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Archive for Februar, 2009


Antonius wird enteignet…


Mittwoch, Februar 18, 2009

Als ich mich Anfang Oktober letzten Jahres entschied, ca. € 900,- meiner ordentlich verdienten und versteuerten Euros in 200 Stück Aktien der Hypo Real Estate Holding AG zu investieren, war die Bankenkrise bereits in vollem Gange. Aus der Überlegung heraus, das diese Führungsgesellschaft einer Bankengruppe nur zu 15% in das amerikanische Marktgeschehen involviert ist, ließ hoffen.

Auch das die Aktie von € 24,- auf damals schlanke € 4,40 abgesackt war erschien attraktiv. Weiterhin erwarb seit Februar 2008 J.C. Flowers (Siehe auch Artikel in der Wirtschaftswoche) ca. 25% des Unternehmens. Dieses Investment von  J.C. Flowers der nicht als Heuschrecke, sondern von Branchenkennern als langfristiger Investor eingeschätzt wird, lies ebenfalls wenig Misstrauen aufkommen. (Der arme Mann hatte wohl noch € 22,50 je Aktie gezahlt, und sich somit inzwischen von einer guten Milliarde Euros, oder verständlicher formuliert von bisher über  1000 Millionen Euro  verabschieden müssen)

Einer der Fehler die das Unternehmen gemäß Medienberichten begangen hatte, langfristige Darlehn mit kurzfristigen zu finanzieren, hat nicht zwangsläufig zur Folge das sämtliche vergebenen Kredite nun nichts mehr wert sind. Zumal in großvolumige gewerbliche Immobilien investiert wurde. Dazu kommen noch öffentliche, bzw. Infrastrukturfinanzierungen. Da gibt es wirklich Unternehmen im DAX, bei denen ich mehr Vorsicht walten lassen würde.

Nun bin ich alles andere als ein Wirtschaftsexperte und treffe meine Entscheidungen, wie auch im richtigen Leben, aus dem Bauch. Grundsätzlich spiele ich kein Lotto, oder beteilige mich an sonstigen Gewinnspielen. Hier und da kaufe ich, wenn etwas Geld übrig ist, ein paar Aktien. Im direktem Vergleich mit Lottospielern, wo der Einsatz wie ich mir habe sagen lassen sehr oft ein Totalverlust ist, kann man durch Überlegungen und Einschätzungen an der Börse mehr Glück haben. Und sollte dem nicht so sein, dann steht der Verlust oder Gewinn nicht mit Glück in Zusammenhang, sondern ist durch gute oder weniger gute Vermutungen begründet. Oder auch: Selbst Schuld.

Jedenfalls hilft es wohl wenig auf den Rat von Experten zu hören. Schaut man mal ein paar Stunden in den Frankfurter Börsensaal, oder verfolgt die Wirtschaftsnachrichten, kommt man zu dem Schluss das die Analysten ihre Meinung öfter ändern als ich mir Kaffee von unserer Espressomaschine zubereiten lassen kann. Und wüßten die Damen und Herren genau was sie da machen, hätten wir vermutlich weniger Probleme.

Aktuell geistert das böse Wort “Enteignung” durch die Medien. Und so häufig wie Angela Merkel, Horst Seehofer und Peer Steinbrück in den letzten Tagen die “Enteignung” als das letzte, aber auch allerletzte Mittel betont haben, war eigentlich schon zum Ausdruck gebracht worden das dieser Zug nicht mehr aufzuhalten ist. Aber liebe Bundesregierung, solche Begriffe wie Enteignung, Vertreibung usw. kannte ich bisher nur aus Erzählungen meiner Uroma, die zwei Weltkriege überlebt hat.

Ich lebe seit über 40 Jahren wohlbehütet in diesem Lande, konnte eine kostenfreie Ausbildung genießen und mein Leben so gestalten, wie ich mir das gewünscht und vorgestellt hatte. Daraus resultierend beschäftige ich heute einige Mitarbeiter in einem kleinen Betrieb, zahle Steuern, biete regelmäßig Ausbildungsplätze an, und wenn möglich spenden wir kleinere Summen für soziale Zwecke. Alles in Ordnung, und vermutlich handeln tausende Geschäftsführer von kleinen und größeren Firmen in unserem Lande ähnlich. Was mich aber nun wirklich verunsichert, oder genauer gesagt im meinem Rechtsempfinden empfindlich trifft, ist diese “letzte” Möglichkeit der Enteignung.

Dabei hatte sich unser neuer Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zunächst deutlich von dieser Möglichkeit distanziert. Über die Qualifikation des Mannes kann und möchte ich nicht urteilen, er hat das Amt ja gerade erst übernommen. Wie er aber zu dieser Aufgabe kam, finde ich erneut befremdlich. Trotz Wirtschaftskrise ging es nicht um die Kompetenz im Amt, sondern zunächst darum das er das Parteibuch der CSU mit sich führt. Begünstigt durch den Umstand das er ein Franke ist. Ich wünsche ihm dennoch viel Erfolg.

Aber mal nüchtern betrachtet. Als Arbeitgeber in einem Unternehmen, welches erfolgreich am Markt tätig sein soll, pflege ich andere Auswahlkriterien. Und fragen nach Herkunft und Parteizugehörigkeit im Rahmen des Einstellungsgespräches dürfte ich mir wohl auch nicht erlauben, wenn ich nicht viel Zeit mit Anwälten verbringen möchte.

Aber bleiben wir bei dem Thema Enteignung. Mit der Einschätzung das es sich bei der Hypo Real Estate Holding AG um eine systemrelevante Bank handelt, sind wir ja einer Meinung. Das nun ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht wurde, der Aktionäre, also auch mich um Ihr Eigentum bringt kann ich wirklich nicht glauben. Die paar Aktien, die Euch vermutlich auch nicht glücklich stimmen, habe ich mit versteuertem Geld unter der Kenntnis des Verlustrisikos gekauft. Aber da gab es noch kein Gesetz, welches Euch erlaubt hätte mir diese paar Aktien einfach aus meinem Depot zu räumen. Weiterhin hat auch noch niemand bei mir angerufen, und mal nachgefragt ob er die paar Aktien von mir bekommen könne, weil man das Land retten müsse.

Man kann ja über alles reden, aber so wie sich die Situation gerade entwickelt mache ich mir wirklich Gedanken. Schließlich gibt es im Ausland eine Menge Investoren die in der Vergangenheit gerne in deutsche Qualitätsarbeit investiert haben. Gemäß meiner Einschätzung werden diese Menschen dann Ihr Geld lieber in Ländern anlagen, wo man nicht enteignet wird. Natürlich kann es nicht sein, dass Milliarden von Steuergeldern als Bürgschaft bereitgestellt werden, ohne das Anteile erworben werden oder man auf den zukünftigen Verlauf der Geschäfte Einfluss nehmen kann. Diese Praxis finde ich ebenso ungeschickt, wie diese Wahlkampfaktivitäten um den VEB Opel. Sicherlich sind dies große und wichtige Unternehmen, an die viele tausend Arbeitsplätze gekoppelt sind. Aber dennoch sollte die Regierung nicht mit Geldern des Steuerzahlers einzelne Unternehmen subventionieren.

Das hat nicht nur in der Vergangenheit (Philipp Holzmann) nicht funktioniert, sondern verschafft schwach aufgestellten Markteilnehmern auch einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber anderen Automobilherstellern. Aus der Sicht von Volkswagern wäre ich da mächtig angefressen. Nicht nur, dass man Kraftfahrzeuge produziert, die bisher keiner staatlichen Subventionierung benötigen. Da ist zusätzlich noch ein gewisser Konflikt hinsichtlich der Marke Volkswagen zu erwarten. Wenn es in Kürze einen VEB Opel geben sollte, dann gehört dieser ja dem Steuerzahler, also dem Volk. Daraus resultierend, würde der VEB Opel ja dann einen “Volkswagen” produzieren.

Wenn ich mich recht erinnere, dann hatten wir im letzten Jahr gerade einmal eine Woche Finanzmarktkrise, und bei Opel standen schon die Bänder still. Da könnte man vermuten, dass diese schnelle Reaktion auch andere Ursachen haben könnte.

In unserer sozialen Marktwirtschaft sollte ein Unternehmen um am Markt zu bestehen, Dienstleistungen oder Produkte anbieten, und diese zu akzeptablen Preisen offerieren. Werden diese  Produkte von den Menschen benötigt oder nur gekauft, sollte das Unternehmen keine Existenzprobleme haben. So habe ich das mal gelernt und auch versucht zu praktizieren.Funktioniert auch wirklich prima, zumindest solange es noch vermehrt Unternehmerpersönlichkeiten gab, denen die langfristige Entwicklung ihrer Betriebe im wahrsten Sinne des Wortes am Herzen lag. Diese gerieten mit dem immer häufigerem Auftreten von Finanzinvestoren, die an einer schnellen und kurzfristigen Finanzmaximierung interessiert sind (Volkstümlich auch als Heuschrecken bezeichnet)  sehr in den Hintergrund.

Als wirklich glänzendes Beispiel für Innovation und Unternehmergeist könnte Steve Jobs dienen. Der Mann hat mit einem einzigen Mobiltelefon, welches bedienbar war und ohne Anleitung funktionierte (Apple iPhone), mal eben den kompletten Weltmarkt für Handys umgekrempelt. Dieses gelungene  Beispiel hat zwar seinen Ursprung in den USA, aber den Amerikanern haben wir es ja unter anderem zu verdanken, dass meine Generation so entspannt aufwachsen konnte, woran man sich trotz der Präsidentschaft von George Bush erinnern sollte.

Und mit Barack Obama wachsen ja gerade erneut die Hoffnungen auf eine ehrlichere Politik und erneuten Wandel in der Welt. Oder wie es Krille, der Wirt meines Stammcafés allgemein verständlich als Reaktion auf die Umsetzung der ersten Reformen formulierte: “Der Mann hat Eier…”.

Aber auch wir Deutschen müssen uns mit Innovationen und qualitativ hochwertigen Produkten nicht verstecken. So treffen die Lichtsteuerungen des Paderborner Herstellers e:cue auch in den Vereinigten Staaten auf Interesse. Neben Installationen in Las Vegas steuerte die Soft- und Hardware aus Paderborn 2009 auch zum wiederholten Male den Jahreswechsel mit dem “Eve Ball”  am Times Square in New York. Und vermutlich haben die zwei Millionen Zuschauer nicht die geringste Ahnung, dass die Steuerung aus Deutschland stammt. Den Bekanntheitsgrad von Paderborn möchte ich an dieser Stelle nicht weiter kommentieren. Aber es bleibt die Erkenntnis, dass viele weltweit gefragte Produkte oft aus unserem Lande stammen.

Als wären die aktuellen wirtschaftlichen Ereignisse, sowie deren Folgen nicht schon ärgerlich genug, fangt ihr nun an VEB´s (Volkseigene Betriebe) zu gründen. Und abschließend, was genau heißt “Enteignung nur wenn es keine andere Möglichkeit gibt”? Euer Gesetz nimmt mir doch, angenommen man hätte mich gefragt ob man meine Aktien bekommen könne, jede Entscheidungsfreiheit. Oder kurz: Friss oder stirb.

Mal ganz platt gefragt, warum kauft Ihr nicht einfach die Aktien Hypo Real Estate Holding AG an der Börse? Die angestrebte Mehrheit von 75% plus 1 Aktie befindet sich doch zum größten Teil im Streubesitz. Mit dem aufkommen der Enteignungsgerüchte ist der Kurs der Aktie erneut kräftig eingebrochen.

Das eine gefragte Aktie schnell den Kurs stabilisieren kann, konnte man vor wenigen Wochen erst am bereits genannten Beispiel Volkswagen beobachten. Und ein wertiger Kurs der Aktien der Hypo Real Estate Holding AG ist bestimmt alles andere als negativ zu werten, besonders  hinsichtlich der bereits zugesicherten Bürgschaften.

Nicht das ich nun der Verzweiflung nahe wäre, aber ich muss zugeben das ich heute erstmals darüber nachgedacht habe, ob mein kleiner Betrieb nicht auch im naheliegenden Ausland gut positioniert wäre. Zumal ich mich in der Umgebung von Bergen und guter Luft, wo wir in der Vergangeheit schon öfter einmal beruflich tätig waren, auch verdammt wohl gefühlt habe.

Interaktive keksgroße Computer von David Merrill


Mittwoch, Februar 18, 2009

Wirklich Respekt vor der Idee und Umsetzung der “Siftables”, mit der David Merrill unter anderem neue didaktische Möglichkeiten eröffnet:

Direkt zur Website von David Merrill im MIT Media Lab

Das Video stammt im Original von der Website: TED – Ideas worth spreading

Alle neuen e:cue Produkte ab Montag erhältlich


Sonntag, Februar 15, 2009

Am späten Freitag den 13.02 gab der Hersteller e:cue in einem Mail an seine Vertriebspartner bekannt, dass alle neuen Produkte ab Montag, den 16. Februar verfügbar sein werden.

So sind gemäß der Ankündigung nun die “Lighting Application Suite 5.0″, der “Butler XT”, sowie drei Versionen der sehnlichst erwarteten “Glass Touch”-Bedienterminals Lieferbar. Zusätzlich zu den Terminals mit der Typenbezeichnung  T6, T 12 und T6R konnten auch die neuen dmx2pwm LED-Dimmer fertiggestellt werden.

Die neueste Version der “Lighting Application Suite”, in der Vergangenheit einfach als e:cue Programmer tituliert, wurde gemäß der Mitteilung um viele neue Funktionen ergänzt. Die Steuerungssoftware für Licht und Multimedia beinhaltet nun endlich eine “Timeline” ( Zeitleiste), welche speziell die Timecode-Programmierung extrem vereinfachen sollte.

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Ein zweiter Media Player zur Erweiterung der Videomapping- und Multimediafähigkeiten ist ebenso Bestandteil der überarbeiteten Software, wie der nun implementierte “Http-Server” zur Ansteuerung der Programmer Software mit jedem üblichen Webbrowser.

Die in der LAS enthaltene Patch-Software Patchelor 5.0 ist eine komplette Neuentwicklung und soll nun die Erstellung von bisher “unvorstellbaren Lampen-Matrixen” ermöglichen.

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Begründet durch viele Kundenanfragen hat man sich bei e:cue entschlossen, eine zusätzliche Version der Programmer Software, genannt “Elements” zu veröffentlichen. Ergänzend zu dem weiterhin erhältlichen “Programmer Standard” und der “Enterprise-Version”, füllt die “Elements-Version” die Funktionslücke die gerade bei kleineren Installationen und Projekte auftritt.  In “Elements” enthalten sind alle Multimedia-Funktionen wie die beiden “Media Player” und der “Audio dsp”, sowie die Funktionen die beim bespielen des “Butlers” erforderlich sind. Einschränkungen sind hier bei der Automation hinzunehmen. Mit “Elements” ist keinerlei zeitlicher Ablauf programmierbar. Der Hersteller betont dass alle bereits verkauften, und sich im Markt befindenden MM (Multimedia) bzw. Enterprise Dongles mit der am Montag erscheinenden Version Enterprise 5.0 kompatibel sein werden.

Die Funktionalität des butler xt mit seinen umfangreichen Anschlussmöglichkeiten sollen den butler xt zum perfekten DMX-Ausgabegerät für kleine bis mittlere Standalone-Projekte machen. Die e:bus Schnittstelle erlaubt den Anschluss von bis zu acht Glass Touch-Bedienterminals und die Wiedergabe von zeitgleich zwei DMX-Programmen. Mit 1024 möglichen DMX-Kanälen, der integrierten Echtzeituhr, und acht potentialfreien Kontakten könnte das Gerät eine echte Installationswaffe sein.

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Die zum Butler XT kompatiblen Bedienterminals kommen sehr Edel daher, und dürften recht schnell Architektenherzen erfreuen, die neben hoher Funktionalität auch höchste Ästhetik erwarten. Die hochwertigen Glasoberflächen, in Kombination mit intelligenter kapazitiver Sensorik, bilden die Basis  zur Auswahl und Veränderung  von Beleuchtungsszenen via simplen Tastendruck. Jedes Bedienelement der Glas Touches kann in Kombination mit dem Butler XT im Stand-Alone Betrieb, oder innerhalb der “Lighting Application Suite (LAS)” direkt genutzt werden.

Jegliche verfügbare Funktion ( wie z.B. Helligkeit, Geschwindigkeit und Auswahl des Beleuchtungsprogramms) lassen sich einzelnen Tastfeldern zuzuordnen. Eingebettete LEDs liefern dem Anwender eine optische Rückmeldung  über den aktuellen Status eines ausgewählten Lichtprogramms.

Die Glas Touch-Serie wird mit einem “Butler XT” über eine zweiadrige, verpolungssichere und Topologie-freie Verkabelung verbunden.  Die einfache Montage in bereits vorhandene Unterputzdosen und die simple Verkabelung erlauben eine unkomplizierte Erweiterung bereits bestehender Beleuchtungskonzepte.

Die “dmx2pwm” LED-Dimmer erlauben die Helligkeitsregelung von vielen Low-Power LEDs mittels Pulsweitenmodulation (PWM). Die Dimmer sind erhältlich in zwei 3-Kanal ( PCB und Gehäuse ) sowie einer 9 kanaligen Hutschienenversion. Die Eingangsspannung liegt in den Bereich zwischen 12V und 48V DC, wobei diese auch entsprechend an den jeweiligen Ausgänge weitergereicht wird. Die maximale Ausgangsleistung je Kanal beträgt 2,5 A bei der 3-Kanal-Version und 2A bei der 9-Kanal-Variante. Der eingebaute Überspannungs- und Verpolungsschutz  soll mögliche Schäden am Dimmer und den LEDs verhindern.

Weitere Informationen unter www.ecue.de