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Archive for Juni, 2009


Absolut brilliantes Comeback Michael Jackson…


Sonntag, Juni 28, 2009

Wirklich Respekt Michael Jackson! Von jetzt auf eben in allen Medien der Welt, auch die Modernen wie Twitter und Youtube Omnipräsent – und dies ohne eine neuen Song vorgestellt, oder eines der angekündigten Konzerte vor tausenden von Zuhörern dargeboten zu haben.

Selbst unsere öffentlich rechtliche ARD hat im Gegensatz zu vielen belanglosen Sendern, umgehend das Programm geändert und Dein Bukarest-Konzert der “Dangerous Tour” übertragen. Ausnahmsweise wirklich ein Argument für GEZ-Gebühren.

Wie Justin Timberlake auf seiner Website zum Ausdruck bringt, hast Du ganze Generationen beeinflusst und beeindruckt. Du warst ein Genie, eine Art Obama der Musikindustrie. Du hast musikalisch, tänzerisch, politisch und technisch Maßstäbe gesetzt, die zum Teil bis zum heutigen Tage nicht übertroffen werden konnten.

Der “Moonwalk” erhielt durch Deine kurze Präsentation am 25. März 1983 bei Motown weltweite Aufmerksamkeit und ging ebenfalls in die Geschichte ein. Wirklich schön, dass es damals schon Kameras gab, und heute über Youtube dieses wertvolle Dokument welches auch Deine “Hochwasser-Hose” beinhaltet, jederzeit reproduziert werden kann:

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Das entsprechende Video zu “Billy Jean” (Regie: Steve Barron) war, wenn man den Medien glauben kann, dass erste Video eines schwarzen Künstlers, welches auf MTV gezeigt wurde. Das schien Dir zu gefallen, so dass Du danach Regisseure wie John Landis (Thriller) und Martin Scorsese (Bad) mit der visuellen Inszenierung Deiner Musik betraut hast.

Mich würde wirklich mal interessieren was Deine innigsten Freunde, also Menschen und inzwischen selbst “lebende” Legenden wie Qincy Jones, von Deinen aktuellen Tourneeplänen gehalten haben.

Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mich da schon etwas gewundert. Aktuell tauchen zwar wieder viele Künstler aus der Zeit auf, als man Musik noch mit Instrumenten gemacht hat und die Interpreten noch richtig gesungen haben (und auch singen konnten…), was wirklich für die Qualität der Darbietungen spricht.

Aber bei aller Liebe, die einzige Band die glaubwürdig Ihr Comeback verkörpert sind die Rolling Stones. Aber die sind seit über 30 Jahren auf Comeback-Tournee und waren somit nie aus der Übung. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber bei Deinem ersten “Moonwalk” warst Du gerade mal 24 Jahre alt. Obwohl Du auch 1995 bei “Wetten dass” den Menschen noch einmal deutlich gezeigt hast, wo auf einer Bühne vorne ist.

Dein Auftritt war ein echtes Aufregerthema in meiner Schule für angehende Beleuchtungsmeister. Herauslehnen aus einer Arbeitsbühne mit unzureichendem Geländer, falsche Arbeitskleidung, kein Sicherungsseil usw.  Gefährdung für Dich und das Publikum!  Setzen, sechs!

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Bei dem Versuch an frühere Erfolge anzuknüpfen, sind schon einige Künstler und Sportler böse auf die Nase gefallen. Wolltest Du Dir das wirklich geben? Jedenfalls hat nun vermutlich eine höhere Macht entscheiden, dass Du diese Konzerte nicht aufführen sollst. Vielleicht hättest Du uns alle wieder überrascht, vielleicht aber auch nicht. Wir werden es nicht mehr erfahren und uns weiter an den Dingen erfreuen, die Du uns hinterlassen hast.

Vielleicht hat diese höherer Macht auch entscheiden, dass Du nun Zeit genug mit uns irdischen Ignoranten verbracht hast, und dass es nun an der Zeit für neue Erfahrungen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Dich James Dean gerade abgeholt hat und Dir gerade die neusten Aufnahmen von Buddy Holly vorspielt.

Wenn Du dann gleich Dein ersten Abend mit Beethoven verbringst, der Dich mit einem kalten “Kölsch” empfängt, und Dich mit einem ersten Zusammenschnitt der ganzen Lobhudeleien von uns hier unten begrüßt, bist Du sicherlich so überrascht und begeistert wie wir damals…

Und was Eure Väter betrifft, so habt Ihr Euch sicherlich einiges zu erzählen…

Antonius im Supermarkt


Samstag, Juni 20, 2009

Heute vormittag überkam es mich plötzlich. Spontaner Heißhunger auf diese spanische Paprikasalami, und Bananen.

So richtig verstanden habe ich diese Mischung zwar auch nicht, aber da ich ohnehin noch frische Milch für meinen Kaffee benötigte, machte ich mich schnell auf den Weg. Schon beim Betreten des Brühler toom-Marktes, zentral gelegen in der ansonsten völlig überflüssigen Giesler-Galerie, schwante mir böses.

Verdammt viele Menschen!  Ob unsere Bundesregierung nun einen Nahrungsmittelengpass angekündigt hat, und ich habe die Meldung verpasst?

Direkt am Eingang fand ich die Bananen, am Aufbau Ost konnte es also nicht liegen. Frische Bio-Milch war auch schnell erreichbar, so dass mein zunächst sogrenvolles Gesicht völlig entspannt vor die Fleischtheke treten konnte.

Dort äußerte ich dann gegenüber der Verkäuferin den Wunsch nach dieser spanischen Salami. Kein Problem, auch erhältlich, und zusätzlich noch eine besonders leckere italienische Salami. Zum Beweis reichte mir die nette Verkäuferin gleich ein Scheibe zum probieren über die Theke. Das letzte derartige Erlebnis hatte ich, glaube ich, vor ca. 35 Jahren als ich noch regelmäßig mit Mama an der Fleischtheke stand. Doch nicht so unwitzig im Supermarkt…

Dieser bis dahin poitive Eindruck relativierte sich dann, als ich eine zahlreichen Kassen erreichte, die mich von der Anmutung her an den Mauerfall in Berlin errinerte. Vor den Banken die damals das Begrüßungsgeld ausgaben, herrschte ein ähnlicher Andrang. Allerdings waren die Leute damals deutlich besser gelaunt.

So nach ca. acht Minuten kam ich dann in Sichtweite einer Kassiererin, von der ich hoffte, dass sie ihrem Job noch durchhalten würde bis ich mit meinen Einkäufen die Kasse erreiche. Ist schon echt erstaunlich wie viele übelgelaunte Menschen sich an einem Samstag im Supermarkt treffen. Als Beobachter der kleinen und größeren Feindseligkeiten, ist man doch sehr erfreut und beruhigt zugleich, dass nicht jeder Bürger eine Schusswaffe mit sich führen darf.

Endlich an der Kasse angekommen, waren meine kleinen Einkäufe schnell zu einem Zahlbetrag von ca. € 7,- summiert. Das war genau der Moment, an dem ich bemerkte das ich kein Geld mit mir führte. In der Absicht auch diesen Tag zu überleben, erfreute ich mich spontan über diverse EC-Karten welche ich in der Hosentasche hatte. Mit der Selbstverständlichkeit, als hätte ich nie etwas anders vorgehabt reichte ich der Kassierein eine der EC-Karten.

Die Kasse gab zwei Belege aus. Einen Kassenzettel mit meinen Artikeln, gedruckt auf Papier mit einer Länge von exakt 15,6 cm, sowie einen Zettel mit gefühlten und gesehenen 45-55 cm Länge, den ich unterscheiben sollte.

Dieser Zettel war, bis auf den Freiraum der meine Unterschrift tragen sollte, vollständig mit Text bedruckt. Hat mal jemand versucht in einer vergleichbaren Situation den Text zu lesen? Selbst wenn in einem Supermarkt wenig Kunden unterwegs sind, ist es für die Menschen wohl kaum zumutbar, derartige “Kaufverträge” einzugehen. Im Streitfalle könnte ich mir vorstellen, dass ein Gericht da eher die Position des Kunden stärken würde.

Würde mich aber dennoch interessieren, was eigentlich auf so einem Zettel geschrieben steht. Das nächste mal gehe ich wieder zwischen 20:00 und 22:00 Uhr meine Milch kaufen. Ist wirklich deutlich entspannter…

LightLife beantragt Staatsbürgschaft in Höhe von 35 Milliarden Euro zur Übernahme von Philips


Sonntag, Juni 14, 2009

Freundliche Frau Merkel, freundlicher Herr zu Guttenberg, freundlicher Herr Steinbrück,

verursacht durch die anhaltende Wirtschaftskrise sind wir leider gezwungen einen Antrag auf Staatsbürgschaft einzureichen. Für die bereits länger geplante Erweiterung unseres Unternehmens fehlen derzeit die liquiden Mittel. Mit diesem Scheiben beantragen wir eine Staatsbürgschaft in Höhe von ca. 35 Milliarden Euro zur Übernahme des niederländischen Herstellers Philips.

Begründung des Antrags:

Unser Unternehmen die LightLife Gesellschaft für audiovisuelle Erlebnisse mbH, wurde wie Sie sicherlich informiert sind, bereits gegen Ende des letzten Jahrhunderts gegründet. Nach finanziellen Schwierigkeiten in den Gründerjahren entwickelte sich der Betrieb schnell zu einem der Innovationsträger der Branche. Im Gegensatz zu verschiedenen Warenhäusern haben unsere Mitarbeiter stets eine hohe Servicebereitschaft gezeigt, und somit für eine treue und zufriedene Kundschaft gesorgt.

Speziell in den Wirtschaftszweigen Architektur-Lichtdesign und Architektur-Lichtsteuerungen konnten wir Maßstäbe setzen, und damit nicht nur viele nationale und internationale Menschen und Medien begeistern. Wegen akutem Platzmangel in unseren Räumlichkeiten und zur Rettung der konventionellen Glühbirne sind wir nun zu Zukäufen gezwungen.

Nach intensiven Recherchen halten wir die Übernahme des niederländischen Mischbetriebs Philips für sinnvoll. Neben praktischen elektrischen Rasierapparaten und Kaffeeautomaten verfügt die Firma über Produktionskapazitäten für diese schicken flachen Fernseher, welche die Wohnzimmerwände so schön bunt machen. Nicht nur diese Produkte stellen eine passende  Ergänzung unseres bereits bestehenden Produktportfolios dar.

Zusätzlich ist  Philips einer der großen Hersteller von Energiesparlampen, die entgegen der Meinung vieler etablierter  Fachleute eine Alternative zur herkömmlichen Glühbirne sein soll. Direkt nach der Übernahme, so darf ich Ihnen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt versichern, werden wir Ihnen zeitnah eine akzeptable Lösung für dieses inzwischen europäische Problem erarbeiten.

Dieses neue Produkt entspricht dann nicht nur den menschlichen Sehgewohnheiten, sondern wird hinsichtlich Energieeffizienz und Farbtemperatur auch ein Erzeugnis sein, welches die Menschen mögen und kaufen werden.

Die wesentlichen Förderungskriterien erfüllen wir ohne Probleme. So gab es vor der Wirtschaftskrise, so wie bis zum heutigen Tage, keinerlei finanziellen Schwierigkeiten während der letzten fünf Geschäftsjahre. Lediglich für den aktuell geplanten Zukauf möchte uns unsere Hausbank, trotz vielfacher und intensiver Gespräche, kein Darlehn gewähren. Dies ist mir völlig unverständlich. Zumal es bei uns um bestimmt zwölf Arbeitsplätze geht, und für Philips arbeiten allein am Standort Deutschland zusätzlich noch ca. 11.500 Mitarbeiter. In der Summe also 11.512 Arbeitsplätze, hier werden beinahe Opel-Dimensionen erreicht.

Sicherlich habe ich bei genauerer Prüfung der Bilanzen aus den letzten Jahren leichte Fehler im Management zu verantworten. So wurden zum Beispiel die Firmenwagen, mit Ausnahme des Fahrzeugs SMART alle käuflich erworben, statt diese zu leasen. Für die, von Ihnen als Umweltprämie deklarierte finanzielle Unterstützung sind alle unsere Fahrzeuge noch zu jung, so dass hier auch nichts abzugreifen zu fördern ist.

Somit wurde im Laufe der Jahre unter anderem unserer Betriebsvermögen unnötig erhöht. Weiterhin haben wir diverse Auszubildende, Umschüler und Diplomanden betreut und ausgebildet, und diese dann nach Abschluss der Ausbildung eingestellt. Hätten wir zur Gewinnoptimierung weiterhin nach preiswertem Personal Ausschau gehalten, würden wir Ihre Bürgschaft nun nicht beanspruchen müssen.

Ich bitte freundlichst unseren Antrag wohlwollend zu prüfen, und stehe für ein persönliches Gespräch selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Antonius Quodt
Geschäftsführer

LightLife Gesellschaft für audiovisuelle Erlebnisse mbH