierte Express konnte auf seiner Webseite nichts aktuelleres berichten. Da drängte sich mir schon der Gedanke auf, dass es mehr als Optimismus bedarf, um nach einer kühlen Nacht in dem Trümmerhaufen noch Überlebende zu finden.

Im Laufe des Tages dann eine negative Meldung nach der anderen, bis letztlich feststeht, dass keiner der noch drei Vermissten das Unglück überlebt hat. Von der am gestrigen Morgen noch fünfköpfigen Familie bleiben zwei Söhne zurück. Einer wurde gerettet, der andere war wohl gerade einkaufen.

Unter normalen Umständen würde man vermutlich von echtem Glück sprechen, wenn, während man gerade einkaufen ist das Haus explodiert. Unter den gegebenen Sachverhalt, fällt einem die Einschätzung mit dem Glück doch etwas schwer.

Das aufkommen an Fußgängern auf der Pingsdorfer Straße hat sich inzwischen normalisiert, und der Weihnachtsmarkt ist gut besucht, inklusive weihnachtlichem Bühnenprogramm. Beinah erschreckend wie normal alles weitergeht, wenn man nicht unmittelbar zu dem Kreise der Betroffen gehört.

Aber wie sollte das Leben in der  Realität auch anders funktionieren? Es kann ja schlecht eine ganze Stadt, und deren Besucher, um Menschen trauern die man nicht einmal kannte. Wer kann es den Menschen verübeln? Aber irgendwie surreal…

Herr Bürgermeister Kreuzberg… Wie geht es unserem Parkleitsystem?


Dienstag, Juli 6, 2010

Freundlicher Herr Kreuzberg,

vermutlich müssen Sie Ihr Fahrzeug selten selbst lenken, geschweige denn parken. Sonst wüssten Sie, dass dieses Vorhaben im beschaulichen Brühl nahezu unmöglich ist.

Die recht aktuellen Photos verdeutlichen, dass die Anzeige wieder einmal 44 nicht existente Parkplätze anzeigt. Real müssen die Menschen dann auf Flächen vorlieb nehmen, die ganz dem Rettungswegkonzept der Stadt Brühl entsprechend, nicht zum Parken von Fahrzeugen vorgesehen sind.

Das von Ihnen initiierte, und für sicherlich nicht wenige Euros erworbene Parkleitsystem hat noch nie funktioniert.

Als Reaktion auf die Pressemeldungen vor knapp einem Jahr, welche ebenfalls die falschen Anzeigen und die mangelnde Funktion des kompletten Parkleitsystems kritisieren, gab die  Stadt Brühl ein erstaunliches Statement.

Sinngemäß äußerte man, dass man um die existenten Mängel wisse und für Besserung sorgen werde. Zusätzlich überprüft ein städtischer Mitarbeiter zu jeweils zu Wochenbeginn die Anzahl der parkenden PKW´s, zum Beispiel auf dem Belvedere-Parkplatz, und passt diesen dann an die veröffentlichten Werte auf den Signalanzeigen an.

Bitte Herr Kreuzberg…  Auch in Brühl ist das Jahr 2010. Und hier zählt jemand Autos auf einem Parkplatz? Dank Ihrer innovativen Ideen für die Entwicklung der Stadt Brühl haben wir ja jetzt auch die Giesler-Galerie, deren Geschäfte entgegen der Meinung Ihrer Kritiker, wirklich keine Gefährdung des Geschäftsbetriebes der Ladenlokale der Innenstadt darstellen.

Ganz im Gegenteil. In der Innenstadt halten sich sogar die € 1-Läden, was in der Galerie nicht gelang. Das die in Brühl ansässigen Autohäuser ihre Fahrzeuge in den leer stehenden Ladenlokalen ausstellen dürfen, ist sicherlich wesentlicher Bestandteil Ihrer Strategie zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Brühl. Ähnlich wie das erfolgreiche Gastronomiekonzept im ersten Obergeschoss der Galerie.

Wer muss eigentlich die komplizierte Aufgabe der Fahrzeugzählung bewältigen? Machen das die freundlichen Politessen, die auch dafür sorgen das die Kölnstraße jederzeit entspannt befahrbar ist? Ich meine für den Fall, das gerade niemand im absoluten Halteverbot parkt um eine der zahlreichen Apotheken oder Bäckereien aufzusuchen?

Bei der Gelegenheit…  Wie kommt man eigentlich zu einer solch anspruchsvollen Tätigkeit im städtischen Straßenverkehrswesen. Ich habe noch nie eine Dame, gleich welchen Alters getroffen, die schilderte das sie gerne Politesse werden möchte. Ist das ein richtiger Beruf, also so mit richtiger Ausbildung? Bestimmt, schließlich muss man eine Autonummer entschlüsseln können, und diese auch noch in ein technisches Gerät eingeben.

Weltpolitische Weitsicht ist vermutlich nicht Einstellungsvoraussetzung, wie ich ja in der Nacht vom 11. auf den 12 September 2001 am eigenen Leibe erfahren konnte. Während ich die ganze Nacht vor dem Fernseher verbrachte, weil man zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht wusste ob nun der dritte Weltkrieg beginnen würde, verschlief ich den 12.09. ein wenig.

Und man glaubt es kaum…  Schon um 9:30 Uhr konnte ich auf einen völlig freien Belvedere-Parkplatz blicken. Ihre aufmerksamen Mitarbeiter hatten mein Fahrzeug, trotz der Firmenbeschriftung mit Rufnummer, bereits abschleppen lassen.

Schließlich sollte die Kirmes aufgebaut werden. Kaum ein Schausteller war anwesend, und die vor Ort waren sich auch nicht sicher ob man den überhaupt etwas aufbauen sollte, aber all die Ereignisse konnten Ihre Mitarbeiter nicht irritieren.