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Glasfassaden mit LED-Technik


Mittwoch, Dezember 10, 2008

Im Januar 2002 veröffentlichten wir erstmals einen Text zu dem damals revolutionären Material „Powerglass“ des Herstellers Glas-Platz. Eine Kopie dieses Textes, erschienen im Branchenmagazin LICHT, platzierten wir auch auf unserer „alten“ Website. Die Seite ist bis zum heutigen Tage im Netz verfügbar, und beschert uns weiterhin zahlreiche Anfragen nach dieser Technologie.
Im Jahr 2002 gelang es uns gerade, eine aus 63 Glasflächen konstruierte Laufschrift zu realisieren, und diese auf dem Stand des Magazins HighLight im Rahmen der light & building der Öffentlichkeit zu präsentieren. Seither wurde sowohl die e:cue-Software zur Steuerung, als auch die Glastechnologie stetig weiterentwickelt. Dabei war die Technologie weniger das Problem, so haben wir damals mit der LightLife im Auftrag von 3deluxe für einen Messestand der Autostadt auf der IAA Wolfsburg die ersten interaktiven Tische mit Powerglass und steuerbaren LED-Linien realisiert. Etwas später war es dann gar möglich die einzelnen LED´s im Glas separat zu steuern, die erste transparente Medienwand. Ein nicht zu verachtender Nachteil war allerdings der damalige Verkaufspreis, welcher mit ca. € 50.000 den Quadratmeter das Material zwar zum Hingucker aber nicht zum Verkaufsschlager machte. Somit waren die statischen Anwendungen, welche damals auch nicht gerade preiswert waren, eher die Regel. Zu den ersten Nutzern dieser Technologie gehörte auch Ingo Maurer, der einen Tisch aus Powerglass konstruierte. Nach vielen wirklich beachtenswerten Entwürfen von ihm, lässt es sich gemäß meiner Einschätzung gerne auch vor neuen Materialien ablichten (siehe auch Lichttapete). In diesem Fall echt ärgerlich für uns, da wir den Kollegen von ALCAN Packging in mehren Meetings vermittelt haben, das die LED´s nicht auf Alufolie, sondern auf einem transparenten Trägermaterial platziert werden sollten, um diese effektiv in der Architektur nutzen zu können. Aber das ist eine andere Geschichte, und man kann halt nicht immer gewinnen…

Also wieder zum Powerglass, welches nun auch aus finanzieller Sicht verstärkten Einzug in die Architektur halten dürfte. Mit neuen Technologien hinsichtlich der Kontaktierung und Beschichtung liegt der Preis für Scheiben in denen jede LED einzeln steuerbar ist, nun ca. zwischen € 4000,- und € 9000,- je Quadratmeter, je nach Pixelpitch. Das ist zugegeben immer noch kein Kleingeld, aber für exklusive Installationen ein durchaus akzeptabler Preis. Wie das ganze dann aussehen kann, zeigt folgendes Video auf Youtube mit einem Testaufbau:

Und hier noch etwas allgemeines über den Hersteller Glas-Platz, persönlich erläutert von Karl Otto Platz:

http://de.youtube.com/watch?v=BGze3Ey8NJU

Hinsichtlich der Systemsteuerung hat sich auch eine Menge getan. So lässt sich bereits mit dem derzeit aktuellen e:cue Programmer 3.8 jedes Video von der Festplatte des Steuerrechners in Echtzeit auf die Fassade oder eine beliebige Konstellation von LED´s übertragen. In Kürze wird von e:cue die Software Emotion veröffentlicht, mit der sich Bildinhalte schnell in Echtzeit gestalten und verändern lassen. Dies hat dann den entscheidenden Vorteil für den Anwender, dass Content in Eigenregie erstellt und kombiniert werden kann. So lassen sich wichtige und kurzfristige Gäste auch noch visuell am Empfang begrüßen. Weiterhin spart man Wege und die Kosten, welche entstehen wenn eine Agentur mit der Produktion der Bildinhalte beschäftigt werden muss.

3 Responses to “Glasfassaden mit LED-Technik”


  1. Graumann Says:

    Mir kam zu Ohren, diese „eingebetteten LEDs“ reagierten Sonneneinstrahlung gegenüber mit vereinzelten Ausfällen.
    Ist da was dran?

  2. Antonius Quodt Says:

    Freundlicher Herr Graumann,
    „reagieren“ ist eine schöne Formulierung für den Ausfall einer LED… Grundsätzlich reagieren alle LED´s empfindlich auf Hitze, also auch eingebettete LED´s die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Ein wirklicher Nachteil ist, dass im Falle eines defektes nicht die einzelne LED erneuert werden kann, sondern wirklich das komplette Glaselement ersetzt werden muss.

  3. Graumann Says:

    Nun ja, genau darauf wollte ich hinaus, Glas ist ja nun mal kein guter Wärmeleiter, wird Zeit für einen Quantensprung in Sachen Wärmetoleranz der Chips… ich hoffe drauf.

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