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"Ärger…" Category


Dubiose Resultate beim Yourfone Songcontest


Montag, Juni 9, 2014

Wir leben in einer Medien- und Marketingwelt, die mich hier und da doch immer erneut zu Staunen bringt. Aktuellstes Beispiel ist der gerade beendete Yourfone Songcontest.

Für die Darbietung des nächsten Yourfone Werbesongs, und damit eine Möglichkeit als Musiker eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, bewarben sich etwas über 550 Bands, DJs und Solokünstler. Eigentlich eine schöne Geschichte, allerdings mit Geschmäckle…

Zu müffeln beginnt es bereits bei der Auswahl der vier Finalisten. So gelangten „KUULT“ und „OCEAN STEREO“ via Community Voting, also öffentlicher Abstimmung ins Finale.

http://www.youtube.com/watch?v=pz2jtdU7DDc http://www.youtube.com/watch?v=wNlEEwtV7x4

Die beiden anderen Finalisten „GETTING PRIVATE IN PUBLIC“ und „PARI SAN“ wurden von der Songcontest Fachjury, bestehend aus dem yourfone Geschäftsführer Hartmut Herrmann, Jennifer Rostock Frontfrau Jennifer Weist, dem bekannten Hit-Produzenten Henrik Menzel, sowie Musik-Blogger Marc Ehrich, gewählt.

http://www.youtube.com/watch?v=R4_xYFUShV8 http://www.youtube.com/watch?v=boRy3K03BXA

Diese Differenzierung irritiert schon mal ein wenig, bzw. macht deutlich, dass die Yourfone-Commutiy nicht als besonders kompetent betrachtet wird.

Für das Finale hatte dann jeder der vier strahlenden Sieger die Aufgabe, innerhalb von 12 Stunden einen vorgegeben Song, gemeinsam mit Jennifer Weist und dem bekannten Hit-Produzenten Henrik Menzel individuell zu interpretieren. Hhmmm?

Was ist das denn? All dieser Musiker leben vermutlich für, aber eben noch nicht von ihrer Musik. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass der oder die Gewinner des Contests einen Mörderhit laden sollten, bleibt aus Ruhm und Ehre vermutlich wenig finanzieller Spielraum.

Die GEMA verteilt Tantiemen in der Regel zu 40% an den Verlag, 30% bekommt der Texter, und über die restlichen 30% der Erlöse darf sich der Komponist freuen. Mit der Interpretation eines vorgefertigten Songs dürfen dann selbst die Gewinner des Contests ihren Kühlschrank kaum füllen können.

Die Rechte liegen vermutlich beim Veranstalter, der ja auch schon bei der Auswahl von zwei Finalisten beteiligt war. Da die späteren Interpreten zu der kreativen Leistung nichts beigetragen haben, dürfte es in der Folge auch keine Tantiemen geben.

Aber egal, zurück zum Wettbewerb. Jetzt war wieder die Yourfone Community gefragt. Unter den vier Finalisten sollte erneut abgestimmt werden. Diese Abstimmung gewann „OCEAN STEREO“ mit 31% der abgegeben Stimmen. Die finalen Ergebnisse sind, warum auch immer, kurz vor Beginn des finalen Votings, von der Yourfone-Website für immer und ewig verschwunden. Die Kommentare zu dem Online-Voting sind jedoch noch sichtbar.

Schaut man sich diese im Detail an, tendiert die Community überwiegend erneut für die Formationen „KUULT“ und „OCEAN STEREO“.
Bei der letzten und finalen Abstimmung, im Rahmen eines „gigantischen Abschluss-Events“ live in Hamburg, gewann dann überraschend das Duo „PARI SAN“, also die Künstler die vorab schon von der „Fachjury“ definiert wurden.

Lieber Yourfone-Akteure: Wenn Ihr mal etwas gigantische Show sehen wollt, dann kauft Euch doch mal eine Karte für die aktuelle Lindenberg-Tournee. Allein das Opening ist beeindruckender als Eure Gesamtdarbietung.

Als jemand der das ganze Treiben verfolgt hat, und musikalisch zu „OCEAN STEREO“ tendierte, bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Sieht doch schwer so aus, als wolltet Ihr als neuen Werbesong eine Lana del Rey haben. Und weil die wohl zu kostenintensiv ist, basteln wir uns halt eine eigene.

Das ist nicht nur ziemlich unschön gegenüber all den Talenten die Ihr da zum Mitmachen bewegt habt, auch als Kunde Eures Hauses würde ich mich mächtig über den Tisch gezogen fühlen.

Aber sicherlich liege ich mit meiner Einschätzung völlig daneben, und Ihr hattet nur wegen der Feiertage noch nicht die Zeit alle Ergebnisse der Votings zu etwas verständlicher dokumentieren und zu veröffentlichen.

Minister Gabriel, EU-Energiekommissar Oettinger und unsere Landesmutter Hannelore Kraft haben Recht! Es muss sofort etwas gegen diesen solaren Stromerzeugungs- Irrsinn unternommen werden!


Montag, Juni 2, 2014

Die Messwerte unserer 29,75 kWh Photovoltaik-Testanlage zeigen zunehmend erschreckende Ergebnisse. Mit der Inbetriebnahme am 10.09.2013, noch ohne 5 kWh Energiespeicher, haben wir bis zum Jahresende 2013 noch 4.400 kWh vom Energieversorger beziehen müssen.

Ein wenig elektrische Energie, genau 1.300 kWh hat die Anlage zwar in den dunklen und kalten Wintermonaten produziert, die Erträge waren aber noch kein Anlass zur Freude.

 

LightLife Solaranlage

LightLife Solaranlage

 

Vollständige Fehlinvestition

Eine Investition von etwas über netto € 43.000,- stand somit einem Erlös von exakt € 182,- nach den ersten dreieinhalb Monaten gegenüber. Und von Erlös kann real nicht gesprochen werden, da noch für € 968,- elektrische Energie bezogen werden musste. Bleibt neben der offensichtlichen Fehlinvestition in die Solaranlage noch ein zusätzlicher Nettoverlust von € 768,-.

LightLife Photovoltaik zum 31.12.13

LightLife Photovoltaik zum 31.12.13

Eigentlich heißt es doch man könnte sich mit eine Photovoltaik-Anlage unter dem Deckmäntelchen des Gutmenschentums, sowie des Umweltschutzes auf Kosten der Allgemeinheit so richtig bereichern. Aber trotz der zahlreichen Berichte in diversen Medien, sowie den Äußerungen unserer Politiker ging diese Rechnung bei uns nicht auf. Lediglich unser Marketing konnte ein wenig mit dem Begriff „Alternative Energien“ winken.

Reichtum durch Einspeisevergütung

Das man sich an der Einspeisevergütung, speziell im Winter nicht Dumm und Dämlich verdienen kann, hatten wir ja erwartet. Jetzt wissen wir aber, dass mit der Einspeisevergütung genau nichts zu verdienen ist.

Wir erhalten ca. € 0,14 je eingespeiste Kilowattstunde, müssen aber € 0,22 je bezogene kWh zahlen. Wie bitte soll man denn auf Basis dieser Grundlage jemals Geld verdienen? Und bei Betrachtung auf einen Zeitraum von 20 Jahren, kann einem da nur schlecht werden.

Öffentliche Förderung via KFW-Darlehn

Selbst auf öffentliche Förderungen haben wir auch verzichten müssen. Warum? Weil wir die komplette Anlage aus liquiden Mitteln gezahlt haben, anstatt diese ordentlich über eine Bank finanzieren zu lassen. Wer solche Fehler begeht wird natürlich nicht öffentlich gefördert.

Fazit zum Jahresende: Für das Geld hätten wir besser doch einen neuen Firmenwagen angeschafft, oder hätten alternativ, oft und auch sehr zahlreich gut essen gehen können.

Mit solch negativen Resultaten hatten wir wirklich nicht gerechnet, und haben wegen der großen Enttäuschung unserer Anlage erst Ende April 2014 wieder etwas Aufmerksamkeit geschenkt. Zwischenzeitlich haben wir noch den Energiespeicher angeschlossen und den firmeninternen Energiebedarf optimiert.

Energiebilanz Januar bis April 2014

Jetzt staunten wir erneut! Wir produzierten in dem genannten Zeitraum deutlich mehr Strom, als wir mit der kompletten LightLife Köln, inklusive aller Arbeitsplätze nutzen konnten.

Und da sich Strom nicht in Eimerchen füllen lässt, konnten wir diesen weder an Freunde und Nachbarn verschenken oder verkaufen, sondern nur einspeisen. Und bei der Menge kann das echt teuer werden, so unsere Befürchtung.Danach hat die Sonne bereits am 12.02.14 beinah (bis auf 270 Wh) den kompletten Tagesbedarf der LightLife erzeugt. Am 23.02.14 lagen wir erstmalig mit 1.640 Wh schon über unserem Bedarf. Der 12.04.2014 war der Tag, an dem unsere Solaranlage exakt soviel Strom produziert hatte, wie die LightLife von Januar bis April benötigt hatte (4.974,54 kWh).

Elektrische Energie speichern statt Einspeisen

Seither wissen wir nicht, wohin mit dem ganzen Strom und haben zur Milderung dieser Problematik einen Smart Electric Drive bestellt. Diesen können wir dann mit der überflüssigen Energie betanken. Derzeit könnten wir das Fahrzeug allein mit der täglich Überflüssigen Energie mindesten vier Mal volltanken. Denkbar ist auch die Nutzung als zusätzlicher Energiespeicher, falls das Fahrzeug nicht genutzt wird.

Solarstromflut im Mai

Den Monat Mai haben wir nun detaillierter betrachtet. Die Zahlen zeigen deutlich welches politische und finanzielle Desaster langfristig zu erwarten ist. Allein der Blick auf den Wandlerzähler dürfte jedem Solarstrom-Gegner die Haare zu Berge stehen lassen.

LightLife Wandlerzähler

LightLife Wandlerzähler

Die aktuelle Differenz seit Inbetriebnahme der Anlage beträgt gerade noch 145 kWh. Es reichen also zwei sonnige Tage in Köln um vollständige Parität zu erreichen. Damit hat die LightLife letztlich die Defizite der Wintermonate des letzten Jahres kompensiert. Damit haben wir zu Ende Mai, seit Inbetriebnahme der Anlage im September 13 bereits 97,64% der von uns benötigten elektrischen Energie generiert.

 

LightLife Energiebilanz 31.05.14

LightLife Energiebilanz 31.05.14

 

Der Energiespeicher entfaltet ebenfalls seine Wirkung. Im Monat Mai kommt die LightLife nun auf einen Eigenverbrauchsanteil von 86,56%.

 

LightLife Eigenverbrauch

LightLife Eigenverbrauch

 

Noch 20 Tage bis Sommeranfang

Und der Sommer steht uns ja erst noch bevor. Jetzt stelle man sich nur vor, was im Land los wäre wenn ein Großteil der Firmen, wie wir die elektrische Energie selbst erzeugen würde?

Die Aktien von RWE und EON und ähnlichen Konzernen würden weiter fallen. Speziell in NRW, wo die Städte und Kommunen zu gut 25% an den Konzernen beteiligt sind, brächte dies weitere finanzielle Schwierigkeiten. Dazu würde die Bevölkerung zunehmend erkennen, dass Photovoltaik nicht nur bestens funktioniert, sondern gegenüber Kohle und Atomstrom eine sichere und saubere Alternative darstellt.

Gegen diese Erkenntnis muss die Politik vorgehen. Der Ansatz mit der Abgabe auf Strom den man selbst erzeugt, und auch selbst verbraucht ist da schon eine brillante Idee von Herrn Gabriel. Wird aber nicht reichen, da der Strom dann immer noch preiswerter herzustellen ist, als diesen vom Energieversorger zu beziehen. Am besten man verbietet die Photovoltaik komplett!

Elektromobilität

Wenn die Menschen nun noch beginnen, die erzeugte Energie in Ihre elektrisch betriebene Autos zu füllen, würde zusätzlich das große Tankstellensterben beginnen.

Mal ganz davon abgesehen, dass mit wachsender Energiespeicherung der so dringend benötigte Netzausbau überflüssig erscheint. Die Politik ist nun dringender den je gefordert zu handeln, sonst setzt sich die Energiewende noch in der breiten Öffentlichkeit durch!

Die Deutsche Energiewende macht schwul!


Freitag, April 18, 2014

Bei so machen Nachrichten dreht sich einem ja wirklich der Magen um… So berichtet Die Welt, und  N-TV heute (Und vermutlich noch andere Medien, die statt Redakteure vorrangig abschreibende Praktikanten beschäftigen…) heute:

„2011 habe es rund 312 500 Stromsperren gegeben. Als ein Grund für die gestiegene Zahl der Stromsperren gilt der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien, wodurch die Energiepreise steigen.“

Zahlen von 2011… Hallo? Wir schreiben 2014, geht es etwas aktueller? Und selbst wenn man sich auf diese Zahlen bezieht, entspricht dieser Wert bei einer Gesamtbevölkerung von 81,84 Millionen Bundesbürgern ganzen 0,3816% der deutschen Bevölkerung. Auf die Anzahl der 40,40 Millionen Haushalte (Quelle: Wikipedia) bezogen ergibt sich ein Wert von 0,7735%

Und richtig, lassen wir lieber noch etwas Kohle und Öl verbrennen, auch wenn es Technik von vorgestern ist, die Luft verpestest, und absehbar ist das diese Energiereserven in wenigen Jahren aufgebraucht sind. Und weil absehbar ist, dass diese Ressourcen endlich sind, werden diese vermutlich auch noch mächtig im Preis fallen. Wie blöd muss man eigentlich sein um das zu glauben?

Nicht der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist die Ursache, sondern zum Beispiel perspektivische Fehlentscheidungen im Hause RWE. Diese getragen von Politikern aus Städten, Gemeinden und Kommunen die neben Aufsichtsratposten auch gute 25% der RWE Aktien halten. Und damit das Ganze steuerlich nicht so teuer kommt gibt es die RWEB GmbH. (Quelle: WAZ).

Würde sich die Linkspartei aus lauter Gysi´s zusammensetzen könnte man die vielleicht sogar mal wählen. Wer ist diese Caren Ley, welche die österliche Nachrichtenarmut nutzt um endlich mal in den Medien erwähnt zu werden?

„Es ist absolut unverhältnismäßig, dass Familien wegen ein paar Euro im Dunkeln sitzen müssen», sagte Linksfraktions-Vize Caren Lay dem Blatt. «Stromsperren für Privathaushalte müssen per Gesetz verboten werden», forderte sie. «Wir brauchen außerdem einen Härtefallfonds, der Haushalten mit Zahlungsrückständen kurzfristig unbürokratisch hilft.“

Wie antwortet man nun auf einen solchen populistischen argumentativen Schrott?

Ob es vielleicht daran liegen könnte, dass die ganzen Hartz IV-Empfänger sich für schlanke € 399,- im Elektronikmarkt um die Ecke einen schicken 50“-Plasma-Fernseher zugelegt haben, um solche Mindermeldungen auf N-TV und RTL nicht zu verpassen? Gut solch ein Gerät benötigt je nach Bildinhalt mal schnell 26 kWh bei 72 Stunden Betriebsdauer. Mit der gleichen Energiemenge könnte man auch 72 Stunden lang sechs Stück der inzwischen verbotenen 60 Watt-Glühbirne leuchten lassen. Aber da diese Leute eh all doof sind, merkt das ja keiner…

Eigentlich die einzig passende Antwort…  Mit dem leidigen Nachteil, dass man damit den Hartz IV-Empfängern einen Stempel aufdrückt, die mit gewerkschaftlicher Unterstützung einfach einer verdammt schlecht bezahlten Arbeit nachgehen müssen.

Hoffentlich finden sich unter den knapp 82 Millionen Bundesbürgern noch genug, die das eigenständige Denken beherrschen… Bei den Medien gibt es ja kaum noch welche, wie sonst sind  solche Veröffentlichungen zu erklären, die dann auch fröhlich auf allen Kanälen abgeschrieben und veröffentlicht werden?

Wer wissen möchte, welche Medien diesen völlig überflüssigen Beitrag völlig unreflektiert übernommen und verbreitet haben, möge nach folgendem Satz googeln: 2011 habe es rund 312 500 Stromsperren gegeben.

Vielen Dank an die Generationen Golf und Praktikum!

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 21.04.2014 durch die Angabe der exakten Anzahl der deutschen Haushalte ergänzt.