Die Wahlen sind endlich gelaufen, mit Ergebnissen die keine großen Überraschungen hervorgebracht haben. Das jetzt sofort alles besser wird, ist vermutlich nicht zu erwarten, schließlich dürfte die Wirtschaftskrise noch nicht gegessen sein.
Bleibt abzuwarten ob das neue Führungsteam, bestehend aus Angela Merkel und Guido Westerwelle, in der vermutlich neuen schwarz-gelben Koalition seinen Worten auch Taten folgen lassen kann.
Das “Arbeit sich wieder lohnen muss”, ist für viele Menschen die noch einen Arbeitsplatz haben und die Ihnen Herrn Westerwelle ihre Stimme gegeben haben, sicherlich mehr als eine Worthülse. Das Thema der kalten Progression ist sowohl aus Arbeitgeber-, als auch aus Arbeitnehmerperspektive ein Problem welches hoffentlich nun angegangen werden kann. Auch “Mehr Netto vom Brutto” und ein “einfacheres Steuersystem” klingt verlockend, allerdings ist ein gewisser Friedrich Merz da unter Frau Merkel schon einmal böse angestoßen.
Aber es kommt auch nicht immer so, wie man es erwarten würde… Zumindest ich, wollte eben dem weitgehend wenig charismatischen SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier wirklich Respekt zollen.
So klang seine Rede, dass er aus dem Wahlergebnis nun Konsequenzen ziehen wolle, zunächst nach einem angebrachten und verständlichen Rücktritt.
Dabei wollte der Mann nur zum Ausdruck bringen, dass er sich als selbst ernannter Oppositionsführer seinen Job sichern wird, bevor “Parteifreunde” auf die Idee kommen ihn für das peinliche Wahlergebnis verantwortlich zu machen. Mal sehen was da noch folgt, in Bayern waren in der Vergangenheit ähnliche Szenarien zu beobachten.
Persönlich hätte ich gerne etwas mehr Jürgen Trittin im Ergebnis gesehen, da aus meiner Sicht die wirtschaftliche Wertigkeit der erneuerbaren Energien unterschätzt wird. Und das Atomkraftwerke keine finale Lösung darstellen dürfte spätestens seit der “sicheren” Asse jedem klar sein. Und was genau gegen eine Mindestlohnregelung spricht, ist mir selbst als Arbeitgeber ein echtes Rätsel. Wer Geld verdient, kann es schließlich wieder ausgegeben.
Bei einer Personalie kommt in mir jedoch eine gewisse Trauer auf… Wirklich vermissen werde ich sowohl die erfrischenden Kommentare, als auch die Person von Peer Steinbrück im Amt des Bundesfinanzministers.