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Vom QR-Code zum ADS-Label


Donnerstag, März 26, 2009

Als ich vor ein paar Jahren in Tokyo war, fielen mir die aus europäischer Sicht komischen Barcodes an den Schaufenstern und Plakaten ja schon auf. Nur musste ich erst bei Shinichi Sakamoto nachfragen, um zu erfahren was diese Codes für einen Sinn haben.

Die Japaner sind schon deutlich technikverliebter als wir Europäer oder gar wir Deutschen. Da mein Handy dort nicht funktionierte, gab mir Shinichi eines von seinen Telefonen. Und ich muß zugeben, dass ich immer noch von den dortigen Erfahrungen beeindruckt bin. Nicht nur das die Navigationssysteme in den Autos deutlich größere Displays haben als bei uns, diese Displays zeigen bei der Fahrt auch noch Tokyo in einer 3D-Ansicht. Auch die Handys können deutlich mehr als man das dies von unseren Netzbetreibern kennt. So spazierte ich interessiert durch Tokio bis mein Leihhandy plötzlich einen blinkenden Regenschirm im Display zeigte. Etwas verwundert über die Displayanzeige, welche ich umgehend ignorierte, wanderte ich weiter durch die Stadt. Erst als ich circa 10 Minuten später im strömenden Regen nach einer Position zum unterstellen suchte wurde mir die Bedeutung der Anzeige bewusst. Und dann fragt man sich wirklich warum unsere Mobiltelefone solche simplen Hilfsmittel nicht preisgeben möchten.

Besonders peinlich empfand ich die damalige Situation, weil ich ja eigentlich vor Ort war um den Japanischen Kollegen die neuste und innovativste Lichtsteuerung auf der Weltlichtausstellung in Yokohama zu präsentieren. Damit konnte ich ja auch noch Punkten, aber hinsichtlich Navigation und Mobiltelefone habe ich den Mund vor lauter Staunen wirklich nicht mehr schließen können. Selbst ein Navigationssystem im Handy war zu der Zeit schon Standard, wie ich lernen konnte als wir uns in der Innenstadt von Tokyo verlaufen hatten.

Und mit den QR-Codes ist das eine ähnliche Geschichte, auch wenn mir das erst Jahre später wieder in den Sinn gekommen ist. Aber besser spät als nie…  Das Problem ist wie folgt:

Technische Geräte zeigen meistens dann eine Fehlfunktion, wenn mit Sicherheit kein menschliches Wesen mehr erreichbar ist. Also an einem Freitag Abend oder am Wochenende.

Hier setzten wir mit dem ADS-Label (After Dinner Support-Label) nun einen Standard den vielleicht auch andere Hersteller oder Designer aufgreifen werden. Mit einem ADS-Label hat der Kunde über sein W-LAN-fähiges Mobiltelefon sofortigen Zugang zu spezifischen Gerätedaten wie Bedienungsanleitungen oder eventuelle Software-Updates. Der Anwender muss lediglich die Kamerafunktion seines Mobiltelefons aktivieren und über das ADS-Label halten. Das Mobiltelefon stellt dann die benötigte Verbindung eigenständig her und zeigt die ersehnten Informationen.

ADS, bzw ADSH ist ja eigentlich eine Art Krankheit, die aber den Kern der Aussage verdammt gut trifft. Wenn man dringend Unterstützung benötigt, aber niemand erreichbar ist, dann könnte man das schon als Aufmerksamkeitsdefizitstörung bezeichnen, oder?

Jedenfalls kostet der ganze Spaß nichts, macht aber mit dieser Anwendung richtig Sinn, und auch noch Freude wenn es funktioniert. Wie das ganze genau eingerichtet wird, erläutere ich bei Bedarf noch ausführlicher in einem seperaten Beitrag. Für weitere Vorhaben und Ideen in dieser Richtung habe ich schon einmal die www.ads-label.de und die www.ads-label.com reserviert (Derzeit noch beide umgeleitet auf diesen Weblog!). Vielleicht finden sich ein paar Kollegen die diese Technik auch anwenden möchten.

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