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FIFA WM-Globus 2006 kann ab sofort bei Ebay ersteigert werden


Freitag, Juli 10, 2009

FIFA WM Globus 2006

Der überdimensionale und begehbare Fussball-Globus war das leuchtende Wahrzeichen und Mediensymbol der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Als reisender Botschafter verkörperte dieser in allen 12 WM-Städten eindrucksvoll und weithin sichtbar die Weltoffenheit des Gastgebers Deutschlands.

Zudem war der WM-Globus ein echter Publikumsmagnet mit einem hohen Wiedererkennungswert. Denn insgesamt über eine Million Besucher und nach Angaben der damaligen PR-Agentur auch über 240.000.000 Kontakte hatte die vom Künstler André Heller entworfene schwarz-weiße Weltkugel.

Ursprünglich sollte das berühmte Kunstobjekt, welches zu einem der bekanntesten Sportsymbole der Welt gehört, den strahlenden Mittelpunkt eines Sportmuseums namens ‚das sporteum’ bilden und hier als Zentrum für die Entwicklung und Anwendung von virtuellen Sportwelten, interaktiven Sportspielen und Sportsimulatoren dienen.

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Hinweise für meine Beerdigung


Sonntag, August 31, 2008

Zunächst Entwarnung. Auch wenn die Überschrift vielleicht Böses vermuten lässt. Leser dieser Zeilen können sicher sein, dass ich nicht im Geringsten mit dem Gedanken spiele den irdischen Freunden zu entsagen. Ganz im Gegenteil, ich bin mächtig zufrieden mit dem Leben, und würde genau dieses wenn die Natur es zulassen würde, noch lockere drei- bis vierhundert Jahre fortsetzen.

Der Anlass dieser Zeilen ist meine nun wiederholte Teilnahme an einer Trauerfeier für eine Person mit der ich in einer persönlichen Beziehung stand. Plötzliche Todesfälle von jungen Menschen durch einen Verkehrsunfall, Mord, oder auch einen unentdeckten Herzfehler bringen neben der empfundenen Traurigkeit weitere Gedanken zu Tage. Nüchtern betrachtet kann der ganze Spaß auf Erden recht schnell zu Ende sein, ohne das man besonderen Einfluss ausüben könnte. So manche Dinge über die man sich im Tagesverlauf so ärgert oder aufregt erscheinen unter dem Einfluss solcher Ereignisse ganz schön nichtig. Da kommt man doch ins Nachdenken und überlegt sich was denn so die wahren Werte sind, oder wie gar die eigene Beerdigung aussehen würde.

Und da gibt es nun wirklich einige Punkte die ich bei meiner Beerdigung gerne anders gelöst sehen würde. Nun bietet unser Zeitalter der digitalen Kommunikation zahlreiche Möglichkeiten den Hinterbliebenen eine Nachricht zu hinterlassen. Eine davon ist dieser Weblog, dessen Inhalte wohl solange erhalten bleiben bis ich einzelne Artikel lösche, oder im ungünstigsten Falle ein NEMP die Datenbasis vernichtet. Aber dann wären diese Zeilen ohnehin überflüssig.

So wie ich das in der Vergangenheit beobachten konnte, ist die Familie mit dem eigentlichen Ereignis des plötzlichen Tode eines Mitgliedes aus dem Kreise der Ihren mehr als belastet. Dennoch stehen für diese Hinterbliebenen eine Reihe von Aufgaben und Entscheidungen an, über die man sich zu Lebzeiten keine Gedanken gemacht hat. Und folglich werden viele Dinge so in die Wege geleitet, wie man es den Angehörigen anrät oder wie das „heute so üblich ist“. Und mit dem „heute so üblich“ habe ich wirklich ein Problem.

Wie ich mich einschätze, würde ich vor lauter Ärger sofort auferstehen, wenn man mich im Wege eine solchen Zeremonie entsorgen würde. Sollte mich also ein Schicksal ereilen, welches meine geplante Lebensführung spontan beendet, würde ich mich mächtig freuen wenn die nachfolgenden Anregungen berücksichtigt werden könnten. Und glaubt mir: Sollte es so kommen, dann hat das schon seinen Grund.

Ich glaube daran das alles seinen Grund hat, auch wenn dieser in manchen Fällen für mich nicht erklärbar ist. Aber in meinem Leben gab es viele Situationen und Ereignisse in denen ich mehr als das Gefühl hatte, dass da etwas sein muss was mich auf eine nicht verständliche Art und Weise lenkt, bremst und auch beschützt. Ich nenne es mal Lieben Gott, obwohl ich eher unregelmäßig Kirchen aufsuche, aber dennoch über einen stabilen Glauben verfüge.

Aber jetzt zu den eigentlichen Wünschen: Als Bestatter hätte ich gerne die Firma Bestattungshaus Sechtem. Piet ist die Person, der in diesem Falle zielsicher weis, was wie zu erledigen ist. Und die kleine Kapelle am Brühler Südfriedhof hat er bei der letzten von mir besuchten Beerdigung auch mehr als liebevoll geschmückt und dekoriert. Weiterhin wünsche ich mir ein richtiges Grab, ich vermute nämlich das ich dort oben noch einige Aufgaben zu bewältigen habe, und diese Dienste möchte ich nicht als Staubwölkchen erledigen müssen.

Und Ihr wisst ja wie stur ich sein kann. Vermutlich werde ich dort oben erst mal schauen wo es für den Alltag ein gutes Steak in Kombination mit einem schönen Glas Rioja wie bei Gregor gibt. Und für besondere Freuden sollen natürlich Menüs wie diese im La Société oder bei Mario erhältlich sind nicht fehlen. Und als Wölkchen stelle ich mir die Realisierung dieser Vorstellungen wirklich etwas schwierig vor. Zumal ich eh nach alternativen Großmeistern der Kochkunst Ausschau halten muss, da die genannten Herren Euch noch alle verwöhnen.

Und wo wir gerade beim praktischen Teil sind… Seid doch so nett und gebt mir mein Werkzeug, mein Laptop und meinen iPod mit. Es ist nichts ärgerlicher, als schlecht ausgerüstet auf einer neuen Baustelle zu stehen. Und das ich meine Freizeit ohne die Klänge von Simply Red verbringen müsste, ist auch eine Vorstellung an die ich mich nicht gewöhnen möchte. Was die Musik während meiner Trauerfeier betrifft, so unterlasst es bitte so Titel wie „Time To Say Goodbye“ zu spielen. Andrea Bocelli und Sarah Brightman sind als Interpreten nicht meine Favoriten.

Spielt lieber Musik die ich zum Zeitpunkt meiner Abreise gerne gehört habe. Also etwas von Simply Red, bzw. die älteren Alben von KLEE oder BAP. Aus dem klassischen Bereich fände ich etwas von Giacomo Puccini sehr angenehm, dargeboten von José Cura. José ist nicht nur ein aüßerst sympatischer Tenor, sondern auch die Person die mir die Qualität klassischer Musik nahe gebracht hat. Und so ein Titel wie „Nessun dorma“ hat natürlich auch etwas heldenhaftes, was mir sehr schmeicheln würde (Der Dirigent auf dem diesem Video ist übrigens János Ács, der sich in Leipzig besonders für die „Bach-Torte“ begeistern konnte).

Auf dem Wege zum Grab möchte ich dann bei allem Verständnis auch nicht auf einer Art Bollerwagen transportiert werden, sondern anständig getragen werden. Und dies, wenn es möglich sein sollte von Euch. An den städtischen Trägern, die ich vermutlich nicht einmal persönlich kannte und die man laut Gebührenordung der Stadt Brühl buchen kann, hätte ich wenig Freude. Auf dem Bollerwagen könnt Ihr von mir aus dann gerne den Grill (Scampispieße und Salat für die Vegetarier nicht vergessen!) und das Kölsch transportieren, aber bitte nicht mich. Und was ich auch ungern sehen würde ist, wenn irgend jemand auf die Idee kommt mir ein kleines Schild in mein Grab zu stecken, auf dem zu lesen ist, welche Firma für die Pflege des Grabes zuständig ist.

Wie sich diese unmögliche Praxis durchsetzen konnte ist mir echt ein Rätsel. Das finde ich ja so etwas von Geschmacklos, dass mir beinah die Worte fehlen. Es handelt sich doch hier um die „letzte irdische Ruhestätte“. Muss man denn da auch noch eine Werbetafel platzieren?. Wie Ihr wisst bin ich eh kein großer Gartenfreund. Um sich also eventuelle Arbeit zu ersparen, könnte ich mir auch ein paar schicke Steinplatten vorstellen. Natürlich beleuchtet, mit einer dezenten LED-Lichtfuge und natürlich Solarbetrieben.

Was eventuelle Abschiedsreden betrifft, schaut Euch bitte genau an was der Pfarrer da kundtun möchte. Und prüft vorher die Qualität der Beschallungsanlage. Ich kann mich noch an einen Messdiener mit Akkukoffer und einen Pfarrer mit Megaphon erinnern…

Inhaltlich hätte ich gerne etwas anderes als die üblichen Standards mit Sünden vergeben usw. Was die Sünden betrifft, so habe ich ein reines Gewissen. Und mal abgesehen von Jugendsünden die ich zu damaligen Zeiten wirklich noch gebeichtet habe, hat mich im den weiteren Existenzabschnitten das normale Leben auf den richtigen Weg gebracht. Den zehn Geboten zu folgen ist auch nicht besonders schwer.

Die Formulierung ist vielleicht eine andere, aber der Inhalt der Aussage ist schon recht identisch. So heißt es im neunten Gebot: „Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus“. In Köln sagt man etwas volkstümlich: „Mer muss auch jönne könne“ (Man muss auch gönnen können). Zugegeben, dass zehnte Gebot könnte man in der Tat diskutieren, aber im biblischen Sinne zählte eine Frau wohl eher zum Hausrat, ähnlich wie eine Magd oder ein Knecht. Und wenn das Gebot sich auf die voreheliche Phase bezieht, bin ich fein raus. Die Zeiten ändern sich halt. Jedenfalls würde ich es begrüßen wenn Ihr Ihr ein paar persönliche Worte findet, welche mit meiner Person im Zusammenhang stehen.

Zum Abschluss lasst Euch gesagt sein, dass wenn ich mein bisheriges Leben so betrachte, ich zu dem Schluss komme das es Gott mehr als gut mit mir gemeint hat. Ich bin Gesund, habe den Weg vieler beeindruckender Menschen gekreuzt, und kann meinen Lebensuntehalt mit den Tätigkeiten verdienen die wirklich Spaß machen. Und auch mit der Damenwelt hatte ich immer richtig Glück.  Zwei dieser schöpferischen Prachtexemplare haben es bisher gar mehr als zehn Jahre an meiner Seite ausgehalten, was bestimmt nicht immer einfach war.

Selbst die wenigen Tage die ich als weniger „prickelnd“ empfunden habe möchte ich nicht missen. Schließlich haben mich diese Erfahrungen zu der Person gemacht, die ich dann in Euren Erinnerungen darstellen werde. Oder wie André Heller es einmal umschrieben hat: „Sich lernend verwandeln“. Übertreibt es auch nicht mit der Beerdigung, sonst höre ich dann viele Jahre später einmal vom kreativen Meister, dass ich wohl eher als „a schöne Leich“ platziert wurde. Lasst es Euch im Anschluss daran kulinarisch gut gehen, ich freue mich mit Euch.

Ich gehe mal davon aus, dass noch viele Monde vergehen werden bevor die vorrausgehenden Zeilen gelesen werden sollten. Aber es kann halt auch immer anders kommen, und dann sind das so hoffe ich ein paar sinnvolle Inhalte. Für den Fall des eben doch anders kommt sei noch erwähnt das ich Organspenden durchaus befürworte. Ich hatte auch mal so einen Ausweis ausgefüllt, aber keine Ahnung wo der abgeblieben ist. Und was lebenserhaltende Maßnahmen betrifft, bitte ich diese zu nutzen soweit dies verträglich erscheint. Sollte zum Beispiel mein Hirn dann nicht mehr so effektiv arbeiten wie bisher, oder ich extremste körperliche und bleibende Schäden zu erwarten haben, dann nutzt den Netzschalter.

Wintergarten Berlin meldet Insolvenz an


Samstag, Juni 14, 2008

Ambiente im Wintergarten BerlinDiese Meldung von Freitag Abend finde ich ja mehr als bedauerlich. Nicht nur das es sich bei dem unter anderem von André Heller gegründeten Wintergarten um eines der renommiertesten Varietés der Bundesrepublik handelt, welches allein schon durch das liebevoll gestaltete Interieur beeindruckt. Auch das dargebotene Programm nebst hervorragenden Speisen und Getränken war immer die pure Freizeitfreude.  Auch Georg Strecker, bis vor kurzem Geschäftsführer des Wintergartens, gehört seit den gemeinsamen Tourneen mit André Hellers „Chinesischem Nationalcirkus“  zu dem kleinen Kreise der besonders sympatischen Menschen die mir im Leben bisher so begegnet sind.

(zur Originalmeldung der Berliner Zeitung)