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Tatort “Wunschdenken” – Das ging gar nicht…


Sonntag, August 14, 2011

Liebe Schweizer,
der Tatort am Sonntag ist für viele Menschen eine Institution. Nur wirklich wenige Ereignisse halten mich davon ab, den Sonntagabend mit einem Tatort zu krönen.

Das Ihr Schweizer mit “Wunschdenken” zu dieser Serie ebenfalls Beiträge liefert, und gar die zähe Sommerpause beendet, hat mich zunächst erfreut. Das man zu Beginn der Sendung den Tötungsakt nebst Täter sieht, fand ich ja noch eine Abwechslung – auch die Story und deren Zusammenhänge war grundsätzlich nicht schlecht.

Das die Ermittler in den Tatorten alle diverse zwischenmenschliche Beziehungen führen, ist für den Zuschauer keine Überraschung.  Aber das was Ihr da heute veröffentlicht habt war einfach nur Grottenübel. Die Dialoge und Handlung zwischen den beiden Ermittlern wirkte wie ein Plagiat eines Pornos aus den 70igern.

Selbst die gescripteten  Dialoge aus dem täglichen Hartz IV-Nachmittagsprogrammen wirkt für Zuschauer überzeugender als das was Ihr uns heute gezeigt habt. Und welche Sprache habt Ihr die Schauspieler sprechen lassen? Zufällig war ich letzten Donnerstag/Freitag noch in Aarau und  Zürich, wo die Menschen deutlich authentischer ihren Dialekt zum Ausdruck gebracht haben.

Eine solche Klangfarbe wäre bei einem Schweizer Tatort durchaus angebracht, oder? Selbst wenn man hier und da mal einen Untertitel einblenden müsste…

So wie Ihr das heute übertragen habt, müsste man Euch zur Abschreckung einen Tonträger von BAP  in hochdeutscher Sprache zukommen lassen. Aber derartiger Verfehlungen sind bei uns zum Glück undenkbar. Bleibt für Euch nur die akustische Höchststrafe: Ich und ich – Hilf mir! Depressive Suizidklänge höchster Güte!

Tatorte die nicht überzeugen gibt es ja immer wieder mal…  Da konnte man sich in der Vergangenheit mit einer äußerst attraktiven Anne Will trösten. Hier hat die ARD nun Änderungen vorgenommen. Statt gut recherchierter und passend platzierter Fragestellungen zu diversen Themen gibt es nun Günther Jauch.

Nicht das etwas gegen den Herrn einzuwenden wäre, aber Anne Will ist deutlich ansprechender am Sonntagabend.

 

 

 

Shinichi und Masao strahlen…


Dienstag, April 12, 2011

…um die Wette. Jedoch nicht wie man vermuten würde, wegen Ereignissen in Fukushima.

Die Herren haben, weil man in Tokyo und Okayama nicht den üblichen Tagesabläufen folgen kann, kurzerhand beschlossen den Besuch der diesjährigen prolight + sound in Frankfurt etwas auszudehenen.

Nach einem kurzen Anruf am Sonntagvormittag, standen die beiden gegen Mittag im Büro der LightLife.

Da lässt man doch die für Sonntag geplanten Tätigkeiten einfach liegen, nutzt den Sonnenschein, und besucht mal wieder den Kölner Dom.

Danach eine Portion Rheinischen Sauerbraten im Brauhaus Früh und natürlich ein paar leckere Kölsch. Gerne hätten wir DJ FROG (Masaos Künstlername) am Abend noch ein paar der angesagten Clubs gezeigt, aber auf den Ringen sieht es an einem  Sonntagabend recht beschieden aus mit der Kölner Clubszene…

 

 

 

 

Facebook hat doch etwas positives…


Sonntag, März 13, 2011

Die Vorzüge von Facebook habe ich in der Vergangenheit wohl nicht richtig zu schätzen gewußt. Genau genommen erhielt ich dort mehr Informationen über andere Menschen als mir lieb war. Mal abgesehen von dem Zeitaufwand den es benötigt, um die mehr oder wenigen spannenden Mitteilungen zu lesen.

Und mehr als nervig finde ich diese dämlichen Dienste wie Badoo usw., wo man plötzlich involviert ist, ohne genau zu Wissen worauf man sich mit einem harmlosen Klick eingelassen hat. Zumal sich plötzlich wildfremde Menschen andienen, sich mal privat zu treffen. Hallo? Seit wann leide ich unter Kontaktschwierigkeiten im realen Leben?

Egal, immerhin lassen sich solche temporären Fehlentscheidungen wieder löschen.

Einen echten Vorteil bietet Facebook aber in Krisenzeiten. Als mich letzten Freitag die ersten Meldungen in über das Beben in Japan erreichten, stellte sich natürluch sofort die Frage, wie es es um das Schicksal der Freunde und Kollegen  in Tokyo bestellt ist.

Rein in Facebook, und siehe da – Shinichi geht es gut – zumindest soweit es die Umstände erlauben…

Und eine kurzer verbaler Austausch ist über das Medium Facebook auch gewähleistet. Nun gut, ich beginne diesen Vorzug zu schätzen.

 

Speziell zu Shinichi  habe ich eine besondere Beziehung. Der erste Kontakt entstand 2002 auf der PLASA in London. Jan Julius und ich bemühten uns zu dieser Zeit, einen internationalen  Vertrieb für die neuen e:cue-Lichtsteuerprodukte aufzubauen. Bisher konnten wir da nur auf Deutschland (Was wir mit der LightLife selbst erledigten…) und Österreich verweisen. Den österreichichen Kollegen von LDDE hatten wir die Produkte, wenn man ehrlich ist, auch etwas aufschwatzen müssen. Auf jeden führten die damaligen Umstände dazu, dass die Kollegen von LDDE uns etwas mehr als einen Meter von ihrem Messetand spendierten, so dass wir seinerzeit die erste e:cue Media Engine voller Stolz präsentieren konnten.

Am zweiten Tag der PLASA traf ich auf einen für japanische Verhältnisse sehr großen Japaner, der sich nicht nur sehr interssiert zeigte, sondern auch gleich den Vertrieb für Japan übernehmen wollte. Brüller! Ich schlug ihm vor, dass man sich über das Thema landesweiter Vertrieb in Japan gerne nach der Messe mal in Ruhe unterhalten könne.

Im Gespräch erklärte mir der sympatische Mensch, namens Shinichi Sakamoto, aber gleich das die Zeit ein wenig drängen würde. Schließlich sei in zwei Wochen bereits die World Lighting Fair in Yokohama, wo er einen Messestand habe, und die Produkte zeigen möchte.

Und ein weiteres Problem wäre, dass er die Produkte ja noch nicht bedienen kann, so dass ich besser gleich mitkommen würde, um die Geräte dort den Menschen persönlich zu erläutern…

So kam es, dass ich mich keine 14 Tage später auf dem Flughafen Tokyo wiederfand, und in den folgenden Tagen die Menschen und die Metropolen Toyko und Yokohama schätzen lernte. Neben Wien gehört Tokyo zu den Städten, wo man mich absetzen könnte, und nicht mehr abholen müßte…

Hoffen wir, dass den Menschen dort wenigstens das eventuelle Atom-Desaster  erspart bleibt.