
Schöner hätte man es im Hause Zumtobel nicht formulieren können…
In aller Regel reagiere ich ja sehr empfindlich, wenn externe Menschen oder Betriebe den Zusammenhang zwischen dem Medium Licht und dem Schriftzug “LIGHTLIFE” herstellen. Als ich hörte, dass Zumtobel seine Hauszeitschrift von “LIGHTLIVE” in “LIGHTLIFE” umbenannt hatte, weilte ich gerade in Melbourne und zeigte mich zunächst recht erstaunt.
Dank so moderner Medien wie dem Internet hatte ich das neue Magazin dann auch recht schnell auf dem Bildschirm. Und sieh an: Verantwortlich für die Inhalte ist der von mir geschätzte Herbert Resch, ein sehr kreativer Mensch der sich durch die äußerst attraktiven Messestände und Lichtzentren von Zumtobel einen Namen gemacht hat. Das kompliziert den ganzen Vorgang natürlich etwas. Also statt Klage zur Wahrung unserer Namensrechte einzureichen, erst mal anschauen wie die Publikation so gemacht ist…
Neben dem ansprechenden neuen Layout kann das Heft augenscheinlich auch inhaltlich bestehen. Natürlich fehlen nicht die üblichen Projektberichte , wie zum Beispiel auf Seite 14 der Artikel über das BMW Museum (Lichtplanung: Delux AG, oder der Beitrag über die AFG Shopping Arena in St. Gallen (Lichtplanung: Bartenbach Lichtlabor). Aber die Texte sind informativ und nennen jeweils gut sichtbar an Beginn eines jeden Artikels, die Namen der kreativen und technischen Köpfe des Projektes. Leider nicht oft praktiziert, aber hier werden Ross und Reiter deutlich genannt. Im Beitrag vom BMW Museum finden sich hier neben einem Photo des Architekten (Uwe R. Brückner) auch noch einige Aussagen zur Philosphie und Arbeitsweise bei dieser Realisierung. Sehr sympatisch erscheint mir auch die namentliche Nennung der jeweiligen Projektverantwortlichen aus dem Hause Zumtobel, welche aufgeführt auf der hinteren inneren Umschlagseite noch Anerkennung erfahren. Schließlich sind das die Kollegen, die sich vor Ort mit den realen Ereignissen auf der jeweiligen Baustelle auseinandersetzen müssen.
Auf weiteren Seiten finden sich Interviews mit Chris Redfern zum Redesign einer neuen Leuchte, und Brian Cody zum Thema “Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Gebäuden”. Auf einer separaten Seite wird an Ettore Scottsass (1917-2007) erinnert, der nicht nur mit “Valentine” Maßstäbe gesetzt hat.
Alles in allem muss ich zugeben, dass mir das Magazin zusagt. Gut gemacht, mit Bildern und Beiträgen die im Gesamtlayout “atmen” dürfen. Auch den Aussagen in der hauseigenen Pressemitteilung zur Namensänderung kann ich zustimmen. So wird erläutert das die Namensänderung von LIGHTLIVE in LIGHTLIFE dazu dient, zukünftig alle Seiten des Lichtlebens zu beleuchten.
Danke für die Blumen! Das Wissen um diese Erkenntnis praktizieren wir mit der LightLife seit nun über 12 Jahren. Also liebe Kollegen, Euer Magazin ist gelungen und wir werden Euch wegen des Names nicht in die Suppe spucken. Und ganz nüchtern betrachtet sind wir auch nicht böse wenn der Name LightLife nun etwas massiver in die Welt getragen wird…