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Dieses Jahr werden ein paar Dinge anders…


Dienstag, Januar 26, 2010

…so ähnlich habe ich das zumindest beschlossen.

Nicht das die vergangenen Monate schlecht gewesen wären, nein das letzte Jahr war trotz der dauernd angekündigten Krise, nüchtern betrachtet ein wirklich gelungenes  Jahr in der Lightlife.

Nicht nur viele spannende realisierte Projekte bei denen wir mitwirken durften, darüber hinaus auch viele Vorhaben für die wir Anfragen erhielten, diesen aber wegen völligem zeitlichem und personellem Mangel nicht nachkommen konnten. Darunter eine nicht geringe Anzahl von möglichen Realisationen, die mir doch Bauchschmerzen machen…

Begonnen mit der Lichtinstallation einer viel versprechenden Künstlerin aus Berlin, über Bauvorhaben die ausgestattet mit unseren Ideen bestimmt den ein oder anderen Betrachter begeistert hätten, bis hin zu den eigentlichen Pflichtveranstaltungen für Menschen aus der Welt der Illuminationskunst, der Teilnahme an der Luminale, der  Rheinpartie, oder den Passagen usw. Vermutlich habe ich mich von der angekündigten Wirtschaftskrise doch mehr beeindrucken lassen lassen ich dachte… Nun ja, man muss auch gönnen können, und man kann halt nicht überall mitspielen…

Auf der anderen Seite gibt so Momente, die dann doch nachdenklich stimmen. Einen dieser Momente hatte ich erst vor kurzer Zeit im Berliner Heimathafen. Dort gab Christopher von Deylen alias Schiller seinen Secret Gig vor nur 100 ausgewählten Zuschauern.

Bereits  im April 2009 erreichte uns eine Anfrage der technischen Kollegen, ob wir nicht ein Konzept für das  Lichtdesign der für 2010 geplanten  Tournee  erarbeiten möchten. Das Ganze im Idealfall als erweiterte Variante unserer Blauen Nacht aus dem Jahre 2003.

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Statt der herkömmlichen Glühlampen sollten nun LED´s mit RGB-Farbwechsel für visuelle Begeisterung sorgen. Nähere Details zum Vorhaben  besprach man, begleitet von kulinarische Freuden bei Angelo.

Kurz nach diesem Treffen entstanden recht zeitnah erste Entwürfe für das Bühnenbild, ein Funktionsmodell eines der angedachten Leuchtkörper hatten wir in unserer Werkstatt ebenfalls zügig gebaut. Da ich aber noch nicht vollständig glücklich mit den ersten Entwürfen war, wurden diese natürlich niemandem zugänglich gemacht.

In den folgenden Tagen und Wochen überschlugen sich dann wieder die  Ereignisse,  im nächsten ruhigen Moment, inzwischen zeigte mir mein Kalender  den 03. Januar 2010, brauchte man mit einem gewissen Bezug zu Realität das Thema nicht erneut aufgreifen. Eine gewisse Neugier am Projekt trieb mich auf die Website des Künstlers. Schließlich interessierte es mich doch sehr was aus den ursprünglichen Gedanken geworden ist, und wer sich Gedanken zum Thema Licht machen durfte.

Leider verriet die Website nicht viele Details zur geplanten Tournee, kündigte aber einen Secret Gig für den 12. Januar 2010 in Berlin an. Durch einfaches hinterlassen seines E-Mail-Kontakts konnte man einer von insgesamt nur 100 geladenen Gästen werden. Das passt ja prima dachte ich mir noch, weil ich in genau dieser Woche ohnehin wegen einer Installation in Berlin weilte.

Um so größer die Überraschung, als mich am nächsten Tag ein Mail mit folgender Überschrift erreichte: Congratulations – You won one of 100 tickets! Für jemanden der an Tankstellen keine Punkte sammelt, keine Kundenkarten besitzt, und sich auch nie an irgendwelchen Gewinnspielen beteiligt ein echter Wink mit dem Zaunpfahl…

Also rein ins Vergnügen. Und ich darf sagen: Es war alles andere als enttäuschend. Das am 12. März erscheinende Doppelalbum “Atemlos” wird sich schon bald in meinem Eigentum befinden. Die graphische Gestaltung des Covers verrät zudem das ich gedanklich recht gut unterwegs war, aber ist ja jetzt auch egal.

Vom kommen Lichtdesign der Tournee 2010 war während des Konzertes in Berlin nichts zu sehen. Man zeigte sich mit ca. 40 Stufen- und Proflilscheinwerfern eher zurückhaltend im prächtigen Saalbau, und fügte sich somit ganz dem festlichen Ambiente des Heimathafens.

Zum Ende des Konzertes umspielte ein Laser liebevoll die Glühlampen der Saallüster. Auch ein spannender Anblick, den ich bis dahin in dieser Form noch noch nicht gesehen hatte.

Das Lichtdesign für die Tournee bleibt, wie ich sehen konnte, zumindest in Kölner Hand. Nach dem Konzert zögerte ich nicht und suchte umgehend den FOH-Platz auf um meinem Branchenkollegen Jojo Tillmann persönlich zu begrüßen, ein paar Worte zu wechseln, und zur gelungen Darbietung zu gratulieren.

Nun ja, in aller Bescheidenheit gehe ich mal davon aus, dass  uns auch dieses Jahr wieder einige interessante Möglichkeiten erreichen werden.

Eines steht aber definitiv fest. Egal was die Tagesnachrichten so offerieren oder androhen. Ich werde mich nicht irritieren lassen, und wenn mir danach ist, setze ich mich in ein nettes Café oder an den See im Schlosspark  und lasse etwas die Gedanken gehen. Dieses Jahr wird es einfach etwas mehr Zeit für den eigenen Kopf geben.

Und wer weiß, vielleicht reproduziert mein iPod dann gerade etwas von Atemlos. Hier schon einmal 90 Sekunden mit Nadja Ali:

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