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Archive for Juni, 2008


Antonius erneut in Hong Kong


Montag, Juni 30, 2008

Hong Kong
Der letzte Besuch in dieser Stadt liegt gute zehn Jahre zurück. Seinerzeit war es eine Zwischenstation auf dem Wege zu einer Probebeleuchtung in nach Kaohsiung/Taiwan. Eigentlich hatte ich wenig Motivation Hong Kong erneut aufzusuchen. Nicht nur, dass man mich mit langen Flugreisen inzwischen wenig begeistern kann, auch meine Erinnerungen an die Stadt sind nicht die besten. Schließlich dauerte der damalige Besuch knapp 14 statt der geplanten vier Tage. Begonnen hatte das Drama schon mit einer abenteuerlichen Landung auf dem alten Flughafen Kai Tak. Da ist der direkte Vergleich mit schwindelerregenden Attraktionen eines Freizeitparks wirklich angebracht. Bei unserem Kunden in Taipei stellte sich dann heraus, dass meine Scheinwerfer auf dem Versandwege aus einem unerklärlichen Grunde in Kuala Lumpur verschwunden waren. Mein Freund und Kollege Andy Pivec aus Wien setzte damals alles in Bewegung um mir neue Geräte zukommen zu lassen. Die Wartezeit in Taipei wurde mir dann auch gleich mit einem ersten Taifun versüßt. Bei der Gelegenheit lernte ich dann auch gleich das ein Taifun ein recht großes, dafür aber beinah windstilles Loch in der Mitte hat, und man besser nicht Einkaufen geht weil man der Meinung ist, dass Gewitter sei vorbei. Nun ja, um die Geschichte nicht zu sehr ausschweifen zulassen hier noch in aller Kürze die weiteren Ereignisse. Die neuen Scheinwerfer erreichten mich schließlich mit Transportschaden, und das Probeleuchten verlief mit weiteren Taifunausläufern auch wenig erfreulich. Endlich wieder am Flughafen Hong Kong funktionierte dann wenigstens wieder mein Telefon. In einem der ersten Telefonate mit der vertrauten Heimat teilte mir meine damalige Frau dann auch direkt mit, dass Ihr das Eheleben mit mir auf Dauer echt zu anstrengend sei. Nun ja, kürzlich erreichte mich dann eine Einladung der Firma Traxon Lighting Technologies, die mich mit weiteren 30 Lichtdesignern zu einem VIP-Event einlud. Neben der Vorstellung von äußerst spannenden neuen LED-Produkten lockte man mit der Möglichkeit, persönliche Bekanntschaft mit populären Lichtdesignern aus über 20 Ländern zu machen. Darüber hinaus drohte man mit mehrmaligem gutem Essen, sowie Projektbesichtigungen in Macao. Da fiel die Entscheidung Teilnehmer der Veranstaltung zu sein wirklich nicht schwer, auch wenn es wieder Hong Kong war. Traxon möchte in den nächsten Jahren der führende Hersteller von LED-Technik bei Architekturanwendungen sein. Über das bisherige Produktportfolio des Herstellers kann man ja schon nicht jammern. Die Strategie, sich die Meinung und Wünsche von Lichtdesignern einzuholen, kannte ich in dieser intensiven Form aber bisher nicht. Einladungen, neue Produkte und Essen gibt es ja häufiger. Bei dieser Veranstaltung gewann ich aber den Eindruck, dass die Meinungen der Lichtdesigner und Lichtplaner in aktuelle und zukünftige Produktlinien einfließen werden. Welche Innovationen uns dort vorgeführt worden sind, beschreibe ich in einem separaten Beitrag noch ausführlicher.
Das Leben in Hong Kong ist nicht nur wegen der eigentlich schwalligen Luft nicht immer ganz angenehm. Im direkten Vergleich mit Köln wo sich ca. 2450 Einwohner einen Quadratkilometer teilen, sind es in Hong Kong bereits 6350 Einwohner je Quadratkilometer, aber bei insgesamt sieben Millionen Menschen in der Stadt. Die Wohnviertel sehen in etwas so aus als würde man das Kölner Uni-Center etwas höher bauen und ca. 20 mal nebeneinander aus dem Boden schießen. Hier noch schnell ein paar Visuelle Eindrücke… Hatte ich schon erwähnt das es auch wieder einen Taifun gab? Das Wetter in Hong Kong ist nicht immer so Wolkenbeladen wie auf dem oberen Bild, es handelt sich um die Ausläufer von Fengshen.

Taifunwarnung im Restaurant

Wohnen in Hong Kong 1

Wohnen in Hong Kong 2

Erfolgsabhängige Vergütung für Rechtsanwälte


Sonntag, Juni 29, 2008

Nicht alle amerikanischen Vorbilder finde ich aus europäischer Sicht nachahmenswert. Einen gewissen Spielraum, oder besser formuliert eine Änderung der bisherigen Praxis bei der Ermittlung von Anwaltshonoraren, halte ich dagegen für längst überfällig. Aus finanzieller Sicht dürfte es weniger ehrgeizigen Anwälten und Kanzleien ziemlich egal sein ob ein Prozess gewonnen wird oder nicht, dass Honorar wird in jedem Fall gezahlt. Anders zum Beispiel bei Architekten, deren HOAI unter anderem durch die Einbindung von Generalunternehmern, oftmals in der Praxis nur noch die Wertigkeit einer Wunschliste zukommt. Gutes Geld für gute Arbeit, so wie es in vielen Dienstleistungsberufen üblich ist, könnte ab dem 01. Juli 2008 auch in deutschen Kanzleien zur angewandten Praxis gehören. Ungern erinnere ich mich an einen kleinen Verkehrsunfall in Köln, bei dem ich Wochen nach dem Ereignis von unsrer Versicherung erfuhr das ich nun plötzlich nicht der Geschädigte sei, sondern der Unfallverursacher. Recht überrascht beauftragten wir eine Brühler Kanzlei, deren Schwerpunkt wohl eher das Arbeitsrecht ist, mit der Bearbeitung des Bagatellschadens. Die erste Verhandlung lies ich mir auch nicht entgehen, und war recht zuversichtlich das der Vorgang in unserem Sinne geklärt werden könnte. Schließlich musste nur noch ein Zeuge angehört werden. Bei dieser Anhörung in der zweiten Verhandlung muss der Weg zum Kölner Amtsgericht wohl recht felsig gewesen sein. Jedenfalls blieben alle Argumentationen und Sachverhalte aus der ersten Verhandlung unberücksichtigt, bzw. wurden von der aus unserer Kanzlei entsandten, aber offensichtlich ahnungslosen “Stationsreferendarin” nicht erneut benannt. Mit Erhalt des Urteils fiel mir dann auch mein Alter Lehrer Knechtges wieder ein, der uns damals immer predigte, dass es vor Gericht kein Recht sondern nur ein Urteil geben würde. Ob die Dresdner Anwältin geahnt hat, die trotz des strikten Verbotes der erfolgsabhängigen Anwaltstätigkeit ein Entschädigungsverfahren für jüdische Alteigentümer anstrebte, was sie damit in der deutschen Juristenlandschaft auslösen würde? Das sie ein Drittel der erstrittenen Summe von € 150.000 als Honorar für ihre Leistung beanspruchte, hatte eine Strafe der Anwaltskammer Sachsen zur Folge. Daraufhin zog die engagierte Frau dann bis vor das Bundesverfassungsgericht – und gewann. Das höhste deutsche Gericht beauftrage den Gesetzgeber die Regelungen zu den Erfolgshonoraren zu überarbeiten. Sicherlich wird sich mit dem neuen Recht nicht umgehend alles ändern, aber bisherige Maßstäbe oder Selbstverständlichkeiten sind mit dem höchstrichterlichen Urteil wirklich in Frage gestellt.

Zum Originaltext von Tobias Sommer in der Welt am Sonntag vom 29.06.2008

e:cue mit neuer Website


Samstag, Juni 28, 2008

Neue e:cue Website Der Paderborner Hersteller von Produkten für Anwendungen im Bereich Licht- und Medientechnik hat eine neue Website. Auch im Hause e:cue hat man sich nun gegen das im Bereich der Architektur so beliebte Schwarz entschieden. Die neue Seiten sind informativer gestaltet und überzeugen zunächst durch “künstlerisch” verfremdete Projektdarstellungen. Detaillierte Informationen zu den realisierten Projekten finden sich mit ausführlichen Beschreibungen sowie Realaufnahmen im Bereich Referenzen. www.ecue.de