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Archive for März, 2009


Mehdorn schmeißt hin…


Montag, März 30, 2009

Das ging aber nun schneller als erwartet…

Da verliest Mehdorn  auf der heutigen Bilanzpressekonferenz gute Ergebnisse der Deutschen Bahn, um dann am Ende seinen Rücktritt anzubieten. Für mein Gefühl etwas zu schnell, das passt nicht zur Person Mehdorn. Entweder der Mann hat nun wirklich keine Lust mehr sich den politischen Taktierereien um seine Person hinzugeben, oder jemand hat ihm einen attraktiveren Job angeboten. Vielleicht auch beides…

Jedenfalls war man bei der Bundesregierung sicherlich etwas überrascht, dass der “Brecher” der nie Diplomat werden wollte, seine Position so schnell zur Verfügung stellt. Und lauscht man noch den Lobhuldigungen unseres Verkehrsministers Tiefensee, der Mehdorn für seine Verdienste dankte, dann weis man doch das Politik nicht das sauberste Geschäft ist.

Aber so richtig weg ist Mehdorn ja noch nicht, er hat seinen Rücktritt ja nur angeboten. Und vermutlich lässt er sich seinen Rücktritt auch gut bezahlen, er hat schließlich ein gut aufgestelltes Unternehmen hinterlassen. Damit dürften ihm die zukünftigen Schlagzeilen zu seiner “Millionenabfindung” auch schon sicher sein.

Das größte Problem tut sich aber gerade bei der Bundesregierung auf. Wen möchte man denn auf die Position setzen? Leute die eine derartige Führungsstärke besitzen gibt es ja nicht so viele, und vermutlich noch weniger Kandidaten, die gerade das richtige Parteibuch zur Hand haben. Nur Idealisten glauben wohl noch, dass es bei einer Neubesetzung ausschließlich um das Wohl des Unternehmens geht. Wäre die Deutsche Bahn bereits an der Börse notiert, dann wäre der Kurs heute mächtig  unter die Gleise gekommen.

Jedenfalls glaube ich, dass Herr Mehdorn in nicht ferner Zukunft erneut eine Führungsposition bekeiden wird. Manager die im Sinne Ihres Unternehmes handeln, und dieses gut positionieren sind ja gerade sehr gefragt.

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Klaus Ernst bei Anne Will


Sonntag, März 29, 2009

Meinem sonntäglichen Ritual folgend, hole ich morgens bei Eddi die Zeitung die ich dann aus zeitlichen Gründen doch nicht lese, schaue abends Tatort und gönne mir je nach Themenlage noch die Talkshow der attraktiven Anne Will. Anne Will die seinerzeit noch als Sportschau-Moderatorin genötigt wurde, mich im Rahmen einer RTL-Produktion anzulächeln hat seither nicht an Präsenz verloren.

Inhaltlich war die Sendung aber war wieder einer der Tage, der mich gedanklich der Beantragung eines Asylantrages für meinen Betrieb und mich, gerichtet an die österreichische Regierung mit Sitz im schönen Wien etwas näher brachte. Da setzt doch ein Klaus Ernst die pauschale Rentenzahlung an Klaus Zumwinkel in Höhe von circa 20 Millionen Euro in Relation zu einem Leiter eines Altenheimes. Dieser müsste dann, so Ernst, ungefähr 500 Jahre lang für dieses Geld arbeiten.

Grundsätzlich ist der Vergleich zwischen der Deutschen Post vor dem Amtsantritt von Klaus Zumwinkel und einem Altersheim ja alles andere als falsch. Nur das Klaus Zumwinkel aus diesem Altersheim (oder Greisenhaus wie die Österreicher es nennen würden…)  einen weltweit führenden Konzern mit Gewinnen in Milliardenhöhe und den dazugehörigen Arbeitsplätzen geformt hat, und Herr Ernst diese Tatsache leider vergessen hat. Aus diesem Grunde dürfte Herr Zumwinkel eigentlich ohne Neid zu erwecken ein paar Millionen Rente beziehen. Die Auszahlung erfolgte zudem auf einen Schlag, statt der üblichen monatlichen Auszahlungen.

Wie ist denn Ihre persönliche  Bilanz hinsichtlich der geschaffenen Arbeitsplätze und finanziellen Gewinne für die Bevölkerung Herr Ernst? Haben Sie außerhalb der gewerkschaftlichen Aktivitäten was produktives geschaffen, oder einen erfolgreichen Betrieb auf die Beine gestellt?

Und warum hat man Oscar Lafonatine bei der Berliner Demonstration gegen unter anderem die Berater der Citybank mit Eiern beworfen? Vermutlich weil die Verstaatlichung der Banken der richtige Weg aus der Krise ist.

Das glauben Ihnen wohl nur die Anteile der Bevölkerung, die einen VW-Golf fahren, und nebenbei erwähnt für ca. 85% aller deutschen Verkehrshemmnisse verantwortlich zeichnen. Ich muss jedoch zugeben, dass von diesen Menschen ohne überdruchschnittlich aktive Gehirnbereiche und der Gabe eigenständige Gedanken zu formen, eine hohe Population zu verzeichnen hat. Vielleicht hat dies etwas mit der wirtschaftlich unsinnigen “Abwrackprämie” zu tun, wobei wir ja auch beim Thema der von Ihnen angeprangerten Gier wären.

Sollte es Ihnen mit Ihrer Partei  Die Linke wirklich einmal gelingen Mehrheiten im Bundestag zu erreichen, bin ich der erste der das Land verlässt. Und dies trotz des Vorhabens  die Berliner Mauer als eine Art “Lichtlinie” zu markieren. Ich nix DDR, und nix Interesse an neuer DDR, aber bei dem Versuch ausländischen Künstlern zu zeigen wo mal die Mauer verlaufen ist, bin ich schon öfter ins Schwitzen gekommen. Mehr als Schade, dass dieser Teil der Deutschen Geschichte so Sang- und Klanglos verschwunden ist, zumindest aus meiner unbelasteten Kölner Perspektive.

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Vom QR-Code zum ADS-Label


Donnerstag, März 26, 2009

Als ich vor ein paar Jahren in Tokyo war, fielen mir die aus europäischer Sicht komischen Barcodes an den Schaufenstern und Plakaten ja schon auf. Nur musste ich erst bei Shinichi Sakamoto nachfragen, um zu erfahren was diese Codes für einen Sinn haben.

Die Japaner sind schon deutlich technikverliebter als wir Europäer oder gar wir Deutschen. Da mein Handy dort nicht funktionierte, gab mir Shinichi eines von seinen Telefonen. Und ich muß zugeben, dass ich immer noch von den dortigen Erfahrungen beeindruckt bin. Nicht nur das die Navigationssysteme in den Autos deutlich größere Displays haben als bei uns, diese Displays zeigen bei der Fahrt auch noch Tokyo in einer 3D-Ansicht. Auch die Handys können deutlich mehr als man das dies von unseren Netzbetreibern kennt. So spazierte ich interessiert durch Tokio bis mein Leihhandy plötzlich einen blinkenden Regenschirm im Display zeigte. Etwas verwundert über die Displayanzeige, welche ich umgehend ignorierte, wanderte ich weiter durch die Stadt. Erst als ich circa 10 Minuten später im strömenden Regen nach einer Position zum unterstellen suchte wurde mir die Bedeutung der Anzeige bewusst. Und dann fragt man sich wirklich warum unsere Mobiltelefone solche simplen Hilfsmittel nicht preisgeben möchten.

Besonders peinlich empfand ich die damalige Situation, weil ich ja eigentlich vor Ort war um den Japanischen Kollegen die neuste und innovativste Lichtsteuerung auf der Weltlichtausstellung in Yokohama zu präsentieren. Damit konnte ich ja auch noch Punkten, aber hinsichtlich Navigation und Mobiltelefone habe ich den Mund vor lauter Staunen wirklich nicht mehr schließen können. Selbst ein Navigationssystem im Handy war zu der Zeit schon Standard, wie ich lernen konnte als wir uns in der Innenstadt von Tokyo verlaufen hatten.

Und mit den QR-Codes ist das eine ähnliche Geschichte, auch wenn mir das erst Jahre später wieder in den Sinn gekommen ist. Aber besser spät als nie…  Das Problem ist wie folgt:

Technische Geräte zeigen meistens dann eine Fehlfunktion, wenn mit Sicherheit kein menschliches Wesen mehr erreichbar ist. Also an einem Freitag Abend oder am Wochenende.

Hier setzten wir mit dem ADS-Label (After Dinner Support-Label) nun einen Standard den vielleicht auch andere Hersteller oder Designer aufgreifen werden. Mit einem ADS-Label hat der Kunde über sein W-LAN-fähiges Mobiltelefon sofortigen Zugang zu spezifischen Gerätedaten wie Bedienungsanleitungen oder eventuelle Software-Updates. Der Anwender muss lediglich die Kamerafunktion seines Mobiltelefons aktivieren und über das ADS-Label halten. Das Mobiltelefon stellt dann die benötigte Verbindung eigenständig her und zeigt die ersehnten Informationen.

ADS, bzw ADSH ist ja eigentlich eine Art Krankheit, die aber den Kern der Aussage verdammt gut trifft. Wenn man dringend Unterstützung benötigt, aber niemand erreichbar ist, dann könnte man das schon als Aufmerksamkeitsdefizitstörung bezeichnen, oder?

Jedenfalls kostet der ganze Spaß nichts, macht aber mit dieser Anwendung richtig Sinn, und auch noch Freude wenn es funktioniert. Wie das ganze genau eingerichtet wird, erläutere ich bei Bedarf noch ausführlicher in einem seperaten Beitrag. Für weitere Vorhaben und Ideen in dieser Richtung habe ich schon einmal die www.ads-label.de und die www.ads-label.com reserviert (Derzeit noch beide umgeleitet auf diesen Weblog!). Vielleicht finden sich ein paar Kollegen die diese Technik auch anwenden möchten.

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