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Archive for Januar, 2009


Schlechte Zeiten und Ihre Folgen…


Sonntag, Januar 25, 2009

Das die Zeiten schlechter, und aus finanzieller Sicht härter werden sollen ist mit dem täglichen Konsum diverser Medien vermutlich nicht zu verhindern. Allein schon aus dem Grunde, dass bundesweit nur gejammert und befürchtet wird, anstatt die Ereignisse mal positiv zu betrachten und eventuell anzugehen.
Bisher folgten den pessimistischen Ausblicken wenig reale Konsequenzen bei uns und wir arbeiten sehr dafür, dass dies auch so bleibt. Dennoch gibt es Individuen, welche versuchen mit dubiosen Geschäftsmodellen an das Geld anderer Menschen zu gelangen. In aller Regel handelt es sich dabei um Beträge, bei denen es sich aus kaufmännischer Perspektive nicht rechnet Anwälte zu beschäftigen und vor Gericht zu ziehen. Und eine Anzeige wegen versuchten Betruges auf der nächsten Polizeiwache nimmt auch mal schnell zwei Stunden eines Tages ein.

In letzter Zeit häufen sich die Angriffe auf meine Brieftasche, ob dies eine aktuelle Entwicklung ist, oder ich ich nun nur zufällig in diesen Kreislauf geraten bin vermag ich nicht einzuschätzen. Das Internet ist zumindest voll mit Beiträgen von Menschen, die sich mit ähnlichen Schwierigkeiten rumärgern müssen.

Fakt ist, dass die sogenannten “Abzocker” leider auf einen Haufen gutgläubiger und ehrlicher Mitmenschen treffen, die diese dubiosen Rechnungen zahlen um eventuellen Ärger zu vermeiden. Somit wird keine Anzeige erstattet, oder sonstige Maßnahmen getroffen, womit es diesem aus meiner Sicht “gesellschaftlichem Abschaum” gelingt nach und nach die eigenen Konten zu füllen.

Und da ich mein Geld lieber an soziale Einrichtungen gebe, werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten versuchen derartige Rechnungen nicht zu zahlen und gegen die Ersteller vorzugehen.  Aus diesem Grunde gibt es auf der rechten Seite dieses Weblogs nun eine neue Kategorie mit dem Titel “Ärger…”. Auf dieser Kategorie werde  ich den Verlauf und eventuell den Ausgang der Dinge, die mich gerade verstärkt belästigen schildern und darstellen.

Vielleicht trägt die Veröffentlichung ein wenig dazu bei, zukünftig weniger Ärger mit Anbietern diverser “Dienstleistungen” zu bekommen.

Transparente Kommunikation in der Architektur


Sonntag, Januar 4, 2009

Das Jahr hat noch nicht richtig begonnen, gibt es auf der diesjährigen BAU 2009 in München (12.-17. Januar) bereits echte Innovationen zu betrachten die den allgemeinen Rezessionsbefürchtungen deutlich widersprechen. Die Technik und die Informationen welche zukünftig auf der Website der Kooperation Powerpixxel dargestellt werden, könnten Designer- und Architektenherzen deutlich höher schlagen lassen.

Zentraler Inhalt der Kooperation ist das Thema “Medienfassade”, also  Kommunikation in der Architektur. Das Thema selbst ist nicht sonderlich neu, so sind zahlreiche Realisationen und Entwürfe auf der Website der Wiener media architecture group zu betrachten, die Ende letzten Jahres auch das erste Festival zum Thema in Berlin organisierte. Inhaltlich sind Medienfassaden nicht unumstritten, da nicht alle Installationen so stilvoll daherkommen wie “SPOTS” von Reality:United. Auf der temporären Installation wurden die Inhalte über den Zeitraum von 18 Monaten von unterschiedlichsten Künstlern gestaltet.  Selbst anerkannte Klangkünstler wie SCHILLER nutzten die Möglichkeiten und verewigten das Ergebnis auf DVD (TAGTRAUM). Interessierte Leser finden den Titel “Drifting And Dreaming” mit Jette von Roth auch auf Youtube.

Distanziert man sich in der Betrachtung einer Medienfassade von der Wertigkeit der dargestellten Inhalte, verbleibt ein Blick auf die nüchterne Betrachtung der technischen Möglichkeiten. Da das Medium Licht für das menschliche Auge nicht sichtbar ist müssen entweder Reflexionsflächen geschaffen werden, oder mit zum Beispiel der kleinteiligen LED-Technik eine hohe Anzahl selbstleuchtender “Pixel” in die Fassade eingebracht werden.

Projektionsflächen mit Diffusionsfolie oder Leinwandsegmenten haben den entscheidenden Nachteil, dass eine Fassade dann auch wirklich nur als Medienfassade genutzt werden kann. Und dies auch nur in den Abendstunden, da das reguläre Tageslicht jeder Projektionstechnik weit überlegen ist.  Möchte man als Architekt eine Medienfassade realisieren, und seinem Auftraggeber die Möglichkeit einräumen auch mal aus dem Fenster schauen, oder sich gar am einfallenden Sonnenlicht zu erfreuen, bleibt nur der Griff zur LED-Technik. Dadurch das der Betrachter direkt in die Lichtquelle schaut funktionieren je nach genutzten LED-Produkten und Pixelpitch derartige konzipierte Medienfassaden auch in der normalen Tagesansicht.

Nachteil hier ist, neben dem beinah unüberschaubaren Angebot an LED-Technik, die mechanische und elektrische Montage innerhalb oder außerhalb des Bauvorhabens. Im Vergleich mit vollständig geschlossenen Reflektionsflächen  können die Nutzer der Immobilie später zwar die Außenwelt in Augenschein nehmen, aber der leichte Beigeschmack von “gesiebter Luft” ist durch das mehr oder weniger dichte Netz von erforderlichen Bildpunkten nicht zu verleugnen.

Um der Wunschvorstellung der Architekten oder Bauherren zu folgen, benötigt man letztlich Klarglas in diversen Größen, welches sich Problemlos in existente Trägersysteme einbringen lässt, und auf Knopfdruck Bilder oder Filmbeiträge reproduziert. Die Grundlage für das ersehnte Material wurde von Karl Otto Platz bereits vor Jahren erfunden (Siehe auch Beitrag “Glasfassaden mit LED-Technik” in diesem Weblog). Weltweit wurden seit 2002 laut  Karl Otto Platz bereits ca. 15.000 qm “Powerglass” installiert.

Als technische Weiterentwicklung gegenüber früheren Installationen, sind die im Glas eigelassenen und beidseitig abstrahlenden LED´s nun bei Bedarf einzelnen steuerbar. Das besondere Produktionsverfahren des Powerglasses lässt den Betrachter hinsichtlich der technischen Funktion aber schnell an Magie oder Zauberei glauben, da nach wie vor keine Kabel oder sonstigen elektrischen Bauteile sichtbar werden.

Um die neue Technologie in der täglichen Baupraxis auch komfortabel anzuwenden, waren weitere Schlüsseltechnologien erforderlich. Somit festigte sich zunehmend die Idee der Kooperation Powerpixxel, ein Zusammenschluss von den Betrieben Etzel (Fassadenentwicklung, Produktion und Montage), FEAL (Presswerk) und Glas-Platz (Powerglass). “Investoren haben mit der Kooperation Powerpixxel als entscheidenden Vorteil nur einen einzigen Dienstleister  für die Gebäudehülle. Die  Etzel-Ingenieure schließen die vorgefertigten Einheiten betriebsfertig an”, so Heiko Etzel.

Diese Konstellation könnte in der Praxis Erfolg haben, da für interessierte Bauherren oder Investoren nun eine kalkulierbare Gesamtlösung erhältlich ist. So nehmen die speziell entwickelten Trägersysteme nicht nur statisch das Powerglass auf, sondern verbergen ebenfalls unsichtbar die erforderliche Spannungsversorgung der LED`s.  Man darf gespannt sein, ob mit der nun existenten Konstellation von Fachbetrieben neue “Ansichten” in die Städte einziehen. Erstmals in der Öffentlichkeit vorstellig wird Powerpixxel auf der BAU 2009 mit einer eigens gebauten Musterfassade im repräsentativen Außenbereich der Messehallen. Von dem Probeaufbau (Programmierung: Andreas Barthelmes/LightLife) dürften wir bereits eine erste Aufnahme auf Youtube veröffentlichen:

YouTube Preview Image

Obwohl mit dem derzeitigen Stand der Technik bereits gewaltige Fortschritte gegenüber herkömmlichen Medienfassaden getätigt werden konnten, ist die Darstellung zur Zeit noch einfarbig. Für die zweite Jahreshälfte 2009 ist die Präsentation einer Medienfassade aus Powerglass in vollständiger RGB-Darstellung geplant. Allerdings sind Architekten zu meiner Freude oft auch Ästheten, womit sich die Frage aufdrängt, ob nicht auch eine einfarbige Glasfassade eine Stadtansicht aufwerten könnte.

LIGHTLIFE – Lichtleben hautnah


Samstag, Januar 3, 2009

Titelseite LIGHTLIFE 1

Schöner hätte man es im Hause Zumtobel nicht formulieren können…

In aller Regel reagiere ich ja sehr empfindlich, wenn externe Menschen oder Betriebe  den Zusammenhang zwischen dem Medium Licht und dem Schriftzug “LIGHTLIFE” herstellen. Als ich hörte, dass Zumtobel seine Hauszeitschrift von “LIGHTLIVE” in “LIGHTLIFE” umbenannt hatte, weilte ich gerade in Melbourne und zeigte mich zunächst recht erstaunt.

Dank so moderner Medien wie dem Internet hatte ich das neue Magazin dann auch recht schnell auf dem Bildschirm.  Und sieh an: Verantwortlich für die Inhalte ist der von mir geschätzte  Herbert Resch, ein sehr kreativer Mensch der sich durch die äußerst attraktiven Messestände und Lichtzentren von Zumtobel einen Namen gemacht hat. Das kompliziert den ganzen Vorgang natürlich etwas.  Also statt Klage zur Wahrung unserer Namensrechte einzureichen, erst mal anschauen wie die Publikation so gemacht ist…

Neben dem ansprechenden neuen Layout kann das Heft augenscheinlich auch inhaltlich bestehen. Natürlich fehlen nicht die üblichen Projektberichte , wie zum Beispiel auf Seite 14 der Artikel über das BMW Museum (Lichtplanung: Delux AG, oder der Beitrag über die AFG Shopping Arena in St. Gallen (Lichtplanung: Bartenbach Lichtlabor). Aber die Texte sind informativ und nennen jeweils gut sichtbar an Beginn eines jeden Artikels, die Namen der kreativen und technischen Köpfe des Projektes. Leider nicht oft praktiziert, aber hier werden Ross und Reiter deutlich genannt. Im Beitrag vom BMW Museum finden sich hier neben einem Photo des Architekten (Uwe R. Brückner) auch noch einige Aussagen zur Philosphie und Arbeitsweise bei dieser Realisierung. Sehr sympatisch erscheint mir auch die namentliche Nennung der jeweiligen Projektverantwortlichen aus dem Hause Zumtobel, welche aufgeführt auf der hinteren inneren Umschlagseite noch Anerkennung erfahren.  Schließlich sind das die Kollegen, die sich vor Ort mit den realen Ereignissen auf der jeweiligen Baustelle auseinandersetzen müssen.

Auf weiteren Seiten finden sich Interviews mit Chris Redfern zum Redesign einer neuen Leuchte, und Brian Cody zum Thema “Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Gebäuden”. Auf einer separaten Seite wird an Ettore Scottsass (1917-2007) erinnert, der nicht nur mit “Valentine” Maßstäbe gesetzt hat.

Alles in allem muss ich zugeben, dass mir das Magazin zusagt. Gut gemacht, mit Bildern und Beiträgen die im Gesamtlayout “atmen” dürfen.  Auch den Aussagen in der hauseigenen Pressemitteilung zur Namensänderung kann ich zustimmen. So wird erläutert das die Namensänderung von LIGHTLIVE in LIGHTLIFE dazu dient, zukünftig alle Seiten des Lichtlebens zu beleuchten.

Danke für die Blumen! Das Wissen um diese Erkenntnis praktizieren wir mit der LightLife seit nun über 12 Jahren. Also liebe Kollegen, Euer Magazin ist gelungen und wir werden Euch wegen des Names nicht in die Suppe spucken. Und ganz nüchtern betrachtet sind wir auch nicht böse wenn der Name LightLife nun etwas massiver in die Welt getragen wird…