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Archive for Januar, 2010


Lukas und Antonius auf dem roten Teppich


Dienstag, Januar 26, 2010

Trotz später Stunde möchte mich die Müdigkeit noch nicht überwältigen. Also noch eine Geschichte zum Einschlafen…

Gerne erinnere ich mich an die Premiere des Stern des Südens in München. Schon bei der ersten Besprechung und Vorbesichtigung hatte ich einen Tag der mehr als anstrengend war. Die Mitarbeit bei der Realisierung des Kunstwerkes von Michael Pendry und  SIEMENS, hatte wie man zugeben muss, in der Realisationsphase wirklich noch einmal die Nervenstärke aller Beteiligten gefordert.

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Um so größer war die Freude und Spannung als der Premierentag erreicht war. Lukas und ich haben uns für den Premierenabend mächtig aufgehübscht. Mit schicken Anzügen und glänzenden Schuhen, schließlich waren wir geladene Gäste der offiziellen Gala mit zahlreichen attraktiven und wichtigen Menschen.

Leider mußten wir, bevor wir den roten Teppich betreten durften, noch einmal schnell beim Windrad vorbeischauen. Zu unserem entsetzen funktionierte die Installation, gut eine Stunde vor der Gala, nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Also zur Sicherheit noch einmal schnell in die Nabe des Windrades und einen Controller tauschen.

Ein Prozess, der leider etwas Zeit beanspruchte, die ja gerade bei solchen Anlässen nicht gegeben ist. Zu allem Überfluss konnten wir jetzt auch nicht mehr testen, ob der Austausch des Controllers den gewünschten Erfolg brachte, den schließlich waren bereits zahlreiche Gäste der Gala eingetroffen, mit bester Sicht auf das Windrad. Also trösteten wir uns mit einer technischen Analyse, die uns beide zu dem Schluss führte, dass nur dieser Controller für den temporären Darstellungsfehler verantwortlich sein könne.

Also wieder rein in die Anzüge und mit dem Auto rüber zur Gala, während ein paar Kollegen am Windrad blieben, um den Moment des Einschaltens zu betreuen. Am roten Teppich angekommen, empfing man uns mit dem Angebot einfach herauszusteigen, und unser Fahrzeug parken zu lassen. Da wir dem ebenfalls gut gekleideten Herrn, trotz aller Eile nun nicht zumuten wollten in unseren nicht mehr ganz sauberen Wagen zu steigen, schlugen wir das Angebot aus und parkten selbst.

Danach auf den roten Teppich, an dessen Ende wir von attraktiven Damen mit prickelnden Kaltgetränken begrüßt wurden. Vorbei an zahlreichen Photographen und Kameras, die sich aus einem für uns unerklärbaren Grunde, nicht sonderlich für uns interessierten. Im Festzelt angekommen unterhielten wir uns dann sehr angeregt mit einer Münchner Stadträtin und Ihrem Ehemann. Ihre Tochter hatte am Tag zuvor in Köln geheiratet, womit für reichlich Gesprächsstoff gesorgt war.

Nun war der Moment erreicht, den das folgende Video geschickt verheimlicht. Der Countdown lief, der rote Buzzer wurde betätigt und es passierte nichts. Die nun folgenden Sekunden fühlten sich an wie Stunden, unser Körpertemperatur stieg messbar an. Es setzte Musik ein und wir nutzen die Gelegenheit uns mit den Kollegen am Windrad in Verbindung zu setzen.

Diese berichteten uns ganz gelassen, dass sie noch kein “Go” hätten, und der Übertragungshubschrauber gerade nicht auf der idealen Position sei. Beinah im gleichem Moment erhielten die Kollegen, den von uns  ersehnten Startcue und der Stern des Südens erstrahlte in voller Pracht.

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Das war nun der Moment der Erleichterung, jetzt waren auch wir wirklich in Feierlaune. Wie immer bei solchen Anlässen unter hoher Anspannung, meldet sich dann der Bauch und man erinnert sich, dass man wieder den ganzen Tag nichts gegessen hat. Nur ist das permanent gereichte und  köstliche Fingerfood nicht geeignet sich richtig satt zu essen. Würde auch ein fraglichen Eindruck bei den anderen Gästen hinterlassen.

Später, in den frühen Morgenstunden und mitten in der Münchner Innenstadt, überraschte und erfreute uns Michael Pendry mit dem Besuch einer Art Brauhaus. In dieser Lokalität gab es nicht nur täglich ab zwei Uhr morgens frische Haxen, sondern auch verdammt gute Schnitzel.

Und noch eine Überraschung… Auf dem Weg in die Innenstadt hat Lukas sein iPhone in der U-Bahn liegen lassen. Ein Malleur das man zu dieser Zeit und speziell mit diesem begehrten Gerät nicht begehen sollte.

Als wir den Verlust bemerkten, wählte ich von meinem Telefon umgehend mal bei Lukas an. Probieren kann man es ja mal…

Es meldete sich Vitoli, der mir erklärte, dass er das Telefon in der U-Bahn gefunden habe. Wenn wir wollten könnten wir ja gerade kommen und es abholen…  Also rein ins nächste Taxi und zu Vitoli, dem wir dann € 20,- als kleines Dankeschön echt noch aufzwingen mussten.

Danke Vitoli, dass war mehr als vorbildlich!

Dieses Jahr werden ein paar Dinge anders…


Dienstag, Januar 26, 2010

…so ähnlich habe ich das zumindest beschlossen.

Nicht das die vergangenen Monate schlecht gewesen wären, nein das letzte Jahr war trotz der dauernd angekündigten Krise, nüchtern betrachtet ein wirklich gelungenes  Jahr in der Lightlife.

Nicht nur viele spannende realisierte Projekte bei denen wir mitwirken durften, darüber hinaus auch viele Vorhaben für die wir Anfragen erhielten, diesen aber wegen völligem zeitlichem und personellem Mangel nicht nachkommen konnten. Darunter eine nicht geringe Anzahl von möglichen Realisationen, die mir doch Bauchschmerzen machen…

Begonnen mit der Lichtinstallation einer viel versprechenden Künstlerin aus Berlin, über Bauvorhaben die ausgestattet mit unseren Ideen bestimmt den ein oder anderen Betrachter begeistert hätten, bis hin zu den eigentlichen Pflichtveranstaltungen für Menschen aus der Welt der Illuminationskunst, der Teilnahme an der Luminale, der  Rheinpartie, oder den Passagen usw. Vermutlich habe ich mich von der angekündigten Wirtschaftskrise doch mehr beeindrucken lassen lassen ich dachte… Nun ja, man muss auch gönnen können, und man kann halt nicht überall mitspielen…

Auf der anderen Seite gibt so Momente, die dann doch nachdenklich stimmen. Einen dieser Momente hatte ich erst vor kurzer Zeit im Berliner Heimathafen. Dort gab Christopher von Deylen alias Schiller seinen Secret Gig vor nur 100 ausgewählten Zuschauern.

Bereits  im April 2009 erreichte uns eine Anfrage der technischen Kollegen, ob wir nicht ein Konzept für das  Lichtdesign der für 2010 geplanten  Tournee  erarbeiten möchten. Das Ganze im Idealfall als erweiterte Variante unserer Blauen Nacht aus dem Jahre 2003.

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Statt der herkömmlichen Glühlampen sollten nun LED´s mit RGB-Farbwechsel für visuelle Begeisterung sorgen. Nähere Details zum Vorhaben  besprach man, begleitet von kulinarische Freuden bei Angelo.

Kurz nach diesem Treffen entstanden recht zeitnah erste Entwürfe für das Bühnenbild, ein Funktionsmodell eines der angedachten Leuchtkörper hatten wir in unserer Werkstatt ebenfalls zügig gebaut. Da ich aber noch nicht vollständig glücklich mit den ersten Entwürfen war, wurden diese natürlich niemandem zugänglich gemacht.

In den folgenden Tagen und Wochen überschlugen sich dann wieder die  Ereignisse,  im nächsten ruhigen Moment, inzwischen zeigte mir mein Kalender  den 03. Januar 2010, brauchte man mit einem gewissen Bezug zu Realität das Thema nicht erneut aufgreifen. Eine gewisse Neugier am Projekt trieb mich auf die Website des Künstlers. Schließlich interessierte es mich doch sehr was aus den ursprünglichen Gedanken geworden ist, und wer sich Gedanken zum Thema Licht machen durfte.

Leider verriet die Website nicht viele Details zur geplanten Tournee, kündigte aber einen Secret Gig für den 12. Januar 2010 in Berlin an. Durch einfaches hinterlassen seines E-Mail-Kontakts konnte man einer von insgesamt nur 100 geladenen Gästen werden. Das passt ja prima dachte ich mir noch, weil ich in genau dieser Woche ohnehin wegen einer Installation in Berlin weilte.

Um so größer die Überraschung, als mich am nächsten Tag ein Mail mit folgender Überschrift erreichte: Congratulations – You won one of 100 tickets! Für jemanden der an Tankstellen keine Punkte sammelt, keine Kundenkarten besitzt, und sich auch nie an irgendwelchen Gewinnspielen beteiligt ein echter Wink mit dem Zaunpfahl…

Also rein ins Vergnügen. Und ich darf sagen: Es war alles andere als enttäuschend. Das am 12. März erscheinende Doppelalbum “Atemlos” wird sich schon bald in meinem Eigentum befinden. Die graphische Gestaltung des Covers verrät zudem das ich gedanklich recht gut unterwegs war, aber ist ja jetzt auch egal.

Vom kommen Lichtdesign der Tournee 2010 war während des Konzertes in Berlin nichts zu sehen. Man zeigte sich mit ca. 40 Stufen- und Proflilscheinwerfern eher zurückhaltend im prächtigen Saalbau, und fügte sich somit ganz dem festlichen Ambiente des Heimathafens.

Zum Ende des Konzertes umspielte ein Laser liebevoll die Glühlampen der Saallüster. Auch ein spannender Anblick, den ich bis dahin in dieser Form noch noch nicht gesehen hatte.

Das Lichtdesign für die Tournee bleibt, wie ich sehen konnte, zumindest in Kölner Hand. Nach dem Konzert zögerte ich nicht und suchte umgehend den FOH-Platz auf um meinem Branchenkollegen Jojo Tillmann persönlich zu begrüßen, ein paar Worte zu wechseln, und zur gelungen Darbietung zu gratulieren.

Nun ja, in aller Bescheidenheit gehe ich mal davon aus, dass  uns auch dieses Jahr wieder einige interessante Möglichkeiten erreichen werden.

Eines steht aber definitiv fest. Egal was die Tagesnachrichten so offerieren oder androhen. Ich werde mich nicht irritieren lassen, und wenn mir danach ist, setze ich mich in ein nettes Café oder an den See im Schlosspark  und lasse etwas die Gedanken gehen. Dieses Jahr wird es einfach etwas mehr Zeit für den eigenen Kopf geben.

Und wer weiß, vielleicht reproduziert mein iPod dann gerade etwas von Atemlos. Hier schon einmal 90 Sekunden mit Nadja Ali:

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Das war echt richtig gut Franzi Kusche


Montag, Januar 18, 2010

So manche Abende verlaufen ja deutlich anders als man eigentlich vermutet…

Zunächst wurde der gestrige Weg vom der LightLife ins heimische  provinzielle Brühl, durch spontanen Eisregen deutlich erschwert. Nach ganzen 45 Minuten Fahrzeit erreichte ich gegen  21.30 Uhr endlich Pippo um mir noch eine liebevoll zubereitete Pizza “Frutti di Mare” aus Meisterhand zu gönnen.

Danach noch auf ein kurzes Abschlusskölsch ins 5 Sterne Oslo gegenüber, und dann sollte es gut sein mit diesem Samstag. Kaum öffnete ich die Eingangstür, blickte ich in zahlreiche Augenpaare, die genau diesen Vorgang deutlich registrierten.  Ich hätte es mir denken können…

Es war wieder einer der Lesungs- oder Konzertabende, bei denen man richtig auffällt wenn man erkennbar verspätet eintrifft.

Da der Eingangbereich des 5 Sterne Oslo sich inklusive Bühne auf ca. 20 Quadratmeter ansiedelt, wurde ich auch zugleich von einer jungen Dame mit akustischer Gitarre persönlich begrüßt. Statt Kölsch entschied ich mich spontan für ein Glas Rotwein. Wenn man schon in eine solche Veranstaltung stört, sollte man ja nicht nach zehn Minuten durch plötzliches verlassen der Lokalität erneut auffallen.

Der Rotwein wurde serviert, und die Dame links der Eingangstür setzte Ihre Vorführung fort. Schon beim für mich ersten Beitrag wuchs in mir das Gefühl, dass dies ein längerer Abend werden könnte. Nicht nur das  leise Töne der akustischen Gitarre sehr angenehm klangen, ich entdeckte  zeitlich das Plakat der Veranstaltung, dass wiederum verriet das die Sängerin wohl Ihren Geburtstag in Brühl zelebrieren wollte.

Der Gedanke länger zu verweilen, wurde mit dem Einsetzten des Gesangs von Franzi Kusche deutlich gefestigt. Da ich in diesem Segment aber wenig Kompetenz aufweisen kann, erspare ich mir den Versuch der nähern Beschreibung. Das Konzert begeisterte mächtig, so dass ich heute mal das Internet bemühte um zu sehen, wen ich denn da gestern genau betrachtet hatte.

Und neben Photos vom gestrigen Abend (Schon alles recht zügig online in unserem Zeitalter…) , finden sich Videos bei bei Youtube die das gestrige Erlebnis noch einmal reflektieren:

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Franzi Kusche ist am 20.01.2010 in der Hamburger Bernsteinbar zu Gast.