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"Software Licht und Medien" Category


Transparente Kommunikation in der Architektur


Sonntag, Januar 4, 2009

Das Jahr hat noch nicht richtig begonnen, gibt es auf der diesjährigen BAU 2009 in München (12.-17. Januar) bereits echte Innovationen zu betrachten die den allgemeinen Rezessionsbefürchtungen deutlich widersprechen. Die Technik und die Informationen welche zukünftig auf der Website der Kooperation Powerpixxel dargestellt werden, könnten Designer- und Architektenherzen deutlich höher schlagen lassen.

Zentraler Inhalt der Kooperation ist das Thema “Medienfassade”, also  Kommunikation in der Architektur. Das Thema selbst ist nicht sonderlich neu, so sind zahlreiche Realisationen und Entwürfe auf der Website der Wiener media architecture group zu betrachten, die Ende letzten Jahres auch das erste Festival zum Thema in Berlin organisierte. Inhaltlich sind Medienfassaden nicht unumstritten, da nicht alle Installationen so stilvoll daherkommen wie “SPOTS” von Reality:United. Auf der temporären Installation wurden die Inhalte über den Zeitraum von 18 Monaten von unterschiedlichsten Künstlern gestaltet.  Selbst anerkannte Klangkünstler wie SCHILLER nutzten die Möglichkeiten und verewigten das Ergebnis auf DVD (TAGTRAUM). Interessierte Leser finden den Titel “Drifting And Dreaming” mit Jette von Roth auch auf Youtube.

Distanziert man sich in der Betrachtung einer Medienfassade von der Wertigkeit der dargestellten Inhalte, verbleibt ein Blick auf die nüchterne Betrachtung der technischen Möglichkeiten. Da das Medium Licht für das menschliche Auge nicht sichtbar ist müssen entweder Reflexionsflächen geschaffen werden, oder mit zum Beispiel der kleinteiligen LED-Technik eine hohe Anzahl selbstleuchtender “Pixel” in die Fassade eingebracht werden.

Projektionsflächen mit Diffusionsfolie oder Leinwandsegmenten haben den entscheidenden Nachteil, dass eine Fassade dann auch wirklich nur als Medienfassade genutzt werden kann. Und dies auch nur in den Abendstunden, da das reguläre Tageslicht jeder Projektionstechnik weit überlegen ist.  Möchte man als Architekt eine Medienfassade realisieren, und seinem Auftraggeber die Möglichkeit einräumen auch mal aus dem Fenster schauen, oder sich gar am einfallenden Sonnenlicht zu erfreuen, bleibt nur der Griff zur LED-Technik. Dadurch das der Betrachter direkt in die Lichtquelle schaut funktionieren je nach genutzten LED-Produkten und Pixelpitch derartige konzipierte Medienfassaden auch in der normalen Tagesansicht.

Nachteil hier ist, neben dem beinah unüberschaubaren Angebot an LED-Technik, die mechanische und elektrische Montage innerhalb oder außerhalb des Bauvorhabens. Im Vergleich mit vollständig geschlossenen Reflektionsflächen  können die Nutzer der Immobilie später zwar die Außenwelt in Augenschein nehmen, aber der leichte Beigeschmack von “gesiebter Luft” ist durch das mehr oder weniger dichte Netz von erforderlichen Bildpunkten nicht zu verleugnen.

Um der Wunschvorstellung der Architekten oder Bauherren zu folgen, benötigt man letztlich Klarglas in diversen Größen, welches sich Problemlos in existente Trägersysteme einbringen lässt, und auf Knopfdruck Bilder oder Filmbeiträge reproduziert. Die Grundlage für das ersehnte Material wurde von Karl Otto Platz bereits vor Jahren erfunden (Siehe auch Beitrag “Glasfassaden mit LED-Technik” in diesem Weblog). Weltweit wurden seit 2002 laut  Karl Otto Platz bereits ca. 15.000 qm “Powerglass” installiert.

Als technische Weiterentwicklung gegenüber früheren Installationen, sind die im Glas eigelassenen und beidseitig abstrahlenden LED´s nun bei Bedarf einzelnen steuerbar. Das besondere Produktionsverfahren des Powerglasses lässt den Betrachter hinsichtlich der technischen Funktion aber schnell an Magie oder Zauberei glauben, da nach wie vor keine Kabel oder sonstigen elektrischen Bauteile sichtbar werden.

Um die neue Technologie in der täglichen Baupraxis auch komfortabel anzuwenden, waren weitere Schlüsseltechnologien erforderlich. Somit festigte sich zunehmend die Idee der Kooperation Powerpixxel, ein Zusammenschluss von den Betrieben Etzel (Fassadenentwicklung, Produktion und Montage), FEAL (Presswerk) und Glas-Platz (Powerglass). “Investoren haben mit der Kooperation Powerpixxel als entscheidenden Vorteil nur einen einzigen Dienstleister  für die Gebäudehülle. Die  Etzel-Ingenieure schließen die vorgefertigten Einheiten betriebsfertig an”, so Heiko Etzel.

Diese Konstellation könnte in der Praxis Erfolg haben, da für interessierte Bauherren oder Investoren nun eine kalkulierbare Gesamtlösung erhältlich ist. So nehmen die speziell entwickelten Trägersysteme nicht nur statisch das Powerglass auf, sondern verbergen ebenfalls unsichtbar die erforderliche Spannungsversorgung der LED`s.  Man darf gespannt sein, ob mit der nun existenten Konstellation von Fachbetrieben neue “Ansichten” in die Städte einziehen. Erstmals in der Öffentlichkeit vorstellig wird Powerpixxel auf der BAU 2009 mit einer eigens gebauten Musterfassade im repräsentativen Außenbereich der Messehallen. Von dem Probeaufbau (Programmierung: Andreas Barthelmes/LightLife) dürften wir bereits eine erste Aufnahme auf Youtube veröffentlichen:

YouTube Preview Image

Obwohl mit dem derzeitigen Stand der Technik bereits gewaltige Fortschritte gegenüber herkömmlichen Medienfassaden getätigt werden konnten, ist die Darstellung zur Zeit noch einfarbig. Für die zweite Jahreshälfte 2009 ist die Präsentation einer Medienfassade aus Powerglass in vollständiger RGB-Darstellung geplant. Allerdings sind Architekten zu meiner Freude oft auch Ästheten, womit sich die Frage aufdrängt, ob nicht auch eine einfarbige Glasfassade eine Stadtansicht aufwerten könnte.

meso veröffentlicht vvvv 40 beta 17


Donnerstag, Juli 17, 2008

vvvv_butler

Die neuste Version der visuellen Programmiersprache vvvv steht zum Download bereit. Einige der bereits existenten nodes wurden überarbeitet, sowie der Umgang bei Boygroup-Anwendungen optimiert. Zusätzlich wurden vier neue nodes implementiert . Drei der neuen nodes erlauben den Anschluss und die DMX-Ausgabe über Endgeräte (e:cue butler) des Herstellers e:cue. Neben der direkten DMX-Ausgabe lassen sich nun auch Texturen direkt auf RGB-LED-Anwendungen darstellen. vvvv wird von meso als variantenreiches Werkzeug für audiovisuelle Medieninstallationen kostenfrei in der Vollversion zur Verfügung gestellt. Doch Vorsicht: Es nimmt einige Zeit in Anspruch, bis erste überzeugende Ergebnisse mit vvvv sichtbar werden. Aber mit der von meso praktizierten Vertriebspolitik müssen sich interessierte Nutzer nicht mit einer, in aller Regel üblichen 30 Tage Testversion durch das Handbuch hetzen lassen. Nach dem Download läuft die Programmierumgebung dauerhaft und ohne jede Einschränkung. Erst bei gewerblicher Nutzung werden € 500,- Lizenzgebühren je CPU fällig.

e:cue Programmer Software


Freitag, Juni 6, 2008

e:cue Programmer Software

Die Produktlinie des Herstellers e:cue bietet dem Anwender eine hohe Vielfalt an Funktionen zur Steuerung von Licht- und Medien- installationen. Dabei ist eine Software, der “e:cue programmer”, die zentrale Benutzer- oberfläche zur Programmierung aller gewünschten Szenarien, sowie das Werkzeug zur Erstellung einfacher und anwendungsspezifischer Benutzeroberflächen.

Speziell für Anwendungen in der Architektur ein äußerst umfangreiches Werkzeug, welches fast keine Wünsche offen lässt. Einziges wirkliches Manko ist die bisher fehlende “Timeline”, welche speziell Programmierungen in Verbindung mit Timecode sehr vereinfachen würde. Diese soll aber in der bald erhältlichen Version 5.0 implementiert sein.

Alle mit der Software erstellten Szenarien finden über e:cue-Ausgabegräte via DMX 512 oder Ethernetzuleitung den Weg an die für die eingebrachte Technik. Die Basis-Version, der “e:cue programmer standard”, beherrscht alle grundlegenden Funktionen und steht auf der e:cue-Webpage kostenlos zum Download bereit.

Der “e:cue programmer enterprise” mit erweitertem Funktionsumfang wie Sound- und Videofunktionen, ist kostenpflichtig. Die Freischaltung der Zusatzfunktionen erfolgt durch einfaches aufstecken des MM-Dongles an einen freien USB-Port.

Weitere Informationen unter www.ecue.de