Da hatte mir das KLEE-Konzert am Sonntag vor 14 Tagen gesundheitlich doch mehr zugesetzt als zunächst angenommen. Mittwoch noch kurz und leicht erkältet für eine Besprechung nach Zürich, ab Donnerstag fing das schwächeln dann richtig an. Freitag Besuch aus Wien, und der Mann wollte viel gutes Kölsch konsumieren. Auch ein wunderbarer Grund, um dann bereits Freitagnachmittag das Bett aufzusuchen.
Bis einschließlich Montag Bettruhe, dann drängelten erneut berufliche Verpflichtungen. Zum Glück! Für welche gesellschaftliche Zielgruppe ist das Fernsehprogramm im Tagesverlauf gemacht?
Die einzige Erhellung war die Diskussion um das Buch von Thilo Sarrazin. Um sich eine eigene Meinung bilden zu können, müsste man das Buch erst mal lesen. Da fehlt nun die Zeit und das Interesse, schließlich haben wir mit der Venloer Strasse reichlich gelebte und funktionierende Integration in der Nähe der LightLife.
Auch wenn man berücksichtigt, dass Herr Sarrazin aus kommunikativer Perspektive vielleicht nicht die ideale Besetzung für den Vorstand der Bundesbank ist, könnte die Personalie für Frau Merkel und Herrn Wulff zum Boomerang werden. Nach den öffentlichen Äußerungen seitens der Politik folgte am nächsten Tag die betont “unabhängige Entscheidung” der Bundesbank den Mann aus dem Amt zu entlassen. Das hat mehr als ein “Geschmäckle”.
Vielmehr sieht es gerade so aus, als würde die beliebte Formel: “Mann weg = Problem weg” diesmal nicht funktionieren. Und es beginnt ein beinah hilfloses suchen nach einer juristisch haltbaren Begründung für die Entlassung. Wie peinlich wäre hier eine Niederlage vor einem Arbeitsgericht? Vielleicht schon einmal Steuergelder für eine “außergerichtliche Einigung” einplanen? Bin gespannt wie die Geschichte sich weiter entwickelt…
Dienstagabend dann erst mal wieder typgerechte Nahrung. Außer weiblicher Zuneigung verzichte ich aus gesundheitlichen Gründen ohnehin auf jede Form von Medikamenten. Aber mangels Lust die Wohnung zu verlassen, sich nur von heißer Zitrone mit Honig, Musli und Joghurt zu ernähren macht auf Dauer auch keinen Spaß.
Also zu Gregor, wo es mein persönliches Abendmahl seit einigen Tagen nun auch ganz offiziell erhältlich ist.
Eigentlich eine nette Geste, darüber hinaus habe ich mir von Gregor sagen lassen das wenn ich weitere 10 Jahre jeden Abend das gleiche esse, ich ein Messingschild an der Theke erhalte.
Mein Umgangssprachlich von Koch Fritz als “Rinderriegel” bezeichnetes Abendessen erregte im Laufe der Zeit das Interesse weiterer Gäste, die anfänglich mit neidischen Blicken auf meinen Teller starrten.
Speziell in den letzten Monaten passierte es öfter, dass ich das Lokal betrat, und da saßen bereits Menschen die “mein” Essen auf dem Teller hatten. Da war der Neid nun temporär auf meiner Seite…
Meine kulinarischen Gewohnheiten haben doch nun tatsächlich für eine eigene Position auf dem Bewirtungsbeleg gereicht.
Welch Freude! Doch in Anbetracht meiner Erkrankung drängt sich zwangsläufig der Gedanke auf, ob wohl auch ich zu den Kreativen gehöre, die erst nach Ihrem Ableben die verdiente öffentliche Würdigung erfahren?
Als jemand der dem “starken Geschlecht” angehört, neigt man ja aus weiblicher Perspektive dazu, im Falle einer Erkältung mit dem schlimmsten zu rechnen.
Wie Diva D. mir glaubhaft versicherte, scheine ich aber auf dem Wege der finalen Gesundung zu sein. Ich könnte mich schon wieder ordentlich über diverse Dinge ärgern, wie zum Beispiel dem VW-Navigationssystem, welches anscheinend an das kreative Potential eines Golf-Fahrers angepasst wurde.
Dieser elektronische Schrott, der mich gestern und vorgestern in der Summe vier volle Stunden meiner Lebenszeit gekostet hat, findet ausreichend Beachtung in meinem nächsten Beitrag dieses Weblogs…






