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"Allgemeines" Category


Live-Blog von der prolight + sound in Frankfurt


Freitag, Februar 26, 2010

Die prolight + sound zählt international zu den renommiertesten Ausstellungsflächen wenn es um das Thema der Bühnen- und Eventbeleuchtung geht.

Das Interesse von Seiten der Architektur an diesen “mobilen” Technologien wächst stetig. Die Vorzüge der LED-Technik waren bereits fester Bestandteil bei TV-Shows und Bühneninszenierungen, lange bevor diese Einzug in den Bereich der Architekturbeleuchtung hielten.

Diese auf der prolight + sound präsentieren Sonder- und  Nischenlösungen, haben auch die Neugier einiger Konzerne geweckt. So haben Philips, OSRAM oder Zumtobel den ein oder andern Zukauf von Herstellern getätigt, die thematisch in der Bühnentechnik angesiedelt waren, perspektivisch betrachtet aber auch Umsatzpotential bei Festinstallationen versprechen.

Man darf also gespannt sein, welche neuen Möglichkeiten auf der prolight + sound zu betrachten sind, bevor dann am 11. April mit der light + building die Leitmesse der Architekturbeleuchtung feierlich eröffnet wird.

Meine persönliche Vermutung geht in die Richtung, dass sich auf dem Gebiet der Medienserver einige Neuerungen für Einsätze in der Architektur eröffnen, um die im Trend liegenden Medienfassaden mit Inhalten zu versorgen. Auch das RDM-Protokoll (eine Art schnelles EIB/KNX) dürfte im Interesse der Besucher stehen.

Natürlich möchte auch die Architektur-Fachpresse frühzeitig informiert sein. Ich freue mich wirklich über das Interesse und die Anfrage der DBZ, deren Redaktion anfragte, ob ich nicht via Weblog über das Geschehen vor Ort berichten könnte?

Mache ich doch gerne. Nur muss ich dafür noch schnell einen neuen Blog öffnen, der ausschließlich der prolight + sound gewidmet ist, und der dann spätestens am 24.03.2010, gegen 15:00 Uhr mit ersten spannenden und informativen Beiträgen gefüllt sein wird.

Günter Freiherr von Gravenreuth hingerichtet


Mittwoch, Februar 24, 2010

Die erste E-Mail am heutigen Tage enthielt nur den Text:  “… am Ende doch!”, sowie einen Link auf den heise.de Newsticker der meldete, dass Günter Freiherr von Gravenreuth tot sei.

Die E-Mail stammte von einem guten Freund und äußerst seriösem Forumsbetreiber, der den gerade erst verstorbenen Herrn Günter Freiherr von Gravenreuth, begründet durch ein von der deutschen Rechtsprechung geduldete  Abmahnung, einen guten Teil seines nicht überhöhten Einkommens zukommen lassen musste.

Als erste Reaktion auf diese Meldung erkannte ich aber schnell,  dass mir jede auf einer Straße überfahrene Katze mehr Mitleid abringt, und das auch  der Einsatz von Schusswaffen etwas wirklich positives haben kann.

Zu gute halten muss man dem Mann aber eine gewisse Vorbildfunktion. Immerhin ist er einer der ersten der sogenannten “Abmahnanwälte” gewesen, der von einem deutschen Gericht wegen Betrugsversuch rechtskräftig verurteilt wurde. Da hatte er mit der Tageszeitung endlich mal einen Gegner gefunden, der ihm die Grenzen seines Schaffens definierte.

Und als einzige Konsequenz sieht der Mann keine andere Lösung als sich eine Kugel in den Kopf zu drücken?

Aber auch das hat ja etwas gutes, schließlich hätte er sich auch vor einen Zug werfen können, und damit wie im richtigen Leben noch weitere Menschen in Mitleidenschaft gezogen.

Nein,  man sollte wirklich aufrichtig anerkennen, dass der aus meiner Sicht gesellschaftliche Abschaum mit  juristischem Studium sich nur das eigene Mobiliar und vielleicht etwas die Tapete versaut hat.

Und damit die armen Menschen, die diese Sauerei wegputzen müssen sich nicht noch zusätzlich mit dem Einsammeln von Maden und sonstigem Krabbeltieren herumschlagen müssen, hat der Herr Anwalt gemäß Bild gleich noch ein Abschiedsmail an Empfänger wie  Gulli.com oder den Chaos Computer Club gesandt.

Vermutlich in der dann doch erwachsenden Erkenntnis, dass es völlig ohne soziale Kontakte  auf diesem Erdball, eine ganze Weile dauern könnte, bis die Sauerei entdeckt wird.

Irgendwie bestärkt mich der ganze Vorgang auch in dem Glauben, dass es so etwas wie eine übergeordnete Institution gibt, die letztlich für den Ausgleich des Handelns im realen Leben sorgt. Schließlich gibt es noch eine nicht unbedeutende Anzahl an Anwälten, die wie Gravenreuth versuchen Ihr finanzielles Vermögen zu mehren.

Wenn man den im Internet publizierten Gründen für den erfolgten Suizid Glauben schenken kann, waren diese durch finanzielle und private Probleme begründet. Also gibt es augenscheinlich wirklich so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit.

Erstaunlich an dem Vorgang ist jedoch, dass ein verurteilter Straftäter immer noch in Besitz einer Schusswaffe sein konnte, und dass mitten im konservativen Bayern.

Trotz des bemitleidenswerten Verlaufs dieser Angelegenheit,  musste ich heute Morgen wirklich über einen Leserkommentar in der taz schmunzeln. Der Kommentar des Lesers “von reibln” beinhaltete lediglich einen Hinweis zum aktuellen Staus der Website von Graventreuth:

“Auf der Webseite fehlt das Impressum”.

Das Bratwerk in Brühl


Montag, Februar 15, 2010

Das Leben ist zeitweise sehr gemein. Genau genommen heute und die letzten Tage. Die Menschheit außerhalb von Köln wird nicht nachvollziehen können, wie man sich fühlt wenn man an Karneval aus beruflichen Gründen kein Kölsch trinken kann.

Genau genommen muss man in diesen Tagen die Öffentlichkeit meiden, und sich im Büro einschließen um nicht unangenehm aufzufallen, so wie ich heute und die letzten Tage die Sachlage auch gemeistert habe.

Ziemlich hungrig auf dem Rückweg in die heimische Provinz erblickte ich dann aber kurz hinter dem Eisenwerk ein mir bekanntes Logo. Ob ich mich versehen habe?

Wenden, und zur Sicherheit noch einmal schauen. Nein, da steht es wirklich – Das Bratwerk!

Wenn das keine Belohnung für die Enthaltsamkeit ist. Wie im richtigen Leben. Wenn ich es nicht zum Bratwerk schaffe, dann kommt das Bratwerk halt zu mir. Das Jungendkulturhaus CULTRA verweigerte sich nicht dem Karnevalssonntag, der Tag an dem in Brühl immer der “D`r Zoch kütt!”, und feierte diesen Tag mit reichlich Kaltgetränken.

Also raus aus dem Auto und ran an die Currywurst. Von Mario war nichts zu sehen, aber die Currywurst eine echte Belohnung. Noch nicht ganz aufgesessen, kam Dominic um die Ecke, mit der Frage wo genau wir hier denn wären? Mario saß  im Taxi, konnte dem Fahrer aber in Ermangelung des Straßennamens nicht genau erklären, was das finale Ziel der Fahrt sein sollte…

Jetzt musste ich aber echt aufpassen, dass dieser Abend nicht doch noch  spaßig werden würde. Also besser schnell weg… Zwei Meisterköche in einer Bratwurstbude – am äußersten Rande von  Brühl. Das Leben ist doch voller Überraschungen.

Da gönne ich mir zum Abschluss des Tages jetzt doch noch ein Glas Rotwein, um dann bei einer dieser Kronzucker-Dokumentationen auf N24 sanft zu entschlafen. Schließlich geht dieses Martyrium noch bis Mittwoch. Erst nach Aschermittwoch kehrt rund um Köln wieder so etwas wie Normalität ein, oder das was man in und um Köln dafür hält.