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"Ärger…" Category


Wenn Lieferanten versagen…


Dienstag, August 10, 2010

Zeitweise ist es zum Haare raufen. Man macht Planungen, Probeaufbauten, und entscheidet sich letztlich für ein Produkt. Natürlich nur wenn einem der Lieferant vorab unter anderem die Lieferzeiten und die Konfigurationsvarianten zugesagt hat.

Soweit der Standard. Diesmal kam es aber ganz anders. Sozusagen ab dem Tage der offiziellen Auftragsbestätigung und Bestellung durch uns. Weder die abgesprochenen Lieferzeiten, noch die entsprechende Kabelkonfiguration konnte plötzlich bestätigt werden. Obwohl wir bereits Anfang Mai die erforderlich Anzahl von einigen tausend LED`s bestellt (Wegen Einhaltung der Lieferzeit…) hatten. Das Leben ist halt voller Überraschungen.

Aber was könnte uns in der LightLife schon in Unruhe versetzen? Kurzerhand haben wir unsere konstruktive Wunderwaffe Florian Kick aktiviert. Und wie zu erwarten, hatten wir in kürzester Zeit einen CNC-gefrästen-6-channel-cable-cutter mit manueller 3 KG-Trennhammerbedienung. Natürlich aus dem vollen Alublock gefertigt…

Das Gerät trennt das leidige Flachbandkabel nun in seine Einzeladern auf, die dann von uns in detaillierter Kleinarbeit mit spritzwassergeschützten Steckverbindern ausgestattet wurden.

Es ist immer gut, wenn man sich auf Zusagen verlassen kann! Aber was soll das Jammern, schließlich sind wir die LightLife!

Und da werden Probleme nicht mit Titeln in der Visitenkarte geschmückt, sondern gelöst. Und dem ersten Fassadenelement wurde gestern bereits Leben eingehaucht…

Wir werden wieder gewinnen! Und beim nächsten mal: Augen auf bei der Lieferantenwahl, auch wenn es sich um etablierte Hersteller handelt…

Herr Bürgermeister Kreuzberg… Wie geht es unserem Parkleitsystem?


Dienstag, Juli 6, 2010

Freundlicher Herr Kreuzberg,

vermutlich müssen Sie Ihr Fahrzeug selten selbst lenken, geschweige denn parken. Sonst wüssten Sie, dass dieses Vorhaben im beschaulichen Brühl nahezu unmöglich ist.

Die recht aktuellen Photos verdeutlichen, dass die Anzeige wieder einmal 44 nicht existente Parkplätze anzeigt. Real müssen die Menschen dann auf Flächen vorlieb nehmen, die ganz dem Rettungswegkonzept der Stadt Brühl entsprechend, nicht zum Parken von Fahrzeugen vorgesehen sind.

Das von Ihnen initiierte, und für sicherlich nicht wenige Euros erworbene Parkleitsystem hat noch nie funktioniert.

Als Reaktion auf die Pressemeldungen vor knapp einem Jahr, welche ebenfalls die falschen Anzeigen und die mangelnde Funktion des kompletten Parkleitsystems kritisieren, gab die  Stadt Brühl ein erstaunliches Statement.

Sinngemäß äußerte man, dass man um die existenten Mängel wisse und für Besserung sorgen werde. Zusätzlich überprüft ein städtischer Mitarbeiter zu jeweils zu Wochenbeginn die Anzahl der parkenden PKW´s, zum Beispiel auf dem Belvedere-Parkplatz, und passt diesen dann an die veröffentlichten Werte auf den Signalanzeigen an.

Bitte Herr Kreuzberg…  Auch in Brühl ist das Jahr 2010. Und hier zählt jemand Autos auf einem Parkplatz? Dank Ihrer innovativen Ideen für die Entwicklung der Stadt Brühl haben wir ja jetzt auch die Giesler-Galerie, deren Geschäfte entgegen der Meinung Ihrer Kritiker, wirklich keine Gefährdung des Geschäftsbetriebes der Ladenlokale der Innenstadt darstellen.

Ganz im Gegenteil. In der Innenstadt halten sich sogar die € 1-Läden, was in der Galerie nicht gelang. Das die in Brühl ansässigen Autohäuser ihre Fahrzeuge in den leer stehenden Ladenlokalen ausstellen dürfen, ist sicherlich wesentlicher Bestandteil Ihrer Strategie zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Brühl. Ähnlich wie das erfolgreiche Gastronomiekonzept im ersten Obergeschoss der Galerie.

Wer muss eigentlich die komplizierte Aufgabe der Fahrzeugzählung bewältigen? Machen das die freundlichen Politessen, die auch dafür sorgen das die Kölnstraße jederzeit entspannt befahrbar ist? Ich meine für den Fall, das gerade niemand im absoluten Halteverbot parkt um eine der zahlreichen Apotheken oder Bäckereien aufzusuchen?

Bei der Gelegenheit…  Wie kommt man eigentlich zu einer solch anspruchsvollen Tätigkeit im städtischen Straßenverkehrswesen. Ich habe noch nie eine Dame, gleich welchen Alters getroffen, die schilderte das sie gerne Politesse werden möchte. Ist das ein richtiger Beruf, also so mit richtiger Ausbildung? Bestimmt, schließlich muss man eine Autonummer entschlüsseln können, und diese auch noch in ein technisches Gerät eingeben.

Weltpolitische Weitsicht ist vermutlich nicht Einstellungsvoraussetzung, wie ich ja in der Nacht vom 11. auf den 12 September 2001 am eigenen Leibe erfahren konnte. Während ich die ganze Nacht vor dem Fernseher verbrachte, weil man zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht wusste ob nun der dritte Weltkrieg beginnen würde, verschlief ich den 12.09. ein wenig.

Und man glaubt es kaum…  Schon um 9:30 Uhr konnte ich auf einen völlig freien Belvedere-Parkplatz blicken. Ihre aufmerksamen Mitarbeiter hatten mein Fahrzeug, trotz der Firmenbeschriftung mit Rufnummer, bereits abschleppen lassen.

Schließlich sollte die Kirmes aufgebaut werden. Kaum ein Schausteller war anwesend, und die vor Ort waren sich auch nicht sicher ob man den überhaupt etwas aufbauen sollte, aber all die Ereignisse konnten Ihre Mitarbeiter nicht irritieren.

Günter Freiherr von Gravenreuth hingerichtet


Mittwoch, Februar 24, 2010

Die erste E-Mail am heutigen Tage enthielt nur den Text:  “… am Ende doch!”, sowie einen Link auf den heise.de Newsticker der meldete, dass Günter Freiherr von Gravenreuth tot sei.

Die E-Mail stammte von einem guten Freund und äußerst seriösem Forumsbetreiber, der den gerade erst verstorbenen Herrn Günter Freiherr von Gravenreuth, begründet durch ein von der deutschen Rechtsprechung geduldete  Abmahnung, einen guten Teil seines nicht überhöhten Einkommens zukommen lassen musste.

Als erste Reaktion auf diese Meldung erkannte ich aber schnell,  dass mir jede auf einer Straße überfahrene Katze mehr Mitleid abringt, und das auch  der Einsatz von Schusswaffen etwas wirklich positives haben kann.

Zu gute halten muss man dem Mann aber eine gewisse Vorbildfunktion. Immerhin ist er einer der ersten der sogenannten “Abmahnanwälte” gewesen, der von einem deutschen Gericht wegen Betrugsversuch rechtskräftig verurteilt wurde. Da hatte er mit der Tageszeitung endlich mal einen Gegner gefunden, der ihm die Grenzen seines Schaffens definierte.

Und als einzige Konsequenz sieht der Mann keine andere Lösung als sich eine Kugel in den Kopf zu drücken?

Aber auch das hat ja etwas gutes, schließlich hätte er sich auch vor einen Zug werfen können, und damit wie im richtigen Leben noch weitere Menschen in Mitleidenschaft gezogen.

Nein,  man sollte wirklich aufrichtig anerkennen, dass der aus meiner Sicht gesellschaftliche Abschaum mit  juristischem Studium sich nur das eigene Mobiliar und vielleicht etwas die Tapete versaut hat.

Und damit die armen Menschen, die diese Sauerei wegputzen müssen sich nicht noch zusätzlich mit dem Einsammeln von Maden und sonstigem Krabbeltieren herumschlagen müssen, hat der Herr Anwalt gemäß Bild gleich noch ein Abschiedsmail an Empfänger wie  Gulli.com oder den Chaos Computer Club gesandt.

Vermutlich in der dann doch erwachsenden Erkenntnis, dass es völlig ohne soziale Kontakte  auf diesem Erdball, eine ganze Weile dauern könnte, bis die Sauerei entdeckt wird.

Irgendwie bestärkt mich der ganze Vorgang auch in dem Glauben, dass es so etwas wie eine übergeordnete Institution gibt, die letztlich für den Ausgleich des Handelns im realen Leben sorgt. Schließlich gibt es noch eine nicht unbedeutende Anzahl an Anwälten, die wie Gravenreuth versuchen Ihr finanzielles Vermögen zu mehren.

Wenn man den im Internet publizierten Gründen für den erfolgten Suizid Glauben schenken kann, waren diese durch finanzielle und private Probleme begründet. Also gibt es augenscheinlich wirklich so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit.

Erstaunlich an dem Vorgang ist jedoch, dass ein verurteilter Straftäter immer noch in Besitz einer Schusswaffe sein konnte, und dass mitten im konservativen Bayern.

Trotz des bemitleidenswerten Verlaufs dieser Angelegenheit,  musste ich heute Morgen wirklich über einen Leserkommentar in der taz schmunzeln. Der Kommentar des Lesers “von reibln” beinhaltete lediglich einen Hinweis zum aktuellen Staus der Website von Graventreuth:

“Auf der Webseite fehlt das Impressum”.