Stellenweise hört man im Radio “alte” Titel, die so manche Erinnerung wecken. Sitzt man zeitgleich gerade auf dem Balkon am Laptop, und genießt ein Glas Rotwein, kommen Menschen wie ich auf die Idee und schauen ob es bei Youtube nicht Bilddokumente zu den gerade gehörten Titel gibt.
Und man glaubt es kaum, es finden sich Aufnahmen die man entweder früher nicht gesehen hat, oder die damals wegen der noch nicht immer und jederzeit verfügbaren Medienwelt einfach verborgen blieben.
Um so größer ist die Freude derartige Dokumente heute noch einmal vor die Augen und auf die Ohren zu bekommen.
Ich kann mich noch sehr genau an “Cello” von Udo Lindenberg erinnern, ein Titel der eben im Radio lief und mich an Antje erinnerte. Antje war das mehr als attraktive Mädchen, welches ich auf einer - damals nannte man es “Fete – sah, und sofort wußte: Die oder keine!.
Man schrieb das Jahr 1982 und ich war zarte 15 Jahre alt und für Licht und Musik auf dieser Party zuständig. Die Ausgangsvoraussetzungen waren denkbar schlecht. Ich war Dorfhauptschüler aus Bornheim-Merten, Sie Tochter eines höheren Beamten und Waldorf-Schülerin.
Zum Glück hatte mich der liebe Gott bereits zu diesem frühen Zeitpunkt mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet. Und man glaubt es kaum, schon zarte zwei Jahre später waren wir ein Paar, und nach weiteren sieben Jahren gaben wir uns hier im schönen Brühl das Jawort. Es gab dann in der gemeinsamen Mietwohnung auch immer Ärger mit den Nachbarn, weil Ihre Übungen mit dem Chello nicht das ganze Haus in totale Begeisterung versetzen konnte. Nun ja, diese Beziehung war nichts für die Ewigkeit, aber auch nichts was man missen möchte. Und die passende Musik hatte damals Udo Lindenberg komponiert (Hier in einer Version aus 2008):
Danke Udo Lindenberg, Danke Youtube…. Und die Musik war damals wirklich “echter” und besser, oder?

